Eugene Kaspersky fordert Schaffung einer internationalen Cyber-Security-Organisation

Cyberspionage, Cybersabotage und Cyberkriegsführung sind echte Gefahren, von denen unsere Welt mittlerweile bedroht wird. Die ersten staatlich geförderten Malware-Programme, die entdeckt wurden, demonstrieren deutlich die neuen Funktionen und damit Bedrohungen aus dem Internet, denen wir uns gegenüber sehen. Die Fälle von Stuxnet (2010) und Duqu (2011) unterstreichen die technische Raffinesse von Militärstandard-Software, die in der Lage ist, Schaden nicht nur bei großen Industrieanlagen anzurichten. Vor allem: Sowohl Stuxnet als auch Duqu wurden nur durch Zufall gefunden, nachdem sie bereits seit einiger Zeit ihr Unwesen getrieben haben.

Anlässlich der CeBIT 2012 in Hannover beleuchtete Eugene Kaspersky, Chairman und CEO von Kaspersky Lab, die systemischen IT-Sicherheitsrisiken, die die Welt heute bedrohen. Neben Beispielen für die schwersten letzten Malware-Vorfälle teilte er vor allem seine Vision, wie das Internet und seine Benutzer vor Cyber-Waffen zu schützen sind. „Eine internationale Cyber-Security-Organisation wird niemals alle Cyber-Waffen finden und beseitigen können – aber sie könnte erheblich zur Verbesserung der aktuellen Situation beitragen“, so Eugene Kaspersky „Die am meisten gefährdeten Parteien, also entwickelte Länder mit hoher Internetnutzung, werden von der Existenz einer derartigen Organisation am meisten profitieren, und sollten deshalb die ersten sein, deren Einrichtung zu unterstützen“, so Kaspersky weiter.

 

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