Clevere Sicherheitslösungen: Jedes Produkt wird zum Unikat

 Es gibt verschiedene Sicherheitstechnologien, die Markenprodukte entlang der gesamten Lieferkette schützen. Für einen effektiven Fälschungs- und Manipulationsschutz müssen die eingesetzten Sicherheitslösungen folgende Kennzeichen aufweisen:

  • -Einzigartig, erklärbar und einfach zu prüfen: Zum Schutz wertvoller Marken empfehlen sich Sicherheitsetiketten, die Produkt oder Verpackung mit einem pro Stück individuellen und einzigartigen Sicherheitsmerkmal ausstatten. Sind die Identität des Produktes und seines Kennzeichens in einer Datenbank hinterlegt, können Verbraucher das Sicherheitsetikett mit dem Smartphone scannen. Mit einem Klick wird Kunden verständlich erklärt, wie sie Original und Fälschung unterscheiden können. Bewährt hat sich eine Kombination aus offenen und verdeckten Merkmalen, also Kennzeichen, die für Verbraucher und Zollbeamte mit dem bloßen Auge sichtbar sind, plus solchen, die nur Handelspartner und Ermittler mit technischen Hilfsmitteln erkennen.
  • -Proprietär: Die Sicherheitstechnologie sollte vom Anbieter selbst entwickelt und nicht frei im Markt verfügbar sein. Einfache Präge-Hologramme und bedruckbare Papieretiketten werden zu oft kopiert. Markeninhaber sollten Kennzeichnungen auswählen, die Laserdruck und holografische Merkmale einzigartig und fälschungssicher kombinieren.
  • -Entlang der Lieferkette geschützt: Damit wertvolle Produkte auch auf weltweiten Vertriebswegen vor Manipulationen geschützt sind, sichern moderne Markenschutz-Technologien die Rückverfolgbarkeit vom Hersteller zum Kunden. Mit einer Track-and-Trace-Funktion lassen sich auch branchenspezifische Kodierungen verknüpfen, etwa der von Automobil-Ersatzteileherstellern verwendete MAPP-Code, was auf globalen Transportwegen für eine höhere Transparenz sorgt.
  • -Täuschungssicher versiegelt: Zum Schutz vor Diebstahl und Wiederverwendung von Original-Verpackungen durch Fälscher eignet sich zudem eine Versiegelung der Produktpackungen. Diese Maßnahme empfiehlt sich besonders für Medikamente, Unterhaltungselektronik sowie Weine und Spirituosen, deren Packungen in großen Mengen entsorgt werden. Hier besteht die Gefahr, dass sie von Produktfälschern wiederverwendet werden. Diesen Missbrauch verhindern Hersteller, indem sie die Verpackung mittels Siegel verschließen, das bei der Erstöffnung sichtbar einen Hinweis „geöffnet“ in mehreren Sprachen hinterlässt.
  • -Alle Schutzmaßnahmen bündeln: Am besten greifen die beschriebenen Technologien innerhalb eines umfassenden, integrierten Markenschutzprogramms. Eine detaillierte Analyse des Unternehmensumfeldes und Beratung durch Experten ist sinnvoll, um ein maßgeschneidertes und effektives Sicherheits- und Kommunikationskonzept zu entwickeln.

Dass sich diese Maßnahmen lohnen, hat tesa scribos mit eigenen Untersuchungen belegt: Gezielte Sicherheitsmaßnahmen reduzieren Produktfälschungsquoten in verschiedenen Fällen von 50 auf zehn Prozent, teilweise sogar von 30 Prozent auf null Prozent. Fälschungsschutz und Öffnungsnachweise realisieren so Einsparungen in Millionenhöhe. 

Autor: Volker Hahn ist seit mehr als einem Jahrzehnt im Bereich Produkt- und Markenschutz bei tesa scribos tätig. Bevor er seine jetzige Position als International Marketing Director übernommen hat, arbeitete Hahn seit 2004 als International Key Account Manager und Sicherheitsberater eng mit weltweit tätigen Markenherstellern zusammen. Er hat zahlreiche Konzepte zum Fälschungs- und Graumarktschutz auf globaler Ebene konzipiert und umgesetzt. Seit seinem Einstieg als Market Manager Central Europe für Packaging & Security Sealing-Produkte bei der tesa AG im Jahr 2001 hat der Betriebswirt vielfältige Diebstahlschutz-Konzepte für die Lieferketten vieler bekannter Marken entwickelt und initiiert.

 

Dieser Beitrag erschien erstmals im e-commerce Magazin 03/2015 im Schwerpunkt Produktpiraterie

 

 

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