Achtung Mobile: das passiert 2014

Was wird sich bei Smartphones tun?

„Deutsche zögern beim Mobile Couponing“: Für zwei Drittel der Deutschen gehört Sparen ganz generell zur Lebensphilosophie. Obwohl Gutscheine und Preisnachlässe bei den Bundesbürgern sehr begehrt sind, spiegelt sich dieser Sparwille nur bedingt bei den mobilen Gutscheinen wider: Lediglich jeder zehnte Deutsche hat bisher einen Gutschein übers Handy im Ladengeschäft eingelöst. Mit diesem Wert liegt Deutschland noch im hinteren Mittelfeld, während der weltweite Schnitt sich bei zwölf Prozent bewegt. Die USA ist in dem Bereich allen anderen Ländern voraus: Hier shoppen bereits ganze 22 Prozent auch mit Gutscheinen vom Handy, Frankreich hingegen ist mit drei Prozent das Schlusslicht.

Autor: Tobias Conrad verantwortet seit Januar 2012 das Deutschlandgeschäft für Deals.com, einem Portal für kostenlose Gutscheine und Rabatte in Deutschland. Zuvor arbeitete Tobias Conrad bei Groupon.Eine Studie zum Thema.

„Mobilität wird über ein reines „Internet der Dinge“ hinausgehen“: Der Wert und das Potenzial von Mobilität bestehen darin, dass viele Verbindungen und Angebote miteinander interagieren. Mobilität bedeutet nicht nur, dass die Beschränkungen eines stationären Einsatzes wegfallen, sondern dass alle weltweit verfügbaren Angebote zu jeder Zeit an jedem Ort genutzt werden können. Insofern wird die Mobilität über ein reines „Internet der Dinge“ hinausgehen und eine neue Dimension schaffen, in der die Menschen in ihrer konkreten Umgebung produktiv sein können. Die Kommunikation wird dabei nicht auf Sprache oder Text beschränkt sein, sondern verstärkt zum Beispiel auch Standortdaten und tatsächliche Gewohnheiten umfassen. Die kostenlosen, ortsbezogenen Dienste auf den Nokia Lumia Smartphones, zum Beispiel Here Drive plus oder Here Transit, bieten in diesem Zusammenhang einen Mehrwert und tragen dazu bei, die Umgebung auf eine neue Weise zu erkunden.

Autor: Michael Bültmann ist Geschäftsführer bei Nokia Deutschland.

„Mobile ist vor allem „mobile Schnäppchenjagd“: 2013 hat uns gezeigt, dass M-Commerce vor allem mobile Schnäppchen-Jagd bedeutet, und zwar bis in den stationären Handel hinein. Verbraucher setzten mobil zunehmend auf Preisvergleiche, Bonus-Programme oder Cashback-Angebote – allesamt Performance-Marketing-Kanäle. Marken laufen Gefahr, Kundschaft zu verlieren, wenn sie den mobilen Verbraucher nicht mit relevanten Kampagnen und Performance-Marketing-Modellen auf den entsprechenden Kanälen erreichen. Kaum ein Händler wird 2014 am mobilen Performance Marketing vorbeikommen!

Autor: Matthias Stadelmeyer ist Vice President Sales bei Tradedoubler, internationaler Anbieter für Performance-Marketing-Lösungen.

„Mobile“ wird professioneller betrieben: Das Jahr 2014 bringt aus unserer Sicht einen „Weg von schnell gemachten Apps – hin zu den richtigen Fragestellungen in mobilen IT-Projekten!“, einen „Weg von vermeintlichen Alleskönnern – hin zum Einsatz von hochspezialisierten Mobile-Experten, die die mobilen IT-Projekte hinsichtlich ihrer Komplexität und Nachhaltigkeit nicht unterschätzen und die richtigen Fragen mitbringen!“ und nicht zuletzt einen „Weg von Schnellschüssen – hin zur systematischen Integration von mobilen in alle weiteren Prozess- und Unternehmenslösungen!“

Autor: Dr. Josef Brewing ist Geschäftsführer bei adesso mobile solutions, das als unabhängiger IT-Dienstleister durch Beratung, Softwareentwicklung und Betrieb für den Erfolg von Projekten und die Zukunftssicherheit der Anwendungen sorgt.

Das wird im Bereich Sicherheit thematisiert werden

„Android bleibe mobile Malware-Schleuder“: Die Entwicklung mobiler Malware – vor allem für Android – schreitet rasant voran. Derzeit werden mobile Schädlinge hauptsächlich für den Zugang zu mobilen Geräten eingesetzt. In Zukunft scheint ein erster Massen-Wurm für Android-Nutzer möglich. Denn Android bietet Cyberkriminellen zahlreiche Möglichkeiten – das Betriebssystem ist weit verbreitet und sowohl für App-Entwickler als auch für Virenschreiber leicht zu nutzen.

Autor: Stefan Rojacher ist Corporate Communications Manager DACH bei Kaspersky Lab, einem IT-Sicherheitsexperten, der für Heimanwender und Unternehmen adäquate IT-Sicherheitslösungen bietet.

„Mobile Enterprise Apps werden sich auf hybrider Basis weiter verbreiten“: Wir erwarten, dass die Entwicklung von mobilen Enterprise Apps in diesem Jahr voranschreiten wird. Konkret werden sich die Unternehmen von den Teillösungen und Pilot-Apps trennen, die nur wenig in die Unternehmensprozesse integriert und abgesichert sind, und unternehmensweite Lösungen einführen. Inzwischen gibt es leistungsstarke Plattformen, die eine sichere Integration in interne und externe Prozesse bieten und mit denen sich Enterprise Apps entwickeln und verteilen lassen. In diesem Umfeld erwarten wir, dass sich mobile Enterprise Apps auf hybrider Basis weiter verbreiten werden.

Autor: Andreas Eull ist Business Development Manager bei Materna. Die ganzheitlichen Lösungen von Materna für das mobile Enterprise umfassen den kompletten Lebenszyklus von der Anforderungsanalyse bis zum Betrieb mobiler Anwendungen.

Auch im Marketing wird es zunehmend mobil

„Mobile Werbung wird diskreter“: Mobile Werbung wird weniger aufdringlich, mehr integriert und relevanter, weil sie sich besser in die User Experience einbindet. So wird sie selbst zum Nutzererlebnis und nicht mehr als Werbung wahrgenommen.

Autor: Jens Oberbeck ist General Manager DACH bei InMobi, einem unabhängigen Werbenetzwerk.

„Real Time Advertising wird 2014 auch mobil“: Im Jahr 2014 wird Real Time Advertising auch im Bereich mobile stark an Fahrt aufnehmen.

Autor: Eric Hall ist Country Manager DACH PubMatic, einer Technologieplattform, die digitale Werbestrategien führender Publisher und Premiummarken unterstützt.

„Mobile sollte ins Multi-Channel-Marketing integriert werden“: Auch wenn Mobile-Marketing zu Recht stark im Kommen ist, so ist es doch nur ein weiterer Kanal zum Kunden mit spezifischen Eigenschaften. Die Kunst wird darin bestehen, diesen neuen Kanal im Rahmen eines integrierten Multi-Channel-Marketing entlang der Customer Journey effektiv zu steuern. Ansonsten hat man nur wieder einen weiteren isolierten Kanal im Marketing-Mix und nutzt nicht das volle Potenzial, das Mobile-Marketing bieten kann.

Autor: Marco Kersch, Mitglied der Geschäftsleitung der AZ Direct und Leiter der Business Unit Multi-Channel-Marketing. Die arvato-Tochter AZ Direct ist ein Full-Service-Dienstleister für individuelle Dialogmarketing-Lösungen.

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