Status quo Social-Media-Marketing: Monokultur Facebook als Chancenbremse

Social-Media-Marketing (SMM) ist in deutschen Unternehmen angekommen. Laut der qualitativen Entscheider-Studie von Kontor Digital Media nutzen 67 Prozent der mittelständischen Unternehmen soziale Medien für die Umsetzung ihrer Onlinestrategie. Damit sind Facebook, YouTube, Twitter und Co. nach Suchmaschinenmarketing die bedeutendsten Werbekanäle für den Mittelstand. Acht von zehn Befragten bezeichnen sich zudem als praxiserfahren im Bereich Social Media. Trotz der Vielfalt an Social-Media-Kanälen nutzt die überwiegende Mehrheit der Unternehmen ausschließlich Facebook.

Mit SMM verfolgen die Unternehmen zwei Ziele gleichermaßen: die effiziente Zielgruppenansprache und die Emotionalisierung der Marke (je 96 Prozent). Auch Markenbekanntheit, Kundenbindung und Traffic-Erhöhung (je 92 Prozent) sollen erreicht werden. Unmittelbare Verkaufssteigerung und Mitarbeiterrekrutierung sind mit 40 beziehungsweise 27 Prozent nur untergeordnete Ziele. Angesichts des starken Engagements von Unternehmen im Bereich SMM ist es allerdings verwunderlich, dass noch ein Drittel der Unternehmen keine Strategie dafür hat.

Björn Wenzel, Geschäftsführer Kontor Digital Media, kommentiert die Ergebnisse: „Social Media, auch paid, ist für die Mehrheit der Unternehmen ein wichtiges Instrument. Besonders die Zielgruppenerreichbarkeit und Emotionalisierung der Marke können besser über Social-Media-Marketing erreicht werden als über andere Kanäle. Setzen Unternehmen dabei jedoch nur auf eine Monokultur mit Facebook, lassen sie große Chancen ungenutzt. Ein Hidden Champion für Unternehmen, die ihre Marke emotional aufladen wollen, ist sicherlich noch die Foto-Community Instagram, die sich am besten über Influencer-Marketing erschließen lässt.“

Studiensteckbrief

Für die Entscheider-Studie „REFRESH // Digital Media zwischen Branding und Performance“ wurden 52 Entscheider mittelständischer Unternehmen in Form eines Telefoninterviews befragt. Die durchführenden Institute mediaresearch42 und rc - research & consulting arbeiteten daran von Mai 2015 bis Juni 2015. Die Themengebiete umfassen Onlinemarketing im Allgemeinen und die zukünftigen Herausforderungen in diesem Gebiet, Branding-Kampagnen, Social Media sowie Technologieeinsatz. Die Studie wurde nach 2013 zum zweiten Mal erhoben.

Die vollständige Studie steht zum Download bereit.

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