Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Das Institut im Profil

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF kam 1962 als zehntes von heute 60 Instituten zur Fraunhofer-Gesellschaft. Das Institut gehört damit zu den traditionsreichsten Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und zeichnet sich zugleich durch eine hohe Dynamik und hohe Innovationskraft aus. Seit dem 1.Juli 2012 gehört auch das ehemalige Deutsche Kunststoffinstitut DKI, eine ebenfalls sehr renommierte und traditionsreiche Darmstädter Forschungseinrichtung, als Bereich Kunststoffe zum Fraunhofer LBF. Das LBF beschäftigt damit heute ca. 450 Mitarbeiter und ist organisatorisch in den vier Bereiche Betriebsfestigkeit, Adaptronik, Kunststoffe und Systemzuverlässigkeit (Projektbereich) aufgestellt. Die Bereiche stehen zugleich für die Kernkompetenzen des Instituts.

Das Fraunhofer LBF versteht sich als Innovationsgeber, Berater und Prozessbeschleuniger. Das Institut entwickelt, bewertet und realisiert im Kundenauftrag maßgeschneiderte Lösungen für maschinenbauliche Komponenten und Systeme, vor allem für Sicherheitsbauteile und sicherheitsrelevante Systeme. Der Leichtbau steht dabei immer im Zentrum der Überlegungen. Parallel dazu werden die entsprechenden numerischen sowie experimentellen Methoden und Prüftechniken vorausschauend weiterentwickelt. Neben der Bewertung und optimierten Auslegung passiver mechanischer Strukturen werden aktive, mechatronisch-adaptronische Funktionseinheiten entwickelt und prototypisch umgesetzt. Daraus resultieren marktnahe Produkte zur Form- und Schwingungskontrolle an mechanischen Strukturen sowie zur Lärmminderung. Für Kunststoffe kann die komplette Wertschöpfungskette, vom Molekül zum Bauteil, von der Materialentwicklung bis zur Freigabe kompletter Systeme abgedeckt werden.

Im Auftrag der Industrie sowie der öffentlichen Hand bearbeitet das Fraunhofer LBF FuE-Projekte vorwiegend in den Themenkomplexen Leichtbau, Sicherheit, Zuverlässigkeit, Robust Design, Structural Health Monitoring, Funktionsintegration, Lärm- und Schwingungskontrolle, Materialeffizienz, Energieeffizienz und Elektromobilität sowie Synthese, Modifizierung, Charakterisierung und Verarbeitung von Funktions- und Konstruktionskunststoffen. Die Basis zur erfolgreichen Bearbeitung der meist interdisziplinären Forschungsvorhaben bilden die ausgeprägten Kernkompetenzen des Fraunhofer LBF. Systemforschungsprojekte gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.

Das Fraunhofer LBF begleitet seine Kunden im gesamten Entwicklungsprozess, vom Werkstoff bis zum System, von der Idee bis zum Produkt, entwickelt Materialien, Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren (Kunststoffe und Faserverbundmaterialien), erarbeitet Sicherheitsstrategien und Zuverlässigkeitskonzepte sowie Design- und Konstruktionskonzepte. Ein maßgebliches Ziel ist die Verkürzung von Entwicklungs- und Erprobungszeiten. Um den Anforderungen seiner Kunden aus dem Automobil- und Nutzfahrzeugbau, der Schienenverkehrstechnik, dem Schiffbau, Maschinen- und Anlagenbau, der Luftfahrt, Energietechnik, Elektrotechnik, dem Bauwesen und anderen Branchen bestmöglich entsprechen zu können, betreibt das LBF ein vielseitiges experimentelles Prüffeld sowie ein Technikum (auf insg. mehr als 11.000 qm), nutzt modernste messtechnische Geräte und numerische Simulationstechniken.

Das Institut unterzieht seine Arbeit der kritischen Prüfung durch seine Kunden und führt regelmäßige Analysen zur Kundenzufriedenheit durch. In analoger Weise wird das Managementsystem in regelmäßigen Abständen durch externe Auditoren nach den Anforderungen der DIN ISO EN 9001:2000 und das Prüflabor nach den Anforderungen der DIN ISO-IEC 17025 überprüft.

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