Forschungszentrum Künstliche Intelligenz zeigt die intelligente Fabrik

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zeigt auf der Hannover Messe mit der SmartFactoryKL in Halle 8, Stand D20 eine komplette Produktionslinie, die Kernthemen der 4. Industriellen Revolution Industrie 4.0 in die Praxis umsetzt. Neue Konzepte und Technologien der Kommunikation zwischen Produkt, Maschine, Anlage und Bediener ermöglichen eine optimierte und effiziente Produktion und schonen Ressourcen.

Intelligente Objekte und eingebettete Systeme lassen starre Fabrikstraßen zu modularen und flexiblen Systemen werden, wobei Produkte ihren Fabrikationsprozess selbst steuern und ihre eigene Qualitätskontrolle übernehmen. Die Interaktion zwischen Bediener und Produktionslinie wird über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet-PCs möglich. Dabei steht der Mensch im Zentrum und erhält durch intelligente Ausbildungs- und Assistenzsysteme Unterstützung. Höchste Priorität genießt die Datensicherheit in der Steuerungstechnik sowie in der Prozess- und Fertigungsautomation.

In Halle 8 demonstrieren Wissenschaftler und Techniker des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) die SmartFactoryKL als zentrales Exponat des Forums Industrial IT. Die Produktionsanlage  zeigt die maßgeblich zukunftsweisenden Paradigmen wie Smart Product (Intelligentes Produkt), Smart Machine (Intelligente Maschine) und Augmented Operator (Assistierter Bediener).

Das Paradigma des intelligenten Produkts beschreibt die neue Rolle der zu fertigenden Produkte als aktive Systemkomponenten, die durch die Ausstattung mit digitalen Produktgedächtnissen Wissen über den Produktionsauftrag mit sich tragen und ihren Produktionsprozess selbst steuern. Durch intelligente Maschinen werden Produktionsmittel zu Cyber-Physischen Systemen (CPS),  autonomen Elementen mit lokaler Steuerungsintelligenz, die über offene Netze und semantische Beschreibungen in einem Automatisierungsnetzwerk mit anderen Maschinen, Produkten und Anlagen kommunizieren. Sie sind verteilte, intelligente Objekte, die miteinander über Internettechnologien vernetzt sind. Im Bereich der Produktionstechnik werden sie auch als Cyber-Physische Produktionssysteme (CPPS) bezeichnet. Das Paradigma des assistierten Bedieners stellt schließlich den Menschen im Zentrum der Fabrik dar, der durch kontextsensitive Informationsbereitstellung und Augmented Reality unterstützt wird, um die steigende technische Komplexität optimal zu beherrschen.Die modular aufgebaute Anlage führt die neuesten Informations- und Kommunikationstechnologien zusammen und zeigt exemplarisch die flexible und dabei effiziente Produktion individueller Produktvarianten. „Als Pionier auf dem Gebiet der innovativen Fabriktechnologien treiben wir die Entwicklung der mittlerweile in der Produktion allgegenwärtigen 4. Industriellen Revolution seit Jahren voran. Mit unseren Partnern haben wir bereits Lösungen praktisch umgesetzt. Als führende Entwicklungsplattform gilt es nun, Industrie 4.0 in engem Austausch mit der Industrie weiter in die Praxis zu bringen. Auf der kommenden HANNOVER MESSE wollen wir zeigen, dass die Kernaspekte schon heute umsetzbar sind“, sagt Prof. Detlef Zühlke, Vorstandsvorsitzender und Initiator der SmartFactoryKL und Forschungsbereichsleiter für Innovative Fabriksysteme am DFKI.

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