„Individuelle Lösungen und zufriedene Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg.“

ECM: Sie setzen auf Standards bei der Verpackung. Was kann sich ein Onlinehändler darunter konkret vorstellen?

Marc Rapp: Dank Standards lassen sich im Fulfillment ganz erheblich Kosten einsparen. So wird es mit Luftpolster-Systemen möglich, den Bedarf an unterschiedlichen Kartonagen zu minimieren. Das wiederum hilft, Zeit, Lagerkapazitäten und vor allem Geld einzusparen. Für den Siegeszug des Luftpolsters hat Flöter echte Pionierarbeit geleistet. Schließlich haben wir bereits in den 1990er-Jahren erkannt, dass sich mit der modernen Logistik auch die Ansprüche an die Verpackung von Grund auf verändern und dass den Luftpolster-Verpackungen die Zukunft gehört. Seither begleiten wir unsere Kunden mit stetig neuen Entwicklungen, die es ihnen ermöglichen, aus einer einzigartigen Vielfalt an Maschinen- sowie Folien- und Packplatzsystemen zu wählen.

Ecm: Worin bestehen die größten Herausforderungen beim Verpacken von Waren? Was sind die häufigsten Fehler, die Onlinehändler hier machen?

Marc Rapp: Keine Verpackungsanforderung ist wie die andere. Das gilt gerade im Onlinehandel, der in seinem Warenangebot heute das gesamte Spektrum des Einzelhandels abbildet. So individuell die Handelsprodukte sind, so seriell sind die Qualitätsanforderungen an die Verpackung. Das Produkt soll maximal geschützt sein, ohne unnötig an Gewicht zuzulegen. Sprich: Der Kostenfaktor Verpackung soll buchstäblich nicht weiter ins Gewicht fallen – in Hinblick auf das Material, aber auch auf den Verpackungsprozess. Hier haben viele Onlinehändler noch Nachholbedarf, weil sie entweder nur die Kosten oder nur ihre Waren im Blick behalten. Wir von Flöter sorgen deshalb dafür, dass auch qualitätsbewusster Onlinehandel ein rentables Geschäft bleibt – und zwar ganz gleich, womit gehandelt wird. Die Stichworte lauten kosten- und ressourcensparende Folien sowie Paketdurchsatz und Automatisierungsgrad. Unterm Strich entscheidet die optimale Konfektionierung. Die ist für ein Handelsgut erst dann gegeben, wenn das Verhältnis von Produktschutz zu Materialbedarf für die Verpackung ideal austariert ist. Die Kunst besteht also darin, mit möglichst geringem Material- und Platzaufwand ein Höchstmaß an Versandsicherheit zu erzielen. Wer sich hier mit halben Lösungen zufrieden gibt, bezahlt am Ende doppelt: Weil die Kosten für Reklamationen steigen und infolgedessen die Kunden ausbleiben.

Ecm: Welche Unterschiede gibt es beim Verpacken unterschiedlicher Arten von Gegenständen – etwa solchen aus Metall oder Stoff oder anderen?

Marc Rapp: Jedes Material stellt sowohl an den Verpackungsprozess als auch an den Packstoff ganz spezifische Anforderungen. Es versteht sich von selbst, dass verformbare oder gar zerbrechliche Produkte weit aufwendigeren Schutz erfordern als solche aus Stoff. Darum lassen sich die Flöter-Systeme maßgeschneidert zusammenstellen, um – bedarfsgerecht – Kissen oder Matten zu produzieren. Die Luftpolster-Systeme von Flöter eignen sich für jede Verpackungsaufgabe; zudem lassen sie sich in alle bestehenden Packplatz-Stationen integrieren und jederzeit weiter ausbauen – ganz gleich, ob man nur eine oder mehr als 30 verschiedene Verpackungsstellen besetzen will. Übrigens: Auch Metallteile wie Regale, Leitern, Möbel oder andere empfindliche Industriegegenstände lassen sich durch die Wahl der richtigen Folientypen mit Luftpolstern effektiv schützen – und die Bruchraten gegen Null drücken. Während es nämlich etwa bei Bekleidung eher auf den hohen Auspackwert ankommt oder allenfalls noch auf das Fixieren im Karton, geht es bei schweren und oft teuren Gegenständen viel häufiger darum, den Transport mit Paketdiensten überhaupt erst zu ermöglichen.

Ecm: Worauf sollten Händler in Sachen Verpackungsmaterial besonders achten? Bieten Sie Händlern auch Beratung an, wenn es um Verpackungsstationen geht?

Marc Rapp: Beim Onlinehandel muss jede Verpackung zugleich produkt- und versandgerecht sein. Im Fokus stehen sowohl das Packmaterial als auch der Verpackungsprozess selbst. Was das in aller Konsequenz bedeutet, darüber sind sich viele Onlinehändler nicht wirklich im Klaren. Während nämlich der stationäre Handel die Verpackung völlig zurecht als Teil des Produkts begreift, sehen es viele Onlinehändler nach wie vor eher als notwendiges Übel an. Daraus resultieren oft Folgeprobleme, die einer mangelnden Materialqualität geschuldet sind und darum sehr häufig Zusatzkosten verursachen. Deshalb kann ich jedem, der im Onlinehandel tätig ist, nur empfehlen, auf die Qualität und Zuverlässigkeit des Verpackungsmaterials zu achten. Und auf Einfachheit! Leichte, dünne Folien sind einfacher zu verarbeiten als schweres, sperriges Material. Wer das beherzigt, wird sehr wahrscheinlich am Ende erfolgreicher sein. Der erste Schritt ist, die Situation von Anfang an genau zu analysieren. Darum schließt die Betreuung durch Flöter immer auch eine umfassende Beratung ein – vor Ort und in unserem Vorführzentrum. Dabei werden die Verpackungsstationen entsprechend dem  Anforderungstableau genau konfiguriert. Richtig getaktet, läuft der Verpackungsprozess nicht nur zuverlässig, sondern auch enorm beschleunigt – ohne vermeidbare Wartezeiten. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten im Flöter System Vorratsspeicher-Silos. Ihnen werden die einsatzbereiten Luftpolster direkt zugeführt, um von dort mehrere Packplätze gleichzeitig zu bedienen. Das Ergebnis ist ein kostenoptimierter Durchsatz, weil immer genug Luftpolster zur Verfügung stehen.

Ecm: Was unterscheidet Flöter von seinen Mitbewerbern?

Marc Rapp: Wir betrachten die Packsituation beim Kunden immer ganzheitlich. Das setzt voraus, dass man genau versteht, wie sein Verpackungsprozess idealerweise auszusehen hat und welche Materialien zum Einsatz kommen müssen. Alles beginnt damit, die richtigen Fragen zu stellen. Welche Art von Produkten wird versandt? Welche spezifischen Schutzanforderungen gibt es? Von welchen Warenumschlag-Mengen ist auszugehen? Egal, ob ein Onlinehändler nur eine oder mehr als 30 verschiedene Verpackungsstellen besetzen will – die Flöter Luftpolster-Systeme lassen sich in alle bestehenden Packplatz-Stationen integrieren und jederzeit weiter ausbauen. Dazu bieten wir das gesamte Spektrum an Luftpolstermaschinen: Sie sind einfach zu bedienen, wartungsarm, robust und zuverlässig. Zudem erlauben es unsere großen Maschinen, auch Versendern von schweren oder komplexen Gütern am E-Commerce-Markt teilzunehmen.

Ecm: Welche drei Tipps würden Sie Onlinehändlern unbedingt mit auf den Weg geben?

Marc Rapp: Erstens: Entscheiden Sie sich für Lösungen, die auf die komplexen Anforderungen des Versandhandels und speziell auf seine logistischen Herausforderungen schnell, flexibel und kostenbewusst reagieren können. Dafür hat Flöter die AirBoy-Serie mit Integrationsoption entwickelt. Diese flinken Helfer sind vielfach einsetzbar, lassen sich problemlos in bestehende Abläufe integrieren und jederzeit zu Automatisierungen ausbauen. Die AirBoy-Systeme sind unkompliziert und passen sich Ihren Bedürfnissen 1:1 an. Je nach Bedarf verarbeiten sie bei hoher Fertigungsgeschwindigkeit Folienbahnen in Kette oder Matte. Und sie sind wahre Raumwunder, weil sie leicht sind und wenig Platz in Anspruch nehmen. Der Platz beim Fulfillment ist bekanntlich ja immer Mangelware. Hier können unsere Überkopfeinheiten in Verbindung mit dem Luftpolster-Prinzip besonders punkten. Für 1 Kubikmeter Polster benötigt man gerade mal 0,6 Kilogramm unserer recyclingfähigen Folie: Aus einer Palette machen wir also 800 Kubikmeter.

Zweitens: Nur zufriedene Mitarbeiter bringen Ihr Business wirklich weiter. Darum verstehen wir uns bei Flöter europaweit als Vorreiter in Sachen „Zufriedenheit am Packplatz“. Wir bauen Maschinen, wie sie sich die Mitarbeiter im Onlinehandel wünschen. Technische Lösungen, die den Verpackungsprozess – dank intuitiver Bedienung – konsequent vereinfachen. Ohne großen Lernaufwand. Die AirBoy-Systeme von Flöter sind der ideale Partner im Team und widerspiegeln unser Verständnis von „mitdenkenden Verpackungslösungen“. Flöter Systeme folgen dem menschlichen Arbeitsprozess und helfen dank Rollenwechsel, in Sekunden den Workflow weiter zu optimieren. Dabei verfügen die Maschinen schon in der ersten Ausbaustufe über Sensoren, die selbstständig messen, wann Füllmaterial nachproduziert werden muss.

Drittens: Punkten Sie mit Ökologie! Mit den innovativen Luftpolstersystemen von Flöter landen Onlinehändler auch hier einen Volltreffer. Denn wir tragen zur Reduzierung des Energiebedarfs, des Rohstoffaufwands und der Lärmbelastung bei und geben so den Mitarbeitern schon beim Verpacken das Gefühl, etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Schließlich verzeichnen Luftpolster mit einem Anteil von 99,5 Prozent Luft am Verpackungsmaterial auch in der Entsorgung eine deutlich bessere Bilanz als manch vermeintlich ökologischeres Stopfmaterial. Und last but not least: Achten Sie immer auf die Folgekosten, denn es sind nicht die Maschinen, sondern die Verbrauchsmaterialien, in denen später die Kosten für jedes Paket stecken.   

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