Wie die Big-Data-Diskussion der Wer-Analyse einheizt

„Die Motivation der User lässt sich immer schwerer auswerten“

Eine große Herausforderung ist die zielgerichtete Auswertung der Traffic-Quellen und die dadurch vorgenommene Interpretation der Daten mit Blick auf den Business Impact. Gerade Social Networks und die SSL-verschlüsselten Referer der Google-Suchergebnisse machen es Web-Analysten zunehmend schwerer, die Motivation des Users auszuwerten. Social Networks wie Facebook werden auch für transaktionsorientierte Suchen immer wichtiger und wenn sich dem Online-Händler wenig Möglichkeiten bieten, die Motivation hinter einer Suche oder Empfehlung für seine Produkte zu analysieren, wirkt jede Reproduktion oder Analyse oft wie ein Schuss ins Blaue. Dieser Zustand der Intransparenz wird von Firmen wie Google oder Facebook teilweise ganz bewusst erzeugt, daher wird es spannend sein zu sehen, wie der Markt in den nächsten 12 Monaten damit umgehen wird. (Marcus Tober, Geschäftsführer Searchmetrics) 

„Web-Analyse ist die Datenzentrale für Online-Händler“

Eine Web-Analyse-Lösung als Datenzentrale für den Data-driven E-Commerce eröffnet Online-Versandhändlern eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, um die Zielgruppenaffinität sowie die Effektivität von Online-Marketingmaßnahmen zu verbessern. (Sven Graehl, Managing Director Econda)

„Bestehende Lösungen sind meist an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit angekommen“

Im Gespräch mit E-Commerce-Anbietern stellen wir fest, dass die bisher eingesetzten Standard-Webanalyse-Produkte, die auf festgelegte „Features & Functions“ begrenzt sind, aufgrund mangelnder Flexibilität und nicht vorhandener Verzahnung mit Unternehmensvorgaben die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht haben.
Online-Shop-Betreiber, die Ihre Kunden bereits bei der Produkt-Auswahl unterstützen möchten, benötigen ein dediziertes Wissen über beispielsweise die Interessen und das Verhalten Ihrer Kunden, Usability der E-Commerce-Seiten, Schwachstellen im Prozess und Wirksamkeit von externen und internen Kampagnen sowie über die typischen Zusammenhänge, die beispielsweise zu Retouren führen.
Wir sehen den Trend, dass Unternehmen, die dieses Wissen erlangen möchten, eine Web-Controlling Lösung einsetzen, die zu 100 Prozent auf ihr jeweiliges Geschäftsmodell und Online-Sortiment zugeschnitten ist sowie auf individuelle Fragestellungen eingeht. Online-Shop-Betreiber werden sich künftig an Web-Controlling-Anbieter wenden, die aus einem tiefen Verständnis für ihre Anforderungen maßgeschneiderte Web-Controlling-Lösungen bereitstellen. (Mario Ciccarese, Geschäftsführer von Mindlab Solutions)

 „Webanalyse ist ein entscheidender Daten-Partner im Big-Data-Szenario“

Qualität und Quantität von Daten spielen in der aktuellen Debatte um Big Data eine entscheidende Rolle. Ein künftiger Wettbewerbsvorteil wird ohne Zweifel in der Sammlung, Integration und Analyse von Daten liegen, die entweder selbst erzeugt und generiert werden oder durch externe Quellen, mit denen die eigenen Daten angereichert werden können. Auf digitale Aktionen und Erkenntnisse in einem Daten-Umfeld gekonnt und in Echtzeit zu reagieren, diese zu nutzen und für das Erreichen der eigenen Ziele einzusetzen, ist in Zukunft für den Erfolg des digitalen Kanals unerlässlich. Hierzu zählt zum Beispiel die umgehende Reaktion auf Preisangebote des Wettbewerbs. Natürlich wurde schon in den Achtzigern die Relevanz von Daten und deren Nutzung erkannt. Mit dem stetig wachsenden Datenstrom und der schnellen und nahezu lückenlosen Verfügbarkeit von Daten erfährt diese Diskussion heute jedoch einen höheren Anspruch. In Zukunft kann Big Data eine neue Art von Corporate Asset werden, auf dessen Grundlage dann auch Bewerbungen und Markenreputation aufbauen. Auf jeden Fall wird es eine grundlegende Basis für Wettbewerbsbeobachtungen und Wettbewerbsvorteile darstellen. Webanalyse und Business Intelligence sind entscheidende Daten-Partner im Big-Data-Szenario. Auch wenn es noch ein frühes Umfeld für die Nutzung von Big Data-Sammlungen ist, so scheint schon jetzt die gekonnte Kombination von relevanten Daten einen enormen Vorteil zu erbringen. Es ist neu, dass über Abteilungen hinweg Daten ausgetauscht und angereichert werden können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit externen Daten von Partnern oder frei zugänglichen Quellen diverse Inhalte zu vergolden. Eine flexible Infrastruktur ist hierbei unabdingbar. Bis hin zu Management-Beschreibungen wird die Nutzung von Big Data reichen. Denn in den vergangenen Jahren wurde auf die Qualität und die Quantität geschaut, wenn es um kluge Management-Assets ging. Nun kommt eine weitere Komponente hinzu: die effiziente Nutzung der vorhandenen Daten. Mit dem geringsten möglichen Aufwand soll die maximal erreichbare relevante Verknüpfung einzelner Quellen erreicht werden. Die Nutzung von Big Data kann zu einem Produktivitätswachstum führen, das sich durch mehrere relevante Hierarchie-Ebenen zieht und mit wichtigen, steigenden Prozentpunkten in der Gesamtbilanz bemerkbar macht. (Ralf Haberich, Chief Commercial Officer (COO)

  • Sven Graehl, Managing Director Econda
  • Mario Ciccarese, Geschäftsführer von Mindlab Solutions
  • Ralf Haberich, Chief Commercial Officer (COO
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