Apple noch immer führend, wenn es um Handy-Anwendungen geht

Eine aktuelle Konsumentenumfrage von Lightspeed Research verglich Apple- und Android-, Smartphone- und Tabletnutzer. Im Februar und März 2012 wurden 1003 Personen, die Teil des Online-Panels von Lightspeed Research sind, zu ihrer Einstellung zu mobilen Anwendungen befragt. Den Umfrageergebnissen zufolge und Apple-Nutzer Android-Handy oder Tablet-Nutzern weit voraus, wenn es um die Anzahl der Apps auf Geräten, um die Häufigkeit der Benutzung und die Bereitschaft dafür zu zahlen geht.

Die Anzahl der Anwendungen

Die Umfrage ergab, dass iPhone-Nutzer in der Regel mehr Apps auf ihrem Handy haben als Android-Nutzer. Auf den meisten Handys befinden sich ein bis 20 Apps, vor allem auf den Android-Smartphones, von denen 64 Prozent mit dieser Anzahl Apps ausgestattet sind. Nur 47 Prozent der iPhone-Nutzer dagegen gaben an, ein bis 20 Apps zu besitzen. Einige der befragten iPhone-Besitzer (20Prozent) sind besonders scharf auf Anwendungen und sagten sie haben 40 und mehr Apps auf ihrem Handy. Im Vergleich dazu waren es nur elf Prozent der Android-Handy Besitzer, die so viele Apps nutzen.

Die beliebtesten Apps

Auf die Frage nach den populärsten Apps antworteten die Befragten, dass sie Wetter-, Spiele- und Navigations-Anwendungen auf ihren Handys haben. Aber die beliebtesten Anwendungen waren nicht immer diejenigen, die am häufigsten verwendet werden. Social Media-, Nachrichten-, Messaging- und Wetter-Anwendungen werden laut Befragung am häufigsten eingesetzt.

Generell wurde durch die Umfrage herausgefunden, dass iPhone-Besitzer häufiger ihre Anwendungen täglich nutzen als Android-Nutzer. Dies betrifft vor allem den täglichen Gebrauch von Spiele-Apps (iPhone 43 Prozent verglichen mit Android 32 Prozent), Social-Networking-Anwendungen (76 Prozent verglichen mit iPhone Android 64 Prozent) und Messaging-Anwendungen (68Prozent verglichen mit iPhone Android 51Prozent).

Social Networking-Anwendungen sind besonders bei den 18- bis 34-Jährigen und den Frauen beliebt. Frauen mit Social-Networking-Anwendungen auf ihren Handys benutzen diese außerdem häufiger täglich, als Männer diese Anwendungen nutzen (73 Prozent verglichen mit 62 Prozent). 

Würden Sie für eine App zahlen?

Der Anteil der Befragten, die ausschließlich kostenlose Apps auf ihrem Handy haben und derjenigen, die teilweise kostenpflichtige und kostenlose Apps nutzen, ist relativ gleich. Sehr wenige App-Nutzer haben ausschließlich kostenpflichtige Anwendungen auf ihren Handys.

Interessanterweise gab es auch hier wieder einen Unterschied zwischen Apple und Android. Android-Nutzer haben viel häufiger nur kostenlose Apps auf ihrem Handy als iPhone-Nutzer (64 Prozent Android verglichen mit 35 Prozent Apple). Zwei Drittel (66Prozent) der iPhone-Nutzer besitzen zumindest ein paar kostenpflichtige Apps im Vergleich zu nur knapp über einem Drittel (36 Prozent) der Android-Nutzer. Außerdem haben iPhone-Besitzer häufiger einen höheren Anteil an kostenpflichtigen Anwendungen auf ihren Handys. Ein Viertel (25 Prozent) haben für 50 Prozent oder sogar mehr ihrer Anwendungen gezahlt. Im Vergleich zu nur 15 Prozent der Android-Nutzer, die bereit sind für 50 oder mehr Prozent ihrer Anwendungen zu zahlen.

Geht es jedoch um den Vergleich von Tablet-Computern und Smartphones, fand Lightspeed Research heraus, dass Tablet-Besitzer häufig dazu neigen mehr Geld für Anwendungen auszugeben als die Smartphone-Besitzer. In den letzten sechs Monaten gaben Tablet-Eigentümer an, mehr Geld für Anwendungen ausgegeben zu haben als die Smartphone-Besitzer. 13 Prozent der iPad-Besitzer gaben sogar 50 € und mehr aus.

Ralph Risk, Marketing Direktor von Lightspeed Research Europa sagt: "Die Umfrage gibt interessanten Aufschluss darüber, wo der Schwerpunkt für jede der verschiedenen Nutzertypen liegen sollte. Während mehr Geld bei iPhone und iPad Nutzer zu holen sein scheint, da diese bereit sind für Apps zu zahlen, sollten Android-Nutzer mit kostenlosen Apps nicht links liegen gelassen werden. Das Marketing kann kostenlose Apps nutzen, um rasch die Nutzerzahlen zu erhöhen und dann mit Instrumenten wie Click-Through-Anzeigen, Mobile-Payment-Lösungen, in-App-Warenverkauf oder einfach nur der Entwicklung einer Premium-Version, die kostenpflichtig ist, Geld zu machen."

 

 

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