Worauf es bei einer Shop-Plattform ankommt

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 Zu den Kernanforderungen an eine Shop-Plattform gehören Performance und Stabilität, um Wachstum, Investitionssicherheit und auch saisonale Spitzen abfangen zu können. Wenn etwa im Weihnachtsgeschäft zahlreiche kaufwillige Menschen den Shop ansteuern, und er diesem Ansturm nicht standhält, wäre das zweifelllos der Super-GAU. Und das liegt nicht immer nur an zu geringen Bandbreiten oder schwachen Servern, sondern kann auch in Flaschenhälsen der Anwendung selbst begründet sein. Darüber hinaus sollte eine Shop-Plattform grundsätzlich in der Lage sein, auch ein komplexes und heterogenes Produktsortiment mit unterschiedlichsten Produkt-Varianten abzubilden und den Betreibern eine einfach benutzbare Administrationsoberfläche bieten.

Das „Age of Me“ erhöht die Anforderungen

Das immer stärker aufkommende „Age of Me“, in dem die Menschen immer selbstverständlicher erwarten, unabhängig von Standort und Endgerät online einkaufen zu können und dabei individuell angesprochen zu werden, stellt einige weitere Anforderungen an eine Omni-Channel-Plattform dar. Sie sollte eine responsive Frontend-Umsetzung mitbringen, sämtliche Kanäle abbilden und kundenspezifische Empfehlungen ermöglichen. Bietet sie darüber hinaus umfassende Analytics-Möglichkeiten, können die Unternehmen ihre Kunden immer besser kennenlernen und sie damit noch gezielter bedienen. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die individuelle Ansprache ist die Integration relevanter Drittsysteme. Eine Shop-Plattform sollte Payment-Provider, ERP- und CRM-System, Marktplätze wie eBay oder Amazon und Marketing-

Lösungen mit Verknüpfung zu Rabatt-Systemen und Onsite-Werbeformen anbinden können.
Um möglichst schnell startklar zu sein, bringt die Plattform außerdem idealerweise prototypische Standard-Implementierungen mit und verfügt gleichzeitig über eine offene Architektur, die eine einfache Abbildung spezifischer Anforderungen ermöglicht. Aber nicht nur die Software selbst, auch seinen Anbieter sollten Unternehmen genau unter die Lupe nehmen. Er sollte die Plattform kontinuierlich weiterentwickeln und eine klare, zukunftsfähige Roadmap vorweisen können.

Seit vielen Jahren gut am Markt positioniert

Ein Beispiel für eine Omnichannel-Commerce-Lösung , die diese Kriterien in einem ausgesprochen guten Maß vereint, ist SAP Hybris. Das System ist seit vielen Jahren sehr gut am Markt positioniert und verfügt über einen zukunftsweisenden Technologie-Stack. Die branchenspezifischen Templates – die so genannten Accelerators – sorgen für kurze Implementierungszeiten und mit der neuesten Version 6 des Systems wurde die Administration noch einmal deutlich verbessert. Durch das seit der Übernahme durch SAP immer stärkere Zusammenwachsen beider Unternehmen profitiert das System außerdem vom Branchenprimus und wird noch um viele Features ergänzt, so dass ein umfassendes, integriertes Portfolio entsteht.

 

 

Eine Einschränkung muss man allerdings machen: SAP Hybris ist eine Lösung für Unternehmen, die Marketing, E-Commerce und CRM eine strategische Bedeutung beimessen – und auch bereit sind, entsprechend zu investieren. Für Unternehmen, die zunächst klein starten und dann wachsen möchten, ist sie nur bedingt geeignet, da sie trotz der Accelerators noch relativ hohe Anfangsinvestitionen voraussetzt.


Autor:  Boris Bohn verantwortet als Niederlassungsleiter den Auf- und Ausbau des Arithnea-Standortes in Frankfurt. Zu den Kunden, die das Frankfurter Digital-Business-Team betreut,  zählen unter anderem Fressnapf Tiernahrung und Infraserv Höchst. Nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik und der Erlangung eines MBA in den USA, konnte Boris Bohn mehr als 18 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Beratungshäusern und Internet-Agenturen, teils  auch mit leitender Funktion, sammeln. Seit 2013 bereichert er nun den Digital-Business-Spezialisten Arithnea mit seiner Expertise im Digital Business und fundierten Erfahrung im E-Commerce.

(jm)

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