Umfrage zu den Risiken des mobilen Arbeitens

Imation Corporation,  ein globales Unternehmen für Datenspeicherung und Informationssicherheit, hat eine neue Studie zu den Risiken des mobilen Arbeitens veröffentlicht. In der Studie sagten 44 Prozent der befragten Unternehmen, eine leitende Führungskraft habe in den vergangenen zwölf Monaten ein Mobilgerät – etwa Handy, Laptop, Tablet oder USB-Stick – verloren. Fast ebenso viele Unternehmen (39 Prozent) gaben an, dass ihrem Management ein Gerät gestohlen wurde. Das Problem des Datenverlusts betrifft dabei nicht nur die Führungsebene: In über der Hälfte (54 Prozent) der befragten Organisationen hatte ein nicht-leitender Mitarbeiter ein Gerät verloren; 49 Prozent berichteten von einem im letzten Jahr gestohlenen Gerät. Das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne befragte für die Studie 500 britische und deutsche IT-Entscheider.

Besonders problematisch ist, dass die große Mehrheit (93 Prozent) der verlorenen und gestohlenen Geräte geschäftsbezogene Daten wie vertrauliche E-Mails (49 Prozent), vertrauliche Dateien oder Dokumente (38 Prozent), Kundendaten (24 Prozent) und Finanzdaten (15 Prozent) enthielten. Trotz dieser Risiken treffen viele Unternehmen der Studie zufolge nicht einmal grundlegende Sicherheitsvorkehrungen: Obwohl die Mehrheit der befragten Organisationen bereits Richtlinien für mobiles Arbeiten haben oder solche planen, legen fast ein Drittel (32 Prozent) dabei nicht fest, dass Geräte, die außerhalb des Arbeitsplatzes verwendet werden, durch Verschlüsselung oder Passwörter geschützt sein müssen. Und ein Viertel der Unternehmen (25 Prozent) verlangt nicht, dass digitale Dateien außerhalb des Büros mit Verschlüsselung oder Passwörtern geschützt werden müssen.

Insgesamt gab mehr als jede dritte Organisation an, dass in den letzten sechs Monaten ein Gerät gestohlen wurde oder verloren ging – mit potenziell ernsten Konsequenzen. 37 Prozent der Umfrageteilnehmer wussten von mindestens einem Mitarbeiter in ihrem Unternehmen, der aufgrund verlorener Dateien oder Geschäftsdaten mit einem Disziplinarverfahren belegt wurde, und ein Drittel (32 Prozent) wussten von mindestens einer Person, die im vergangenen Jahr aus diesem Grund ihren Job verloren hatte.

Dennoch tun sich Unternehmen weiterhin schwer zu regulieren, wie und wann Daten mobil mitgenommen werden dürfen. Fast die Hälfte (48 Prozent) der befragten IT-Entscheider räumte ein, dass sie nicht nachverfolgen können, wie Mitarbeiter Daten mitnehmen – und 54 Prozent sagten, dass diese Daten besser geschützt werden könnten.

„Trotz der ständigen Warnungen zur Datensicherheit und fast täglichen Schlagzeilen über Datenverluste sind Unternehmen immer noch nicht in der Lage, ihr geistiges Eigentum angemessen zu schützen. Die Vorteile von Verschlüsselung und Passwortschutz sind nichts Neues, aber viele Unternehmen treffen einfach keine grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen“, sagt Nicholas Banks, Vice President EMEA and APAC, IronKey.

Informationen zur Studie

Die Studie wurde von Vanson Bourne durchgeführt, einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen für den Technologiesektor. Die Studie umfasste 500 Online-Interviews mit IT-Entscheidern im September 2015. Alle Teilnehmer arbeiten in Organisationen mit mindestens 250 Mitarbeitern. 250 Teilnehmer arbeiten im Vereinigten Königreich, 250 in Deutschland. Die Teilnehmer an dieser Studie stammen aus verschiedenen Branchen. Die Befragungen wurden online in einem mehrstufigen Screening durchgeführt, um sicherzugehen, dass nur geeigneten Personen die Teilnahme ermöglicht wird. Wenn nicht anders angegeben, basieren die Ergebnisse auf der gesamten Stichprobe.

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