Ladenlokal mit Internet-Anschluss: Stationärer Handel erobert Kunden zurück

 „Wenn man den Feind nicht besiegen kann, bleibt nur, ihm die Freundschaft anzubieten“, sagt Unternehmer Eric Jankowfsky.  „Selbst die deutsche Bahn ist innovativer als die meisten Einzelhändler, schließlich steht in jedem Bahnhof ein Fahrkartenautomat. Nur wenige Einzelhändler haben bisher begriffen, dass ein Internet-Terminal mit Zugriff auf den eigenen Webshop viele zusätzliche Möglichkeiten im eigenen Laden bieten kann“, so Jankowfsky.

Erste Pilotversuche erfolgreich gestartet

Einzelhandelsverbände bekräftigen stets, die Beratung im Laden vor Ort sei durch das Internet nicht zu ersetzen: „Das ist auch eines der entscheidenden Argumente. Allerdings müssen dazu nicht volle Läger in der teuren Innenstadt bereitgehalten werden, sondern es genügt, auf kleiner Fläche eine Musterkollektion anzubieten. Zum Anprobieren reicht das völlig, die nagelneue Ware kann gemeinsam mit Kunden online bestellt werden. Der Versand erfolgt nach Hause – ohne Tütenschleppen – oder zur Abholung in das Geschäft“, so das Konvergenz-Szenario von Jankowfsky.

Shoppen ohne Öffnungszeiten als Chance

Anders als im Geschäft gibt es die volle Auswahl, und sogar nach Ladenschluss kann ein Touch-Terminal, in das Schaufenster integriert, den Geschäftsbetrieb für späte Bummler aufrechterhalten. „Letztlich ist das Internet eine große Chance. Es gibt keine Öffnungszeiten, und die Lagerlogistik ist vereinfacht. Zentrale Läger übernehmen den Versand, die Rücksendequote wird zudem sinken, weil der Kunde bewusst im Geschäft entschieden hat und sich keine Probestücke anliefern lässt“, so der E-Commerce-Profi. Neben der Beratungskompetenz des Einzelhandels gebe es zudem ein schlagkräftiges Argument für die Verschmelzung von On- und Offline-Shopping am Point of Sale: Den Stadtbummel.

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