Friedrich-Schiller-Universität Jena

Unmittelbar nach der politischen Wende vollzog die Universität Jena einen harten Schnitt: Alle Lehrkräfte wurden evaluiert, und aus den ehemaligen Sektionen entstanden zehn Fakultäten einer klar konturierten klassischen Volluniversität - der einzigen Thüringens. Ein neuer Campus entstand auf dem Gelände des ehemaligen Zeiss-Hauptwerks im Herzen der Stadt, und das "Klinikum 2000", das alle medizinischen Kliniken und Institute an einem zentralen Standort bündelt, entsteht in Jena-Lobeda. Ende 2001 konnte auch eine neue Universitätsbibliothek eröffnet werden. Im Lehrprofil knüpfte man an alte Traditionen an: etwa in der stark ausdifferenzierten Philosophischen Fakultät, in der auch scheinbar ,exotische' Gebiete wie Rumänistik, Altorientalistik und Indogermanistik einen Platz haben. Oder bei den Medizinern, die im Klinikum die Spitzenversorgung für den gesamten Freistaat übernommen haben. Und natürlich in der Physik, in den Bio- und Sportwissenschaften sowie der Psychologie.
Kurze Wege und ein eng geknüpftes Forschungsnetzwerk sind das Geheimnis für die Renaissance der Saalestadt als Wissenschaftsmetropole. "Man kennt sich", viele der Direktoren und Abteilungsleiter außeruniversitärer Institute in Jena haben zugleich eine Professur an der Alma Mater inne. Darüber hinaus pflegt die Jenaer Uni einen Hochschulverbund mit Halle und Leipzig und gehört zur "Coimbra Group".
Gemeinsame, vielfach interdisziplinäre Projekte, z. B. in den vier DFG-Sonderforschungsbereichen und den sechs -Graduiertenkollegs, sind die natürliche Folge. Das fruchtbare Aufbruchklima stiftet auch eine ganze Reihe ungewöhnlicher und perspektivenreicher Ansätze in der Forschung, die häufig interdisziplinär und in Verbundnetzwerken verfolgt werden, und in der sich inzwischen fünf Schwerpunktbereiche entwickelt haben.

Weitere Informationen zu den Forschungsschwerpunkten sind hier zu erhalten.
Aber auch auf die Lehre scheint sich das ,Jenaer Klima' positiv auszuwirken: Die Betreuungsrelation zwischen Studenten und Dozenten ist so gut, dass die Chancen für ein zügiges und intensives Studium offenbar viele Kommilitoninnen und Kommilitonen dazu bewogen, ihrer Alma Mater bei den letzten großen Uni-Rankings von "Spiegel", "Stern/CHE",und "Stiftung Warentest" Bestnoten zu erteilen. Dass diese Entwicklung ungebrochen anhält, ist gemeinsames Ziel der Verantwortlichen in Universität, Stadt und Land.

Um diese exzellente Betreuung auch für die Doctores der Universität anzubieten, wurde 2006 eigens die Jenaer Graduierten-Akademie gegründet.

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