Dateninseln abschaffen, Strategie etablieren

Wo geht die Reise im B2B-E-Commerce künftig hin? Wie müssen Unternehmen organisiert sein, die erfolgreich online verkaufen wollen? Und wie etabliert man diese neue Struktur im Unternehmen? Diesen und vielen weiteren Fragen stellten sich am 26. und 27. Juni 2017 rund 100 B2B-Entscheider auf dem Strategiegipfel B2B-E-Commerce & Omnichannel in Berlin.

In aufschlussreichen Vorträgen, Workshops und Gesprächen wurden die Eckpfeiler des Themas E-Commerce ausgiebig diskutiert. Die Experten Hans-Christian Brandt, Philipp Bänsch und Yves Naumann waren live dabei – ihre wichtigsten Erkenntnisse.

Den Giganten die Stirn bieten

Amazon Business ist gelauncht. Diese Tatsache stellt B2B-Unternehmen zwangsweise vor eine Entscheidung: Mitmachen oder Eigeninitiative zeigen? Viele Unternehmen hoffen, sich durch die Etablierung eigener E-Commerce-Lösungen und Plattformen unabhängig von immer stärker werdenden Gatekeepern wie Amazon & Google zu machen – und so ihr eigenes Risiko zu minimieren. Den Giganten die Stirn zu bieten, ist ein mutiger Schritt, den einige B2B-Unternehmen erfreulicherweise bereits gehen. Auf dem Strategiegipfel wurde diese Entscheidung bestärkt. Die weitere heterogene Entwicklung im B2B-E-Commerce könnte so gesichert werden.

Reif für die Insel?

E-Commerce basiert – ob im B2C oder im B2B – auf jeder Menge Daten. Unglücklicherweise liegen diese in vielen Unternehmen noch verstreut in unterschiedlichsten Tools, Dokumenten und sogar Abteilungen. Die Aggregation aller relevanten Kundendaten aus den existierenden Dateninseln ist eine Aufgabe, derer sich B2B-Verantwortliche künftig annehmen müssen, wenn sie erfolgreich E-Commerce betreiben möchten. Diese Aussage konnten Yves Naumann und Hans-Christian Brandt in ihrem Workshop zur One Paper Strategy bestätigen: In einer interaktiven Umfrage stellte sich die Existenz von Dateninseln für 71 Prozent der Teilnehmer als zentrale Herausforderung im digitalen Marketing heraus.

Zusammenwachsen

Nicht nur zur Beseitigung von Dateninseln ist eine Neuordnung der Organisation von B2B-Unternehmen erforderlich. E-Commerce ist schließlich mehr als ein Webshop, so Dr. Andreas Rebetzky von Sto Deutschland. Um erfolgreich zu sein, müssen Strategie, Struktur und interne Prozesse stimmen. Eine Ablösung des Silodenkens sowie die unternehmensweite Vernetzung unterschiedlichster Abteilungen forderte außerdem Michael Orthey von Carl Zeiss in seinem Vortrag zur digitalen Kundeninteraktion. Dies ist zum einen die immer engere Verzahnung der Abteilungen Marketing, Vertrieb und IT. Zum anderen muss auch die Zusammenarbeit im Unternehmen weiterentwickelt werden. Kleine agile Teams und zieloptimierte Prozesse sorgen für stetige Performance. Kurzum: B2B-Unternehmen brauchen eine Strategie, um sich den Herausforderungen von Vertrieb, Marketing und Service im digitalen Zeitalter zu stellen.

0
RSS Feed

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
Abonnieren Sie doch unseren Newsletter und verpassen Sie keinen Artikel mehr.

Mit einem * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder!

Neuen Kommentar schreiben

Entdecken Sie die Printmagazine des WIN-Verlags