Studie: Deutschland ist Top-Hotspot für den internationalen Online-Einkauf

Der Handel über Grenzen hinweg ist ein wichtiger Bestandteil der heutigen globalisierten Welt und ein stark wachsender Markt. In ihm ruht eine Vielzahl bedeutender Chancen für Händler, Kunden auf der ganzen Welt zu erreichen. Im Auftrag von PayPal hat nun das Marktforschungsunternehmen Ipsos untersucht, wie Menschen in Deutschland und der ganzen Welt online und über Grenzen hinweg einkaufen. Dazu wurden 17.519 Verbraucher in 22 Ländern befragt.

Deutsche Online-Shops sind international gefragt

Deutschland ist im internationalen Vergleich eines der gefragtesten Länder im grenzüberschreitenden Handel. Weltweit liegt es auf Platz vier der beliebtesten Ziele im Online-Shopping. In Westeuropa hat mehr als jeder vierte Online-Shopper schon einmal etwas in Deutschland gekauft – damit sind deutsche Shops dort die Nummer eins. Auch für Skandinavien und Osteuropa ist Deutschland ein wichtiges Ziel bei Online-Einkäufen im Ausland. 19 beziehungsweise 13 Prozent der Online-Konsumenten in diesen Regionen haben schon einmal auf einer deutschen Webseite eingekauft. Westeuropa, mit Deutschland und Großbritannien als größten Zugpferden, ist weltweit die beliebteste Region für den Online-Handel: 53 Prozent aller Online-Einkäufer haben schon einmal etwas in einem Shop aus Westeuropa gekauft.

Produkte aus deutschen Shops verkaufen sich nicht nur im europäischen Ausland gut, sondern auf allen Kontinenten. Von allen Verbrauchern aus dem Ausland, die in Deutschland einkaufen, kommen 19 Prozent aus China, gefolgt von 12 Prozent aus Frankreich und 11 Prozent aus Russland.

In vielen Märkten haben deutsche Online-Shopper einen hohen Anteil am grenzüberschreitenden Handel. In Österreich machen deutsche Verbraucher beispielsweise derzeit 40 Prozent der Kunden aus dem Ausland aus. Auch 28 Prozent der ausländischen Kunden in Polen sind aus Deutschland, in den Niederlanden sind es 23 Prozent, in der Schweiz und Dänemark jeweils 15 Prozent.

Die Deutschen beteiligen sich auch aktiv rege am grenzüberschreitenden Handel und kaufen nicht selten selbst im Ausland ein. Im europäischen Ausland shoppen deutsche Verbraucher am häufigsten in Großbritannien online. 15 Prozent der deutschen Online-Shopper kaufen dort ein. Weit vorne befinden sich mit Österreich (9 Prozent der deutschen Online-Shopper kaufen in Österreich ein) und der Schweiz (5 Prozent) auch die deutschsprachigen Nachbarländer. Shops in den Niederlanden (6 Prozent der deutschen Online-Shopper kaufen in den Niederlanden ein), Frankreich und Polen (je 3 Prozent) werden ebenfalls regelmäßig von deutschen Kunden besucht. Außerhalb Europas sind die USA – 13 Prozent der deutschen Online-Shopper haben dort bereits eingekauft – das beliebteste Einkaufsland der Deutschen, noch vor China (11 Prozent), Hongkong (4 Prozent) und Japan (3 Prozent).

Deutsche kaufen vor allem Kleidung, Schuhe und Accessoires im Ausland

Innerhalb der letzten zwölf Monate, so die Studie von Ipsos, haben 77 Prozent der Deutschen im Netz eingekauft und 40 Prozent dieser Online-Shopper haben dabei auch Einkäufe im Ausland getätigt. Ein Drittel der deutschen Auslands-Shopper kauft Kleidung, Schuhe und Accessoires außerhalb der Landesgrenzen, die damit die beliebteste Warengruppe darstellen. Darüber hinaus kauften 17 Prozent der Auslands-Shopper Unterhaltungselektronik, Computer und Mobilgeräte online im Ausland.

Einige Produkte werden jedoch noch immer am liebsten im Laden gekauft. Während 65 Prozent derer, die Unterhaltungs- und Bildungsmedien – beispielsweise Bücher – bereits einmal online gekauft haben, 63 Prozent derer, die Unterhaltungselektronik bereits online kauften, und 51 Prozent derer, die Artikel für Kinder und Kleinkinder online kauften, sowohl Auswahl als auch Kauf vollständig über das Internet erwägen, wollen Verbraucher in anderen Kategorien den Auswahl- und Kaufvorgang eher im Laden bewältigen. 55 Prozent der Käufer von Kosmetik- und Schönheitsprodukten und 50 Prozent der Käufer von Werkzeugen, Gartengeräten und Do-It-yourself-Produkten erwägen den Kauf ausschließlich im Geschäft. Dabei würden viele Verbraucher eine Mischung von Online- und Ladenkauf erwägen: 32 Prozent der Käufer von Artikeln für Kinder und Kleinkinder, 32 Prozent der Käufer von Unterhaltungselektronik und 28 Prozent der Käufer von Haushaltsgeräten und Möbeln würden darüber nachdenken, Produkte im Laden auszusuchen, jedoch online zu kaufen.

Deutsche Verbraucher wollen Komfort beim grenzüberschreitenden Einkauf

Das Online-Shopping wird dabei von zwei wichtigen Faktoren gefördert. Die Hauptgründe für deutsche Verbraucher, online einzukaufen, sind Komfort (42 Prozent) und Möglichkeiten, Geld zu sparen (41 Prozent). Daneben sind die umfassenden Stöber- und Recherchemöglichkeiten des Internets wichtigster Treiber des Online-Einkaufens (7 Prozent). Für regelmäßige Einkäufer in ausländischen Online-Shops (die mehr als 10 Prozent ihrer Online-Einkäufe grenzüberschreitend tätigen) zählt der Komfortfaktor am meisten (46 Prozent).

Doch noch immer stehen manche Konsumenten dem grenzübergreifenden Handel skeptisch entgegen. Zu den meistgenannten Gründen, nicht im Ausland einzukaufen, zählen die Sorgen um (Zoll-)Gebühren und Steuern, die mit dem Kauf anfallen könnten (genannt von 52 Prozent der Online-Shopper, die nicht im Ausland einkaufen), sowie Sorgen darum, ob das Bestellte tatsächlich ankommt, (genannt von 50 Prozent) und die Gefahr hoher Lieferkosten (47 Prozent).

Auf der anderen Seite gibt es Faktoren, die den grenzübergreifenden Handel vereinfachen und fördern. 43 Prozent der Online-Shopper geben dabei an, dass ein sicherer Bezahlweg die Wahrscheinlichkeit erhöhen würde, dass sie sorgenfrei auch im Ausland einkaufen. Ebenfalls häufig genannt wurden die Verfügbarkeit von Produkten, die es nur schwer lokal zu finden gibt (genannt von 41 Prozent), und Gratisversand (37 Prozent).

Wichtigster Marktplatz für den grenzüberschreitenden Handel deutscher Verbraucher ist eBay. Laut deutschen Verbrauchern werden mehr als ein Drittel der deutschen Online-Einkäufe aus dem Ausland auf der Plattform getätigt. Die beliebteste Bezahlmethode der Deutschen beim grenzüberschreitenden Handel ist PayPal. 74 Prozent der Befragten nutzen den Service des Bezahldienstleisters für Einkäufe in ausländischen Online-Shops. Grund dafür sind die Sicherheit des Zahlungsverkehrs (genannt von 70 Prozent derjenigen Befragten, die PayPal für grenzüberschreitende Zahlungen bevorzugen) und der Käuferschutz (71 Prozent) sowie die Möglichkeit schneller (53 Prozent) Zahlungen. PayPal bietet seinen bequemen, schnellen und sicheren Service in unzähligen Online-Shops weltweit an und ermöglicht Händlern und ihren Kunden unkomplizierten und sicheren Handel über Grenzen hinweg in über 100 Währungen.

„Der grenzüberschreitende Handel ist in der modernen Welt sehr wichtig. Deutschland ist eines der bedeutendsten Länder, sowohl als Heimat von weltweiten Shoppern als auch als Standort vieler international operierender Händler. Und doch wird das Land dem Anspruch „Exportweltmeister“ im grenzüberschreitenden Online-Handel derzeit noch nicht gerecht. Der Handel kann noch viel mehr davon profitieren, Waren international anzubieten und Kunden auf der ganzen Welt zu erreichen. Darin steckt großes Potenzial und gerade auch kleine und mittelgroße Händler können ihren Umsatz durch gezielte Internationalisierung und das Gewinnen neuer Kunden im Ausland steigern“, sagt Arnulf Keese, Geschäftsführer von PayPal Deutschland.

Im Auftrag von PayPal hat Ipsos eine repräsentative Umfrage unter 17.519 Erwachsenen (mind. 18 Jahre) durchgeführt, die ein internetfähiges Gerät1 besitzen/nutzen. An der Umfrage, die zwischen dem 9. September und dem 3. November 2014 durchgeführt wurde, nahmen je rund 800 Verbraucher in 22 Ländern (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Spanien, Niederlande, Schweden, Norwegen, Dänemark, Polen, Türkei, Russland, Israel, VAE, USA, Kanada, Brasilien, Mexiko, China und Australien) teil. In Deutschland wurde die Umfrage mit 800 Teilnehmern zwischen dem 16. September und dem 3. Oktober 2014 durchgeführt. Die Daten wurden nach bekannter Aktivität von Online-Einkäufern in allen Ländern und dem demographischen Profil von Internetnutzern in sieben Ländern gewichtet.

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