Umfrage: 6. Dezember gefährlichster Tag fürs Online-Shopping

McAfee, ein Geschäftsbereich von Intel Security, hat in einer Umfrage herausgefunden, dass der 6. Dezember der gefährlichste Tag zum Online-Shopping sein wird. An diesem Nikolaus-Samstag werden sich zwischen 15 und 18 Uhr besonders viele Käufer einloggen, um Geschenke für ihre Liebsten zu bestellen – ein Umstand, den sich Cyberkriminelle zunutze machen, um sich ihren Anteil am Weihnachtsgeschäft zu sichern. Vergangenes Jahr haben fast 70 Prozent der deutschen Online-Shopper in der Vorweihnachtszeit Mails mit vermeintlich tollen Angeboten erhalten; fast ein Viertel (23 Prozent) sind dem Angebot sogar gefolgt, weil sie die Falle nicht rechtzeitig erkannten. Nur 45 Prozent glauben, sie hätten alle Phishing-Mails richtig erkannt.

„Der Nikolaustag wird der höchstfrequentierte Online-Shopping-Tag in diesem Jahr und natürlich wissen das auch diejenigen, die nichts Gutes im Schilde führen“, sagt Andreas Volkert, Experte für Internet-Sicherheit bei Intel Security. „Während sich die Kunden an ihrem Laptop oder mit dem Smartphone einloggen, um schöne Dinge zu kaufen, warten Cyberkriminelle schon darauf, Bankdaten und persönliche Informationen abzugreifen.“

Im Schnitt werden die Befragten dieses Jahr 220 Euro für Geschenke online ausgeben. Rund 24 Prozent der Befragten nutzen dafür ihr Smartphone. Online-Shopper sollten in der Vorweihnachtszeit besonders aufmerksam sein und auf Details achten, die gefälschte Webseiten und E-Mails verraten könnten. Außerdem ist zumindest ein Basisschutz ratsam – nicht nur auf dem PC oder Laptop, sondern auch auf Smartphone und Tablet. Am besten ist eine Lösung mit Lizenzen für mehrere Geräte vom PC bis Smartphone.

Offenbar haben die Datenskandale der letzten Monate die Kunden nicht davon abgehalten, online einzukaufen. Tatsächlich haben nur 17,4 Prozent der befragten Deutschen angegeben, dass die Meldungen über Datendiebstähle dazu geführt hätten, dass sie den Online-Händlern nicht mehr vertrauen. Etwa ein Viertel (25,6 Prozent) glaubt, dass die Händler ihre Systeme seitdem besser gegen bösartige Software schützen würden. Diese Annahme kann ein falsches Gefühl von Sicherheit in dieser Zeit vermitteln, in der besondere Vorsicht angebracht ist.

Fröhliche Weihnacht überall – auch online

Zu dieser Jahreszeit sollten Online-Käufer besonders wachsam sein und sich über die potenziellen Risiken informieren. Dies gilt insbesondere angesichts des deutlichen Anstiegs von Phishing- und Spam-Mails, die sich als Verkaufsangebote, Bestell- oder Versandbestätigungen in der Weihnachtszeit tarnen.

McAfee hat daher auch in diesem Jahr eine Auflistung mit den beliebtesten Betrugsmaschen in der Weihnachtszeit zusammengestellt, auf die Kunden nicht hereinfallen sollten. Dazu gehören:

  • Gefälschte E-Mails: Bestellbestätigung, Versandstatus, Rechnung – der Großteil der Abwicklung einer Online-Bestellung läuft per E-Mail. Deshalb nutzen Cyberkriminelle das gerne, um mit ihren Mails, die denen des Online-Händlers zum Verwechseln ähnlich sehen, an Daten der Kunden zu gelangen. Links in der Mail leiten Kunden auf gefälschte Internetseiten und fordern zur Eingabe persönlicher Daten auf. Fast 70 Prozent der Befragten haben in der vergangenen Weihnachtssaison solche Mails erhalten, 23 Prozent sind darauf hereingefallen.
  • Schnäppchen-Alarm: 76 Prozent der Befragten werden online einkaufen, um günstige Angebote zu finden. Doch wenn E-Mails, Web-Seiten oder Einträge auf Facebook & Co. mit dem neuen iPhone für 200 Euro oder der Chanel-Handtasche für 100 Euro werben, ist Vorsicht geboten: Hier wollen Hacker wahrscheinlich an Nutzer- und Kontodaten kommen oder versteckte Malware-Downloads auszulösen.
  • „iScam“ - Betrug mittels Smartphone: Hinter vielen App-Adventskalendern oder anderen praktischen Apps verbirgt sich Schadsoftware, die persönliche Daten abgreifen will. Die kostenlose App McAfee Mobile Security schützt vor dem Download von gefährlichen Apps.
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