Fast die Hälfte der Deutschen kauft lieber online ein - Aktuelle Studie zu Einkaufspräferenzen

Auch in diesem Herbst veröffentlichen der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und die Creditreform Boniversum (Boniversum) aktuelle Zahlen zu Einkaufspräferenzen im Online- und Versandhandel. Das vierte Jahr in Folge gibt die Untersuchung detailliert Auskunft darüber, wo Verbraucher am liebsten einkaufen. Die Ergebnisse basieren auf einer bundesweiten repräsentativen Online-Umfrage bei Personen zwischen 18 und 69 Jahren.

 Vier von zehn aller Einkäufe werden lieber im Onlinehandel getätigt

 Der Trend der letzten Jahre setzt sich fort: Gut 40 Prozent der Verbraucher kaufen bevorzugt online ein. Das entspricht einer Steigerung von 1,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Auch mit Blick auf die Produktbereiche zeigen sich stabile Tendenzen. So kaufen Kunden vor allem technik- und unterhaltungsaffine Waren am liebsten im Internet, wenn auch mit einem leichten Rückgang (2013: 61 Prozent, 2014: 58,1 Prozent). Waren des persönlichen Bedarfs wie Medikamente, Schmuck und Uhren werden zwar nach wie vor eher im Stationärhandel gekauft, ein klarer Rückgang dieser Präferenz ist jedoch weiterhin zu beobachten (2013: 69 Prozent, 2014: 62,9 Prozent).

 Die beliebtesten Warengruppen im Distanz- und Einzelhandel

 Die Liste der am liebsten online gekauften Warengruppen führen Bücher an, die in diesem Jahr erstmals separat abgefragt wurden. Nach Unterhaltungselektronik und Computerzubehör folgen Gutscheine. Aber auch die untere Hälfte der Rangliste ist interessant: Hier stehen Warengruppen wie Möbel und Heimwerkerbedarf, die zwar aktuell noch einen geringen Anteil des E-Commerce-Volumens ausmachen, sich aber wachsender Beliebtheit erfreuen und großes Potential bergen. Lebensmittel haben nach wie vor die Spitzenstellung bei den Einkaufspräferenzen im klassischen Einzelhandel inne. Die logistischen und technologischen Entwicklungen versprechen für die nächsten Jahre hier allerdings eine spannende Entwicklung.

„Diese Zahlen bestätigen, dass sich vor allem ein Blick auf die bisher noch wenig im E-Commerce etablierten Produktgruppen lohnt. Möbel und DIY-Artikel, aber auch Lebensmittel, werden in den kommenden Monaten und Jahren der Branche wichtige Impulse verschaffen“, so Martin Groß-Albenhausen, Referent für E-Commerce und Marketing beim bevh.

 Kundenprofil: Präferenzmuster gleichen sich an

 Auch die Betrachtung nach soziodemografischen Gesichtspunkten belegt eine stabile Entwicklung. Männer und jüngere Menschen sind zwar nach wie vor diejenigen, die den Online-Einkauf am stärksten präferieren, aber die Unterschiede verschwimmen zunehmend. So bevorzugen laut der Untersuchung 39 Prozent der Frauen und 42,3 Prozent der Männer den Einkauf übers Internet. Die Analyse nach Altersgruppen zeigt unter anderem die stärksten Zuwächse bei der ältesten (über 60 Jahre) und jüngsten Altersgruppe (bis 29 Jahre). Onlineshopping ist also in immer stärkerem Maße in allen Bevölkerungsschichten etabliert. „Der Online-Einkauf wird immer selbstverständlicher. Inzwischen haben auch die älteren Generationen das Online-Shopping für sich entdeckt. Wir empfehlen daher Händlern, auch beim Angebot der Zahlarten diese Zielgruppe zu berücksichtigen und generell eine möglichst große Auswahl an Zahlmethoden im Shop zur Verfügung zu stellen“, so Ralf Zirbes, Geschäftsführer von Boniversum. 

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