04.12.2023 – Kategorie: eCommerce

5 Tipps für eine erfolgreiche D2C-Brand: So gelingt der Start

Von Null mit einer D2C-Brand durchstarten – dafür muss ganz schön viel zusammenpassen. Und die Lernkurve steil nach oben gehen. Bei der Tierfutter-Marke Dogs‘n Tiger war 2022 beides in einem turbulenten Umfeld der Fall. Sowohl aus den Erfolgen als auch aus den Fehlern lassen sich fünf Dinge lernen.

Ja, es ist schwer, aber möglich: Wer mit einer neuen Marke auch in einem gut besetzten Markt reüssieren will, muss Nacken­schläge parieren, permanent Dranbleiben, Feinjustieren und auf gute Partner vertrauen. Auf diese Weise haben wir es als D2C-Brand auf Anhieb geschafft, schon im ersten vollen Geschäftsjahr ein gesundes Wachstum hinzulegen.

Die wesentlichen Erkenntnisse und Learnings als D2C-Brand:

1. Warenverfügbarkeit sichern

Eine vermeintlich so banale und einfache Grundvoraussetzung und doch so wichtig. Bei zu später Bestellung neuer Ware bekommt man ein sehr großes Problem – wie wir am Ausverkauf unseres Trockenfutters zu spüren bekommen haben. Und das geht bei schnellem Wachstum und gleichzeitig extrem langen Lieferzeiten schneller als gedacht.

Handlungsempfehlung: Eigentlich trivial, aber gerne unterschätzt. Fortlaufende Prüfung des Warenbestands, Analyse der Abhängigkeit von Marketingspendings auf Warenbestand, genaue Forecasts.

2. Fokus auf Logistik/Fulfillment

Das tollste Produkt, der conversionstärkste Shop und das beste Marketing sind nahezu wertlos, wenn der Kunde ein beschädigtes Paket, die falsche Ware oder eine verspätete Lieferung bekommt. Der reibungslose Ablauf des Lieferprozesses ist ein wesentlicher Baustein für eine durchweg positive Customer ­Experience. Negative Liefer-Erlebnisse der Kunden beeinflussen Wiederkaufraten und Customer Lifetime Value nachhaltig negativ.

Es braucht einen zuverlässigen, professionellen und auf D2C spezialisierten Fulfillment-Partner und einen großen Fokus auf das gesamte Thema. Auch gute Fulfillment-Partner müssen gemanaged werden, ein ständiger Austausch ist sehr zu empfehlen. Zudem braucht es eine enge Abstimmung mit dem Customer Support, um auftretende Probleme sofort zu erkennen.

3. Agenturwechsel kann ein Gamechanger sein –
Ergebnisse fortlaufend prüfen und Benchmarks einholen!

Wir haben im Januar 2022 unsere Google-Agentur gewechselt. Mit der ondevi GmbH haben wir es geschafft, den Google-Umsatz (non-Brand) innerhalb von sieben Monaten bei gleichzeitig sinkendem CPO um 2.310 Prozent zu steigern.

Regelmäßiger Austausch mit anderen E-Commerce-Gründern und -Marketingfachleuten zu Ergebnissen & Benchmarks.

4. D2C-Brand: Influencer Marketing funktioniert noch …

… mit den richtigen Influencern, guten Briefings, einem fairen Pricing (z.B. keine IG-Story TKPs > 50€) und einem sauberen Tracking.

Unbedingt Expertise einholen in Form von (externen) Mitarbeitern oder Agenturen. Authentizität bei Influencer-Kooperationen ist mittlerweile der wohl wichtigste Aspekt. Außerdem: Preis-Benchmarks kennen und immer verhandeln.

5. Retention is Key – Subscription is King

Zugegebenermaßen tun wir uns als Tierfutter-Marke hier deutlich leichter. Dennoch kommen gute Wiederkaufquoten und Abo-Abschlüsse nicht von allein. So konnten wir durch unsere CRM-Maßnahmen nicht nur unseren CLV deutlich verbessern, sondern gleichzeitig den AOV massiv steigern.

Hier sind neben hervorragender Customer Experience vor allem Daten und fortlaufendes Testing besonders wichtig, um herauszufinden, wann der perfekte Moment ist, um bestehende Kunden für einen Wiederkauf oder einen Abo-Abschluss zu begeistern. Außerdem müssen klare Abo-Vorteile geschaffen und aufmerksamkeitsstark kommuniziert werden.

D2C-Brand
Bild: Digitalsieger

Der Autor Mario Sieger ist Inhaber der Agentur Digitalsieger und Chief Marketing Officer für D2C-Brands.

Lesen Sie auch: Supply Chain Management: Zehn wichtige Trends für 2024


Teilen Sie die Meldung „5 Tipps für eine erfolgreiche D2C-Brand: So gelingt der Start“ mit Ihren Kontakten:


Scroll to Top