Thesen und Prognosen 2015

Philip Rooke, CEO von Spreadshirt, einer Kreativplattform für personalisierte Kleidung stellt seine Trends für 2015 vor:

Mobile Payment: Surfer werden Käufer

Mobiles Surfen ist zum Standard geworden, während mobiles Einkaufen weiterhin eine Seltenheit bleibt. Genau darin liegt die Herausforderung der Branche für das nächste Jahr: 2015 müssen E-Commerce-Unternehmen die Bezahlprozesse für ihre mobilen Angebote radikal überarbeiten und entschlacken. Wir wissen: Lange, komplizierte Dateneingaben führen vor allem bei mobilen Shops unweigerlich zum Kaufabbruch. Ich bin mir sicher: Online-Händler, die im nächsten Jahr nicht auf optimierte Usability in ihrem mobilen Check-out – also dem Weg vom Warenkorb übers Bezahlen zum tatsächlichen Kaufabschluss – setzen, werden vom E-Commerce-Markt verschwinden. 2015 muss der mobile Besucher zum mobilen Kunden gemacht werden, um weiter am Markt bestehen zu können.

Aus dem Westen kommt Neues: Die internationale Expansion der US-Unternehmen

2015 schwappt eine Welle von US-Firmen nach Europa, insbesondere Deutschland –  mit oder ohne Freihandelsabkommen. Sie haben erkannt, dass Internationalisierung keine Option ist, sondern die einzige Möglichkeit für nachhaltiges Wachstum und das Überleben am Weltmarkt. Die neuen Player haben zwei wesentliche Assets: Zum einen die Größe und finanzielle Basis, da sie sich bereits auf ihrem Heimatmarkt etabliert haben. Zum anderen – und das zeigt die Erfahrung immer wieder – ein sicheres Gespür für Usability und Service. Eine neue Epoche im digitalen Darwinismus also. Die entscheidende Frage dabei ist: Werden sich die US-Firmen an die kulturellen Gegebenheiten hier vor Ort anpassen können?

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