Geklickt, gekauft, zurückgeschickt: Wie sich kostenintensive Retouren im Online-Handel verringern lassen

In Zeiten, in denen sich immer mehr Online-Shops ihren Platz im umkämpften E-Commerce-Markt sichern wollen, sind Rücksendungen – insbesondere in der Fashion-Branche – unvermeidbar. Konsumenten erwarten mittlerweile einen schnellen, einfachen und darüber hinaus kostenlosen Rücksendeprozess. „Dass im Online-Handel generell mehr umgetauscht wird als in den physischen Geschäften liegt zunächst in der Natur der Sache. Kunden können die Ware nicht fühlen oder Kleidung anprobieren – daher werden oft auch mehrere Größen gleichzeitig bestellt“, erklärt Eric Abensur, CEO bei Venda. „Allerdings ist es möglich, die Menge der Rücksendungen mit wenigen, aber klugen Tricks einzudämmen.“

1. Unkompliziert punkten     

Betreiber von Online-Shops sollten ihren Return-Prozess so unkompliziert wie möglich gestalten. Rücksendungen sollten im besten Fall kostenlos erfolgen und dem Kunden so wenig Aufwand wie möglich bereiten. Ein beigelegtes Formular, in dem Konsumenten den Grund ihres Umtausches bequem ankreuzen können erleichtert nicht nur den Vorgang, sondern liefert auch wichtige Informationen zu den Produkten, beispielsweise ob Schuhe größer als durchschnittlich ausfallen. Generell gilt: Kundenfreundliche Rücksendeprozesse sind kein Service-Zusatz sondern zentraler Bestandteil, um die Kundenbindung zu erhöhen und sich langfristig erfolgreich am Markt zu etablieren.

2. Hand in Hand mit den Kunden 

Eine innovative Technologie ist das Schlüssel-Element, um Online-Handel gewinnbringend umzusetzen. Allerdings gelingt es Betreibern von Web-Shops oft nicht, daraus effizient Kapital zu schlagen. Da Konsumenten nicht physisch mit den Produkten interagieren können, müssen Online Shops die Ware so realitätsgereu wie nur möglich darstellen. Augmented Reality, 360-Grad-Ansichten, Zoom, Videos und ausführliches Bildmaterial sind dabei nützliche Werkzeuge, um Käufern eine optimale Produktbeschreibung zur Verfügung zu stellen – je ausführlicher die Informationen desto geringer fällt die Rücksendungsquote aus.

3. Aus Informationen lernen 

Aus Bestelldaten können Händler bereits diverse nützliche Informationen zum Kaufverhalten und etwaigen Rücksendungen ziehen. Hier gilt es, zwischen Online- als auch Offline-Erfahrungen der User unterscheiden zu können. Nutzen Einzelhändler das zur Verfügung stehende statistische Datenmaterial, können sie bessere Prognosen darüber treffen, wann und in welchem Umfang Rücksendungen zu erwarten sind. Ein Beispiel aus der Praxis: Bestellt ein Kunde zwei unterschiedliche Größen desselben Produkts, liegt es nahe, dass eines davon mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückgeschickt wird. Mit Informationen wie diesen sind Händler in der Lage, ihr Retouren-Management zu verbessern, Nachfragen effizienter zu verwalten und Lagerbestände optimal anzupassen.

„Erfahrungen mit unserer E-Commerce-Plattform zeigen, dass Einzelhändler, die ihren Online-Auftritt entlang der drei genannten Kernempfehlungen angepasst haben und die Möglichkeiten interaktiver Technologien nutzen, ihre Rücklaufquoten signifikant reduzieren konnten – in einem Fall sogar um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“, resümiert Abensur. „Online-Handel ohne Retouren wird es de facto nicht geben. Allerdings lässt sich die Rücklaufquote mit einigen Handgriffen deutlich reduzieren.“

Mehr Infos unter www.venda.com 

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