TeleTrusT fordert bessere Sicherheitskonzepte

Die jüngsten Vorkommnisse wie der Phishing-Angriff auf Emissionshandelskonten bei der Deutschen  Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt oder der Nachweis von Sicherheitslücken bei internetbasierten sozialen Netzwerken zeigen die Schwachstellen und Risiken elektronischer Kommunikation auf.

Der IT-Sicherheitsverband TeleTrusT nimmt dies zum Anlass, die Betreiber von Websites und Webapplikationen erneut auf ihre Verantwortung hinzuweisen, die aus dem Umgang mit sensiblen Daten erwachsen.

Holger Mühlbauer, TeleTrusT-Geschäftsführer: "Viele Internetseiten und Webanwendungen entsprechen nicht den Standards, die angesichts verfügbarer Technologien heute möglich sind. Zwar trifft zu, dass auch die Netznutzer für sicheres Verhalten sensibilisiert sein müssen, jedoch sind in erster Linie die verantwortlichen Betreiber in der Pflicht. Optimierungskonzepte und Sicherheitslösungen sind sowohl von Seiten der Forschung als auch der Industrie verfügbar."

Die Palo Alto Networks-Studie hat bereits im November 2009 festgestellt, dass soziale Netzwerke und kollaborative Anwendungen immer häufiger als Enterprise-2.0-Applikationen angesehen werden, zusammen mit unterschiedlichen Arten von Messaging, Conferencing und VoIP, die ebenfalls Firmenprozesse unterstützen.

Zwar stellen sie keine direkte Bedrohung dar, wohl aber ein Risiko für Unternehmensnetzwerke. Die Analyse fand heraus, dass es 255 Enterprise-2.0-Applikationen gibt – 70 Prozent können Dateien übertragen, 64 Prozent haben bekannte Schwachstellen, 28 Prozent sind bekannt dafür, dass sie Malware verbreiten und 16 Prozent können andere Anwendungen untergraben.

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