Twitter und Facebook – praktische Tipps, wie Sie in sozialen Medien für Ihre Website werben können

Für Aufmerksamkeit sorgen

Der Einsatz sozialer Kanäle hat vor allem das Ziel, Ihrer Website Besucher zuzuführen. Dazu muss es Ihnen jedoch gelingen, Menschen auf Sie aufmerksam zu machen – wer keine Aufmerksamkeit erregt, erhält auch keine Besucher. Um dies zu erreichen, ist es wichtig, sein Publikum zu kennen und es entsprechend zu bedienen. Was treibt die Leute um? Was möchten sie wissen? Was finden sie interessant? Diese Fragen sollten Sie im Hinterkopf haben, wenn es darum geht, welche Inhalte Sie auf Ihren Kanälen teilen möchten. Wenn Sie beispielsweise eine Website mit Tipps für Heimwerker haben, könnten Sie in sozialen Netzwerken „Neues Schlafzimmer in nur drei Stunden“ posten und einen Link zum Blog-Posting beifügen. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Tonfall Ihres Unternehmens in allem erkennbar bleibt, was Sie in sozialen Medien veröffentlichen. Sie sollten in Ihrem Auftreten alles vermeiden, was Ihnen und Ihrem Selbstverständnis nicht entspricht – Besucher durchschauen fehlende Authentizität sehr schnell.

Mit Abwechslung Interesse wecken

Weitere Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit von Nutzern zu bekommen, sind Preisausschreiben oder das Angebot, „exklusive“ Informationen zu Produkten oder Aktionen bereitzustellen. Als Preisausschreiben könnten Sie zum Beispiel kleine Rate- oder Mitmachspiele starten oder Ihre Besucher auffordern, Ihr Posting bei Facebook zu „liken“ und zu teilen oder Ihren Tweet weiterzutweeten, verbunden mit der Auslobung eines Preises. Preisausschreiben, die einfach gehalten sind und schnell beantwortet werden können, funktionieren meistens am besten. Und natürlich müssen die Preise so attraktiv sein, dass die Leute gern teilnehmen. Sie sollten sich überlegen, ob Sie Ihre Facebook- oder Twitter-Inhalte nicht mit „Promoted Posts“ bewerben sollten, um deren Reichweite zu erhöhen. Bei dieser Form der Werbung können Sie Inhalte auf eine konkrete Zielgruppe ausrichten, die anhand einer Vielzahl demografischer Merkmale und Interessen definiert wird.

Studien haben gezeigt, dass Beiträge, die mit visueller Ansprache arbeiten, tendenziell mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Daher empfiehlt es sich, wo es passt, Postings mit Bildern und Videos anzureichern, um das Interesse zu steigern. Die Erfahrung zeigt außerdem, dass kürzere Posts eher gelesen werden als lange. Twitter erlaubt zwar schon nur 140 Zeichen, aber auch die müssen Sie nicht immer ausschöpfen.

Am Puls der Zeit bleiben

Nicht unterschätzt werden sollte der Aspekt, dass Facebook und Twitter die Möglichkeit bieten, Diskussionen rund um bestimmte Branchenereignisse und aktuelle Ereignisse anzustoßen oder zu beeinflussen, während diese noch laufen. Das Durchsuchen der Twitter-Hashtags nach Suchbegriffen ist eine einfache Möglichkeit, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wer momentan worüber redet, und in relevante Diskussionen einzusteigen. Bei Facebook gibt es seit Neuestem ebenfalls eine Funktion zur Hashtag-Suche. Gleichermaßen wichtig ist es aber auch, bei dem, was auf lokaler, nationaler und weltweiter Ebene passiert, auf dem Laufenden zu bleiben und Chancen zu erkennen, wie Sie Ihre Marke sinnvoll in die Diskussionen einbringen können. So nutzte zum Beispiel die Schnellrestaurantkette Arby’s kürzlich die Chance, in einer Grammy-Diskussion mit Pharrell Williams auf Twitter auf sich aufmerksam zu machen, woraufhin dieser dann auch mit einem ähnlich geistreichen Tweet antwortete. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die sozialen Medien durchaus der richtige Ort für Diskussionen um Produkte und Dienstleistungen sind, aber der Spaß dabei nicht zu kurz kommen sollte.

Zuhören

Vermeiden Sie den Fehler, den schon viele Unternehmen in sozialen Medien gemacht haben: Betrachten Sie sie nicht als Möglichkeit, die Nutzer mit Informationen zu fluten, über die Sie sprechen möchten. Eine zu starke Ausrichtung auf das eigene Ich stößt viele ab – bei sozialen Medien geht es genauso viel auch darum zuzuhören. Die Beachtung und Bearbeitung der über Facebook und Twitter hereinkommenden Fragen oder Kommentare bietet Ihnen die Möglichkeit, zusätzlichen Service bereitzustellen und mit den Kunden in einen wechselseitigen Austausch zu treten. Lassen Sie keine Frage unbeantwortet – oftmals reicht schon ein „Wenden Sie sich bitte an unseren Kundendienst“ oder etwas ähnlich Einfaches. Eine solche Wertschätzung der Kunden zahlt sich aus.

Dranbleiben

Facebook- und Twitter-Accounts wollen gepflegt werden und das kann sich oftmals als eine ziemliche Herausforderung erweisen. Häufig dauert es recht lange, bis sich erste Ergebnisse zeigen – lassen Sie sich davon nicht abhalten! Wenn Sie etwas Relevantes zu sagen haben, hat es sich bewährt, einmal täglich auf Facebook und mehrmals täglich auf Twitter zu posten (und natürlich sich um die Nutzer zu kümmern, die sich mit Ihnen in Kontakt gesetzt haben). In einigen Unternehmen wird ein Social-Content-Kalender für die kommenden Wochen und Monate geführt, dessen Inhalt sich nach den unternehmenseigenen Meilensteinen oder Produktveröffentlichungen, nach Saisonzeiten und nach anderen wichtigen branchenspezifischen Themen richtet und der dafür sorgt, dass Sie nie sprachlos werden. Bei aller gebotenen Regelmäßigkeit sollten Sie jedoch niemals vergessen, dass Qualität stets vor Quantität gehen muss!

Für eine erfolgreiche Kampagne kommt es also darauf an, die unterschiedlichsten Herangehensweisen auszuprobieren und so herauszufinden und schließlich auch zu nutzen, was für Ihr Unternehmen am besten funktioniert, um sich eine treue Anhängerschaft aufzubauen. Und dafür gibt es dann von jedermann ein „Daumen hoch!“.

RSS Feed

Entdecken Sie die Printmagazine des WIN-Verlags