ECC-Preismonitor Körperpflege & Kosmetik: Online-Marktplätze bedrohen Internet-Pure-Player

Der Online-Handel wird für die Branche Körperpflege & Kosmetik immer bedeutender: 2013 wurden rund 725 Millionen Euro online umgesetzt. Als Teilbereich des FMCG-Marktes (Fast Moving Consumer Goods) unterliegt die Branche einem hohen Preisdruck. „Der Handel mit Körperpflege- und Kosmetikprodukten ist ausgesprochen wettbewerbsintensiv und Konsumenten reagieren bei Gütern des täglichen Bedarfs ausgesprochen preissensibel“, so Sabrina Mertens, Leiterin des ECC Köln.

 „Preisanpassungen und dynamische Preisgestaltung haben in dieser Branche einen besonderen Stellenwert.“ Aus diesem Grund nimmt die zweite Ausgabe des ECC-Preismonitors in Zusammenarbeit mit PreisAnalytics die Top-Online-Produkte und die zugehörigen Preisstrategien im Bereich Körperpflege & Kosmetik genauer unter die Lupe. Wenig überrasc hend: Insbesondere Online-Marktplätze wie Amazon Marketplace oder MeinPaket sind in der Branche besonders sortimentsstark. Rund 82 Prozent der betrachteten Top-Online-Produkte können beim Branchenprimus Amazon erworben werden.

Online-Händler sind Amazon Marketplace auf den Fersen

Amazon Marketplace zeigt sich auch im Bereich Körperpflege & Kosmetik sehr preisdynamisch – doch die Konkurrenz schläft nicht. So passt Internet-Pure-Player Iparfumerie täglich die Preise von 32 Prozent der Top-Online-Produkte im Bereich Körperpflege & Kosmetik an – und liegt damit noch vor Amazon Marketplace (25 Prozent). easyCOSMETICS erreicht die dritthöchste Preisdynamik und ist Amazon damit dicht auf den Fersen. In Sachen Bestpreis allerdings bleibt der Internetriese vorn: 15 Prozent aller Top-Online-Produkte können Konsumenten über den Marktplatz von Amazon zum Bestpreis erwerben. Dicht dahinter der Spezialanbieter easyCOSMETIC, der bei rund 13 Prozent der Top-Online-Produkte den Bestpreis erreicht. In der Kategorie der Damendüfte – die den größten Teil der Top-Online-Produkte ausmacht – liegt easyCOSMETIC in puncto Bestpreis sogar deutlich vor Amazon. 

Dynamic Pricing fordert Cross-Channel-Händler heraus

Auffällig ist, dass sich sortimentsstarke Shops wie der Online-Pure-Player Flaconi oder der Cross-Channel-Händler Douglas nur wenig preisdynamisch zeigen und so auch nicht mit Bestpreisen punkten können. „Vor allem Cross-Channel-Händler tun sich aktuell noch schwer mit der hohen Preisdynamik im Internet“, so Stefan Bures, Geschäftsführer von PreisAnalytics. „Hier muss erst einmal klar sein, ob online eine eigene Preisstrategie losgelöst vom klassischen Filialgeschäft durchgeführt werden darf oder ob das Filialgeschäft – z. B. durch tägliche Rabattaktionen – eingebunden werden kann.“

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