Kommentar: Die Drohne kommt... geht (fliegt) das überhaupt?

Wir bewegen uns auch im Jahr 2016 noch zwischen Science Fiction und Realität. Die Forschung und Testst von großen Konzernen bzgl. Transport Drohnen ist seit einigen Jahren im vollen Gange. Wir können nur hoffen, das diese großen und bekannten Konzerne parallel auf zwei Ebenen agieren.

1. Heute versuchen pünktlich und schnell liefern, keine Liuft zu verschicken, Steuern bezahlen und Mitarbeiter ordentlich bezahlen und behandeln.
2. Die Zukunft mit der Belieferung durch Drohnen planen.

Von was sprechen wir überhaupt?

Drohnen sind achtmotorige Fluggeräte, können bis maximal 3 Kilo transportieren und haben eine Reichweite von maximal 20 km.  Wie hoch die Kosten für Transport Drohnen dann wirklich sein werden kann man heute nur schätzen. Professionelle Produkte dürften in Zukunft bei hohen vierstelligen Beträgen liegen. Für den Transport von Produkten sind die 3 kg. selten das Problem, problematisch ist die geringe Reichweite. Hinzu kommen die rechtlichen Fragen wegen der Themen Flugraum, Fluggenehmigungen. Luftraum, Pilotenschein etc.

Wenn wir bei einer Reichweite von 15-20 km im Prinzip ja nur Ballungsräume ansprechen, ist die aktuelle Rechtslage in Deutschland klar: Läuft nicht! Es gibt klare Gesetze zu Flugzonen insbesondere in und über Städten. Theoretisch müsste dann jeder einzelne Drohnenflug eine separate Genehmigung  von der zuständigen Behörde bekommen. Mal ganz davon abgesehen: In Deutschland gibt es für lange Strecken gar keine Zulassung für Drohnenflüge.
Konsumenten sind aufgeschlossen gegenüber einer Paketzustellung via Drohne, insbesondere die jungen potentiellen Kunden fänden das im Onlinr Handel „cool“.

Die Logistik Drohnen werden kommen, wie, wo und wann ist die Frage.  Dinge die wir uns heute nicht vorstellen können, oder nur mit sehr viel Phantasie sind übermorgen oftmals Realität. Auch in diesem Fall spricht viel dafür. Es wird auf der Erde immer enger, wir müssen den Luftraum in naher Zukunft nutzen, und nicht nur mit Häusern die immer höher werden.
Im medizinischen Bereich würde man sich eine schnellere Entwicklung wünschen, wenn es darum geht Blutkonserven bei Unfällen oder Spenderorgane schnell zur Verfügung zu stellen. Welche verheerenden Katastrophen Drohnen im militärischen Bereich anrichten können wissen wir seit langem.

Autor: Robert Konzack ist Geschäftsführer von d-log.

(jm)

 

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Kommentare

Schade - leider wird hier mit zu vielen Pauschalsätzen ein ganzes Thema von der falschen Seite her betrachtet.
Drohnen: Können deutlich mehr als 3 Kg heben, sind nicht immer 8-motorig und 20km Reichweite sind für die meisten handelsüblichen Geräte bereits kein Problem mehr. Auch die Flugzeit von 20 Minuten kann mittlerweile locker gebrochen werden...
Mir ist auch nicht klar, welche Flugzonen (Luftraumklasse mag der richtige Begriff sein) hier gemeint sind, die über Städten existieren sollen... Gibt es nicht. Nach der Novellierung der LuftVO im nächsten Jahr sind nur noch allgemeine Aufstiegserlaubnisse üblich. Und auch das Fliegen außerhalb er Sichtweite des Steuerers (was im Übrigen der EINZIGE Hinderungsgrund für den Einsatz in der Logistik derzeit ist...)
Fakt ist: Der Einsatz auf der letzten Meile der logistischen Kette ist derzeit lediglich im ruralen Raum möglich. In urbanem Gelände fehlt uns eine entsprechende Start- und Landeinfrastruktur - und die wird auf sich warten lassen. Zudem ist die Akzeptanz in der Bevölkerung in der Stadt das Problem...

Kurz gefasst: Es wird noch eine Generation dauern, bis man sich auf der Mönckebergstrasse in Hamburg seine Schuhe von Amazon Prime Air liefern lassen kann. Hingegen wird Oma Lieselotte in Hintertupfingen auf der Alm ganz sicher bald davon profitieren und ihre dringenden Medikamente und Lebensmittel per Drohne bereits innerhalb der nächsten 10 Jahre bekommen.

Ich würde mir wünschen, dass man tatsächliches Know-How in solche Kommentare mit einbinden würde. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich seit 10 Jahren mit Verfahren, Operations, Technik, Visionen und allem dazu gehörenden KlimBim auseinander setzen...

Grüße aus Hamburg!

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