Zehn Tipps zur Produktdatenfeed-Optimierung

„Vollständige und optimierte Datenfeeds sind für die Such-Performance essentiell und können für den wirtschaftlichen Erfolg des ganzen Unternehmens entscheidend sein“, sagt Thomas Nuss (im Bild), COO bei eprofessional. Im Produktdatenfeed werden den Produkten bestimmte Attribute hinzugefügt, die zur eindeutigen Beschreibung der Artikel dienen und anhand der sie von den Nutzern im Web besser gefunden werden sollen. Die Hamburger Digital-Marketing-Agentur zeigt auf, was es bei der Beschreibung von Produkten beziehungsweise ihrer Attribute zu beachten gilt.

Unter Datenfeed-Optimierung versteht man die Summe aller Maßnahmen, die für eine bessere Auffindbarkeit der Produkte in Suchmaschinen sorgen. Folgende Punkte sind für eine gute Performance essentiell:

1) Titel tunen

Für Produktsuchmaschinen und vor allem für Google sind die Informationen im Produkttitel einer der wesentlichsten Faktoren für die Ermittlung der Suchanfragenrelevanz. Verzichten Sie aufgrund der beschränkten Zeichenzahl daher im Titel auf Füllwörter wie „für“ oder „in“. Es sollte zudem je nach Branche differenziert werden, im Bereich Fashion sind beispielsweise andere Produktmerkmale als im Bereich Elektronik ausschlaggebend. Auch die Anordnung der Titelbeschreibung beeinflusst das Ranking. Prinzipiell beschreibt ein guter Titel das Produkt genau und enthält Suchbegriffe, die Nutzer auch gebrauchen.

2) Produktbeschreibungen präzisieren

Die Produktbeschreibung sollte die wichtigsten Merkmale enthalten und zwischen 500 und 1.000 Zeichen umfassen. Verwenden Sie nur relevante Informationen wie zum Beispiel Größe, Material, Zielgruppe nach Alter oder technische Angaben.

 

 

3) Synonyme ergänzen

Fügen Sie der Produktbeschreibung auch Synonyme hinzu, um eine möglichst hohe Abdeckung zu erreichen. Dies steigert sowohl die Reichweite als auch die Suchanfragenrelevanz der Produkte. Verbraucher verwenden bei der Recherche nach einem Produkt möglicherweise verschiedene Begriffe. Ein Nutzer sucht beispielsweise mit dem Begriff “Longsleeve”, ein anderer mit “Langarmshirt” nach dem gleichen Produkt.

4) Farbbeschreibungen normalisieren

Die Farbe ist ein besonders wichtiges Attribut bei den meisten Produkten und wird häufig in der Suchanfrage mit angegeben. Beschreiben Sie das Attribut „Farbe“ so, wie es der Nutzer auch in die Suchmaschine eingeben würde, damit eine möglichst hohe Suchanfragenrelevanz erreicht wird. Also statt Azurit, Indigo oder Kobaltblau besser schlicht „Blau“.

5) Kategorisierung festlegen

Suchmaschinen geben in der Regel Kategorien vor, denen die Produkte zugeordnet werden. Kommen für ein Produkt mehrere Kategorien in Frage, nehmen Sie sowohl die, in der der Verbraucher den Artikel auf jeden Fall erwartet, als auch die kleinste sinnvolle Ebene. Beispielweise bei einem Schrank die Kategorien „Möbel“, „Schränke“, aber auch „Kleiderschränke“ und „Schwebetürenschränke“.

6) EAN und GTIN verwenden

Die European Article Number (EAN) und die Global Trade Item Number (GTIN) sind weltweit gültige Kennzeichnungen für Produkte. Zahlreiche Portale nutzen diese Kennzeichnungen, um die Angebote der Shops für ein Produkt zu gruppieren. Ergänzen Sie diese daher bei Bedarf und überprüfen Sie deren Richtigkeit, denn fehlende oder falsche Nummern können einen negativen Einfluss auf die Listung haben.

7) Größe angeben

Das Attribut „Größe“ charakterisiert die Abmessung eines Produkts mit einer bestimmten Maßzahl. Für die Produktkategorie „Bekleidung“ und „Accessoires“ ist das besonders wichtig. Achten Sie hierbei auf die unterschiedlichen Größensysteme, die von Nutzern verschieden stark präferiert werden.

8) Geschlecht angeben

Das Attribut „Geschlecht“ ist vor allem im Bereich Mode eines der bedeutendsten Unterscheidungskriterien und ist daher ein wesentlicher Bestandteil des Datenfeeds. Geben Sie dieses unbedingt an.

9) Auf Codierung und Sonderzeichen achten

Prüfen Sie, dass keine HTML-Tags im Datenfeed auftreten und Sonderzeichen richtig codiert sind.

10) Produktdaten regelmäßig aktualisieren

Halten Sie Ihre Produktdaten kontinuierlich auf dem neuesten Stand. Neben Abmahnungen und negativen Käufererfahrungen können veraltete Daten sogar dazu führen, dass ein Webshop bei den Portalen gesperrt wird. Besonders die auf der Webseite angegebenen Preise und Verfügbarkeiten müssen mit den Produktdaten übereinstimmen.

Zum Hintergrund

Ein Produkt wird meist von mehreren Attributen, sogenannten Attributgruppen, definiert. Ein „T-Shirt” hat beispielsweise die Attribute „Farbe”, „Größe”, „Produktkategorie”, „Marke” und „Geschlecht“. Diese dienen als Suchmerkmale, anhand der die Artikel besser auffindbar sind. Für Attribute müssen standardisierte beziehungsweise zulässige „Ausprägungen“ angegeben werden.

Im Internet gibt es zwei Arten von Suchmaschinen, die Verbraucher für entsprechende Produktsuchen nutzen: Produktsuchmaschinen unterscheiden die Produkte nach Branchen oder Produktarten, beispielsweise Fashion oder Medikamente, und listen Produkte vieler Onlineshops und Hersteller auf. Preissuchmaschinen hingegen listen ein und denselben Artikel aus verschieden Webshops, damit der Nutzer den Preis vergleichen kann.

(jm)

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