Internet der Dinge: Verbraucher wünschen sich durch vernetzte Produkte Kostenersparnis und Sicherheit

Der Einfluss der Kostenersparnis zeigt sich beispielsweise in der Möglichkeit, über eine Smart-Home Heizung die Raumtemperatur automatisch zu regeln. 71 Prozent finden dieses Produkt ansprechend. Beim Thema Sicherheit finden die Befragten an automatisch schließenden Fenstern und Türen bei einer leeren Wohnung (71 Prozent) gefallen. Auf der anderen Seite zeigt sich eine gewisse Sorge vor einem Kontrollverlust. Wenn es nicht nur um die Schließung einer Wohnungstür geht, sondern um die automatische Öffnung, sobald davor eine befugte Person per Gesichtserkennung erkannt wird (ansprechend für nur 54 Prozent), erhöht sich die Skepsis. Ebenso wird die eigenständige Nachbestellung von Lebensmitteln durch den Kühlschrank (32 Prozent) nicht so positiv aufgenommen wie eine automatische Warnung, wenn Lebensmittel kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen (64 Prozent). Auch ein autonomes Bremsen bei Gefahr stellt einen höheren Nutzen für den Einzelnen dar (80 Prozent) als das autonome Lenken eines Fahrzeugs (36 Prozent).

Bei den unterschiedlichen Produktinnovationen sehen die befragten Internetnutzer nicht nur branchenklassische Unternehmen vorn. So trauen sie beispielsweise beim Thema automatische Heizungssteuerung nicht nur Unternehmen wie Vaillant oder Viessmann solche Innovationen zu, sondern auch Samsung oder Apple. Bei autonomen Fahrzeugen ist es neben Mercedes-Benz, BMW und Audi auch Google, denen in diesem Bereich eine hohe Expertise zugesprochen wird.

„Wie die Studienergebnisse zeigen, sollten die Dimensionen Kostenersparnis, Sicherheit und vor allem auch das Thema Bequemlichkeit von einem mit dem Internet vernetzten Produkt gewährleistet werden. Nur so wird es sich letztendlich nicht nur bei den Early Adoptern, sondern auch bei der breiten Bevölkerung durchsetzen“ sagt Holger Geißler, Vorstand bei YouGov.

Doch die Entwicklung von vernetzten Kaffeemaschinen, Autos und Co. mit Bezug zum Internet der Dinge ist laut den Studienergebnissen noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem die Produkte mehrheitsfähig wären. Es fehlt den Menschen oft noch am grundlegenden Verständnis. Die Zielgruppe ist aktuell der sogenannte Early Adopter anstelle der breiten Masse. Für sie ist das Internet der Dinge „eine gute Sache“ (88 Prozent gegenüber 65 Prozent aller Internetnutzer).

Dennoch: „Nicht nur, weil es unserer Art entspricht, alte Technik durch neue, einfachere, unterhaltsamere zu ersetzen: Sollten in zwanzig Jahren tatsächlich 8,1 Milliarden Menschen leben und die meisten davon in Städten, ist es eine Frage des schieren Überlebens, zumindest aber der Lebensqualität, das Internet der Dinge zu erschaffen“, sagt Harald A. Summa, Geschäftsführer eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.

Dies wird unter anderem in der Studie dadurch deutlich, dass man zukünftig nicht nur junge technikaffine Menschen für solche vernetzten Produkte begeistern kann, sondern auch alte und kranke Menschen, die mithilfe dieser Innovationen länger in ihren eigenen vier Wänden verweilen können. Das Internet der Dinge kann also eine breitere Masse und auch ganz neue Zielgruppen erreichen, sobald der Nutzen für den Einzelnen erkennbar ist.

Die Studie geht ebenso darauf ein, in welchen Lebensbereichen Menschen heute schon das „Internet der Dinge“ bewusst wahrnehmen und wo dieses Bewusstsein noch fehlt. Außerdem gibt die sie Aufschluss über Ängste, Barrieren, Wünsche und Treiber rund um das Thema Internet der Dinge.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie online.            

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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