Google Update: Positive Auswirkungen auf App Advertising

Denn es wird nicht nur die „Mobilfähigkeit“ einer Webseite zu einem entscheidenen Ranking-Faktor, auch Inhalte von bereits heruntergeladenen Apps können Nutzern künftig bei der Suche angezeigt werden. Die Voraussetzung dafür ist, dass sie über einen Mobile Deep Link abrufbar sind. 

Was sind Mobile Deep Links

Genauso wie URLs die Adresse einer Webseite darstellen, dienen die URIs (Uniform Resource Identifier) als Adresse für Unterseiten in einer App. In der Praxis sind die meisten Apps jedoch noch nicht Deep Link-fähig. Während Hyperlinks ein integraler Bestandteil des World Wide Web sind, besteht das mobile App-Ökosystem bislang überwiegend aus unabhängigen, unvernetzten Einheiten.

 Mobile Deep Links bekommen Rückenwind

Durch die Entscheidung von Google nimmt die Entwicklung von Mobile Deep Links an Fahrt auf. Die weitere Etablierung ist sowohl aus Nutzersicht als auch von Seiten der App-Anbieter absolut wünschenswert. „Mobile Deep Links sind heute mehr denn je der entscheidende Erfolgsfaktor sowohl im App Advertising als auch im Bereich Mobile SEO. Und das ist gut so, da diese auch einen entscheidenden Beitrag zu einem bestmöglichen Mobile-Erlebnis des Nutzers leisten. Für App Marketer ist es unverzichtbar, die Mechanismen eines verlinkten App-Ökosystems zu verstehen und anzuwenden – schlicht um eine App zielgerichtet und erfolgreich vermarkten zu können“, so Heiko Genzlinger (im Bild), CEO von Trademob. Auch der Link-Kürzungsdienst bit.ly gab jüngst bekannt, seinen Dienst um ein intelligentes Mobile Deep Linking zu erweitern, mit dem der Nutzer unabhängig von Betriebssystem und Gerätehersteller ohne Umwege zum relevanten Inhalt gelangt. Darüber können User spezifische App-Inhalte leichter über ihre Social Media Accounts teilen.

 Bedeutung für das App Advertising

Mobile Deep Links kommt eine besondere Bedeutung im App Advertising zu. Ohne die Möglichkeit, gezielt Unterseiten anzusteuern, kann ein Werbebanner nur zum Download oder auf die Startseite einer App verweisen. Klickt ein Nutzer auf einen Banner mit seinen Lieblingsschuhen, wird dann aber nur ins Hauptmenü der Shopping App anstatt zum spezifischen Angebot geleitet, ist die Nutzererfahrung negativ. „Vor allem beim In-App Retargeting kommt es darauf an, dass Unterseiten einer App einzeln ansteuerbar sind. Um einen Nutzer zielgerichtet zu einem bestimmten Angebot in der App zurückzuführen, muss die App Mobile Deep Linking ermöglichen. Viele Apps, darunter sogar jene großer M-Commerce-Anbieter, arbeiten bislang noch nicht mit Mobile Deep Links. Spätestens mit dem Google-Update ist es allerhöchste Zeit, ihre App aufzurüsten“, so Heiko Genzlinger.

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