Inkasso Stichtag 31. Dezember – Offene Forderungen rechtzeitig absichern!

Nur, wenn eine offene Forderung tituliert wird, ist sie umfassend abgesichert und verjährt nicht. Wer den Einstieg ins gerichtliche Mahnverfahren verschläft, bleibt schlimmstenfalls auf seiner unbezahlten Forderung sitzen und hat keine Handhabe gegen den Schuldner mehr. Betroffene Gläubiger sollten daher schnellstmöglich einen Antrag auf Mahnbescheid stellen.

Stichtag ist der 31. Dezember 2014. Sämtliche Forderungen, die aus dem Jahre 2011 stammen, werden dann drei Jahre alt. Das bedeutet, sie verjähren und werden mit dem Jahreswechsel gegenstandslos. Die offene Forderung lässt sich dann nicht mehr durchsetzen und Gläubiger können ihren Schaden nicht mehr ausgleichen. Die einzige Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist die Absicherung offener Forderungen über den Eintritt ins gerichtliche Mahnverfahren. Dazu muss unbedingt ein Antrag auf Mahnbescheid beim zuständigen Mahngericht gestellt werden. „Ausschlaggebend für eine effektive Verjährungshemmung ist das Antragsdatum“, erklärt Inkassoexperte Alfons Winhart, Vorstand PNO Inkasso, „solange der Antrag rechtzeitig bei Gericht eingeht, steht dem ordentlichen gerichtlichen Mahnverfahren nichts entgegen. Ich empfehle jedoch, nicht bis zum Termin zu warten, da es manchmal Einwände durch das Mahngericht gibt, die noch bearbeitet werden müssen.“ Wenn die Zeit für ein professionelles Monierungsmanagement – so der Fachbegriff - fehle, könnten auch kleine Fehler im Mahnantrag zu dessen Nichtigkeit führen. „Erfahrungsgemäß kommt es manchmal zu Flüchtigkeitsfehlern, etwa einer falschen Firmierung oder Ungenauigkeiten bei der Berechnung des Forderungsbetrages“, berichtet Winhart aus der Mahnpraxis.

Über den Antrag auf Mahnbescheid wird das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet. Es ist auf die Erwirkung eines sogenannten Titels gerichtet, der dann ganze 30 Jahre lang gültig ist. Damit haben Gläubiger ein effektives Mittel, um ihre Forderungen auch langfristig gegen zahlungsunwillige Schuldner durchzusetzen.

Damit Gläubiger erst gar nicht in Gefahr geraten, dass ihre offenen Forderungen verjähren, lohnt die frühzeitige Zusammenarbeit mit einem Inkassobüro. Moderne Dienstleister im Forderungsmanagement treten im sogenannten Mediativinkasso als neutrale Vermittlungsinstanz an die Schuldner heran und engagieren sich für die Erarbeitung einer geeigneten Zahlungslösung. „Dadurch wird die Geschäftsbeziehung zwischen Gläubiger und Schuldner nicht noch weiter strapaziert und die Parteien können sich noch in die Augen schauen“, erklärt Winhart das Forderungskonzept.

Zudem ist mit dem rechtzeitigen Einschalten eines Inkassodienstleisters auch das Verjährungsrisiko gebannt, weil alle wichtigen Fristen durch den Forderungspartner überwacht und eingehalten werden. Die Einleitung und Durchführung des gerichtlichen Mahnverfahrens werden dann effektiv über den vertrauensvollen Dienstleister abgewickelt und Gläubiger werden entlastet. Außerdem kann die zeitnahe Zusammenarbeit mit einem Dienstleister im Forderungsmanagement schon zu einer Zahlungsvereinbarung führen, bevor das gerichtliche Mahnverfahren notwendig wird. Dadurch lassen sich die Kosten für einen „Mahnantrag in letzter Sekunde“ zum Jahresende von vornherein einsparen und Schuldner wie Gläubiger werden entlastet.

Die PNO Inkasso  mit Sitz im niederbayerischen Deggendorf besteht seit 2008 und beschäftigt aktuell 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Leistungsspektrum des Unternehmens erstreckt sich von der Durchführung und Abwicklung von Inkassofällen über die Betreuung gerichtlicher Mahnverfahren bis zur Durchsetzung der Gläubigeransprüche in nachgerichtlicher Bearbeitung und Langzeitüberwachung. Im Fokus stehen dabei immer der Gläubiger sowie der Schutz der Geschäftsbeziehungen im Mediativinkasso.

RSS Feed

Neuen Kommentar schreiben

Entdecken Sie die Printmagazine des WIN-Verlags