Bitte teilnehmen: Studie "Network Leadership in der digitalen Transformation"

Mit dem Einzug der Generation Y (Geburtsjahrgänge 1980 bis 2000) und Z (Geburtsjahrgänge 2001 bis heute) in die Fach- und Führungsetagen wird spätestens in drei Jahren ein umfassender Wandlungsprozess im Bereich der gesamten Unternehmenskommunikation, -kultur sowie -organisation einhergehen. Diese Multitasker - jung, offen für Transparenz und Vernetzung, gewohnt, angstfrei auf Augenhöhe mit Vorgesetzten in Dialog zu treten, dabei stets auf die persönliche Work-Life-Balance bedacht, wird nur wahrhaftes, d.h. auch wirkliches, von der gesamten Belegschaft gelebtes Talent Relationship Management 2.0 begeistern und langfristig binden können.

Die Generation Y ist die erste Generation, bei der die Arbeitsmotivation nicht ausschließlich auf einer hohen Bezahlung, sondern auf einer sinnstiftenden Talententfaltung beruht. So ist es nicht verwunderlich, dass die Generation Y im Durchschnitt 16 Monate in einem Unternehmen verbringt, bevor sie freiwillig den Arbeitgeber wechselt.

Im Jahr 2020 werden bereits 50 Prozent der Erwerbstätigen aus der Generation Y stammen.1 Aktuell können bereits 24 Prozent der Unternehmen ihre offenen Stellen, nach zwei Monaten oder länger, nicht durch passendes Personal besetzen. Dabei sind die Zahlen im Handel (17 Prozent) im Vergleich zu der Industrie (23 Prozent) und der Dienstleistung (26 Prozent) etwas geringer.

Das Fundament für ein nachhaltiges, erfolgreiches Mitarbeiterzufriedenheitsmodell und die entsprechende Mitarbeiterbindung stellt das so genannte Enterprise 2.0 sowie ein wirklich gelebtes authentisches Network-Leadership im Top-Management dar.

Im Rahmen des Wandlungsprozesses der hierarchischen zur kollaborativen Unternehmensstruktur (Stichwort Enterprise 2.0), bieten sich diverse Möglichkeiten, durch die Nutzung von Social Software Informationen zu generieren, zu transferieren, zu nutzen und zu konservieren. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit und bidirektionale Kommunikation der Wissensarbeiter(-innen) untereinander und gegenüber externen Interessenten, Bewerbern, Lieferanten, Geschäftspartnern, Kunden sowie Institutionen optimiert bzw. ermöglicht.

Aufgrund dieser digitalen Transformation und der sich daraus ergebenden Erwartungshaltung der Generation Y, sind klassische Führungsstile nicht mehr zeitgemäß und werden durch neuartige Managementmethoden, wie das des sogenannten Network Leaderships nach und nach abgelöst werden.

Was verbirgt sich unter dem Begriff „Network Leadership Management“

Die zentrale Herausforderung für einen Network Leader besteht darin, einen unternehmensspezifischen Weg zwischen totaler Offenheit mit freiem Austausch von Wissen und Informationssilos durch Restriktionen zu finden. Um die optimale Auswahl und Kombination an geeigneten Kollaboration-Tools für den Aufbau von Mitmach-Partnerschaften zu verifizieren,  gilt es zunächst

  • den Reifegrad der Organisation,
  • die Größe der Organisation,
  • die Unternehmenskultur,
  • den damit verbundenen Führungsstil,
  • die Organisationsform und letztendlich die Branche zu berücksichtigen.

Eine sich daraus ergebende weitere Herausforderung stellt sich wie folgt dar: „ Wie können Organisation hierarchische Strukturen zum Erfüllen von Routinearbeiten und offene, netzwerkartige Strukturen zum Wahrnehmen von Aufgaben, die ein hohes Maß von Kreativität, Flexibilität und Kooperation erfordern, verknüpfen?“

Es ist nicht empfehlenswert, hierarchische Unternehmensstrukturen komplett abzuschaffen und ausschließlich auf eine Netzorganisation zu setzen. Vielmehr ist das Top- Management hier angehalten, im Rahmen eines Change Management Prozesses, gemeinsam mit der Belegschaft einen unternehmensspezifischen Weg zu beschreiten, sodass beide Organisationsformen bei Bedarf durchaus sinnvoll miteinander kombiniert werden können.

Wichtig ist, dass die heranwachsenden Fach- und Führungskräfte der Generation Y und Z diesen Change Prozess vom Unternehmen massiv einfordern, bzw. selbst vorantreiben werden. Daher ist es von evidenter Bedeutung - zur Sicherung eines nachhaltigen Erfolges - sie frühzeitig aktiv als „Change Agent“ in die Wandlungsprozesse einzubinden.

Im Rahmen des Network Leadership werden Hierarchien sukzessive abgelöst, durch ein kollaborativ agierendes, gleichberechtigtes, selbstbestimmtes transparentes Network Management auf Augenhöhe. Ein Network Leader unterstützt partnerschaftlich bedeutsame Tätigkeiten für seine Wissensarbeiter, sodass eine Talententfaltung für den Einzelnen gleichzeitig positive Resonanz bei Kunden, Geschäftspartnern sowie der Gesellschaft hervorbringt.

Zentrale Forschungsfragen

  • Inwieweit werden die generellen Potenziale des Network Leadership in der Unternehmensführung bereits heute von der Generation Babyboomer sowie X erkannt?
  • Wo sehen heutige Top-Manager(-innen) besondere Herausforderungen bzw. Chancen im Umgang mit der Generation Y?
  • Welche Potenziale werden vom Top-Management erkannt bzw. nicht vollends ausgeschöpft, um Fach- und Führungskräften der Generation Y eine optimale Arbeitsatmosphäre und eine sinnstiftende bedeutende Arbeitsaufgabe zur Talententfaltung zu ermöglichen?

Zur Umfrage

Daher möchten wir Sie bitten, anonym an unserer empirischen Online-Befragung teilzunehmen. Wir bieten Ihnen darüber hinaus an, Ihren persönlichen Status Quo in Hinblick auf Network Leadership, als auch den Status Quo Ihres Managements zu evaluieren. Sollten Sie dies wünschen, so melden Sie sich bitte per E-Mail bei Frau Prof. Dr. Sonja Salmen unter Sonja.Salmen@hs-heilbronn.de. Anschließend werden wir für Ihr Unternehmen eine gesonderte Online-Befragung einrichten sowie eine Auswertung für Ihr Unternehmen vornehmen. Eine unternehmensspezifische Präsentation der Ergebnisse bezogen auf den Entwicklungsstand Ihres Leadership-Ansatzes, kann auf Wunsch gerne in Ihrem Hause erfolgen.

Die Befragung voraussichtlich Ende Juni 2015 beendet sein. Die branchenübergreifenden Ergebnisse der Umfrage werden Ihnen digital Ende Juli 2015 zur Verfügung gestellt. Sollten Sie Interesse an einer Präsentation sowie Diskussion der branchenübergreifenden Ergebnisse haben, würden wir uns sehr freuen, wenn wir Sie voraussichtlich Ende September 2015, im Haus der Wirtschaft in Stuttgart begrüßen dürfen. Den genauen Termin teilen wir Ihnen im Juli 2015 mit.

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