Die meistgeteilten Werbevideos 2014

Passend zum Weltmeistertitel der deutschen Fußballnationalelf im Sommer 2014 dominieren Werbetreibende mit Bezug auf das Fußballspektakel in Brasilien die Liste der 20 am häufigsten geteilten Werbevideos des Jahres, die von Unruly, dem Technologieanbieter für Social Video Marketing, veröffentlicht wurde.

 Ein Fünftel der diesjährigen Top 20 Global Social Video Ads Charts standen entweder im Zeichen der WM 2014 oder wurden von Sponsoren des globalen Mega-Events entworfen. Activias Zusammenarbeit mit dem kolumbianischen Popstar Shakira für das Video „La La La” erwies sich dabei als Gipfelstürmer.

Seit der Veröffentlichung im Mai hat das Werbevideo über Facebook, Twitter und die Blogosphäre 5.819.882 Shares erreicht und damit in 2014 einen erdrutschartigen Sieg vor 20th Century Fox’ „Devil Baby Attack” (2,153,236 Shares) gefeiert. Doch damit nicht genug, Activias Spot ist auch die meistgeteilte Werbung aller Zeiten und verdrängt damit

„The Force” von VW(5.278.399 Shares), das den Rekord für über drei Jahre inne hatte.

 Der deutsche Automobilhersteller schaffte es mit seinem „Augen auf die Straße“-Spot, der auf eindringliche Art und Weise auf die Gefahr der Ablenkung durch Mobiltelefone am Steuer aufmerksam macht, aber auch in diesem Jahr den Sprung auf einen vorderen Platz in der Rangliste.

 In die Top 10 schafften es die Werbevideos des Sportartikelherstellers Nike zur WM 2014, „The Last Game” und „Winner Stays”, wohingegen Castrols Spot „Footkhana:Neymar Jr. V Ken Block“ diese knapp verpasste. Mit Budweisers „Puppy Love” und “Pick Them Back Up” vom Konsumgüter-Konzern P&G schaffte es jeweils nur ein Super Bowl-Spot bzw. ein Werbevideo der Olympischen Winterspiele in die Top 20.

 „Dieses Jahr beobachten wir einen sog. viralen Video-Hattrick globaler Sport-Events. Die Werbetreibenden reagierten mit Investitionen in bildgewaltige Werbespots, die über Momente der Spannung, des Triumphes und Freude ins Zentrum des weltweiten Smalltalks rücken, erklärt Martin Dräger, Geschäftsführer von Unruly Deutschland.

„Mit über 300 Stunden Content, die jede Minute auf YouTube hochgeladen werden und mehr als einer Milliarde täglich angeschauter Videos auf Facebook werden die Konsumenten mit Inhalten in ihren sozialen Netzwerken geradezu überflutet. Schafft es eine Marke ein Werbevideo mit derart hohem Share-Potential zu produzieren, haben sie den großen Coup gelandet. Viele der erfolgreichsten Spots in diesem Jahr sind dabei an einen gesellschaftlichen Anlass geknüpft und gleichzeitig bedienen sich die Marken an einer Bandbreite von Online-Video-Genres, seien es nun Musikvideos, Prankverts, heroische Liebesgeschichten oder einprägsame Lieder zum Mitsingen.“

 „Activia und Shakira haben es mit dem Video „La La La“ gerade durch den Hype um die Fußball-WM 2014 und den Trend des „Trackvertising“, bei dem Marke und Künstler ein Video sowohl als Musik- als auch Werbespot gemeinsam veröffentlichen, an die Spitze der Charts geschafft. Generell ist die Wahl der richtigen Musik eine kritische Variable für Erfolg oder Scheitern einer Werbung, schließlich ist sie der kürzeste Weg, um den Videoschauenden gefühlsmäßig mitzunehmen und ihm zugleich eine ebenso emotionale Reaktion zu entlocken, die der Schlüssel zur Generierung von Shares in den sozialen Netzwerken ist. Acitivias Vorgehen, den Spot gemeinsam mit Shakira zu veröffentlichen – die in diesem Sommer als erste Person überhaupt 100 Millionen Facebook-Likes erreichte – und ihn zugleich durch die Partnerschaft mit dem Welternährungsprogramm der UN an einen gesellschaftlichen Anlass zu knüpfen, führten schlussendlich zum Erfolg dieses rekordbrechenden Videos.“

„Einen weiteren Meilenstein stellt die beinahe Verdopplung der Sharing-Geschwindigkeit im Jahr 2014 dar. Im Vergleich zu 2013 (25 Prozent), fanden 42 Prozent der Shares innerhalb der ersten drei Tage nach Kampagnenstart statt. Berücksichtigt man diese Verlagerung, ist es umso wichtiger, dass Marken ihre Social Videos in der kritischen Phase nach dem Launch mit Paid-Media unterstützen, um nicht im allgemeinen Stimmengewirr unterzugehen“, fügt Dräger hinzu.

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