60 Prozent mehr Fälle von Kartenbetrug im Jahr 2010

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60 Prozent mehr Fälle von Kartenbetrug im Jahr 2010

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Studie von ACI Worldwide: 14 Prozent der Befragten in Deutschland wurden schon einmal Opfer eines Kartenbetrugs. 39 Prozent der deutschen Befragten würden im Betrugsfall darüber nachdenken, die Bank zu wechseln.

Weltweit haben Fälle von Bank- und Kreditkartenbetrug in den letzten 18 Monaten um ganze 60 Prozent zugenommen. Das zeigt eine aktuelle Studie von ACI Worldwide, einem Anbieter von Lösungen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Während noch im Sommer 2009 18 Prozent der Befragten in acht wichtigen Volkswirtschaften angaben, in den letzten fünf Jahren einem Kartenbetrug zum Opfer gefallen zu sein, waren es Ende 2010 fast ein Drittel (29 Prozent). In Deutschland liegt der aktuelle Wert bei 14 Prozent und damit im internationalen Vergleich eher niedrig: In Großbritannien sind es 33 Prozent und in China sogar 43 Prozent. Den niedrigsten Wert verzeichnen die Niederlande mit 11 Prozent.

Nach einem Betrugsfall würden 39 Prozent der Deutschen einen Wechsel des Finanzdienstleisters mindestens in Betracht ziehen. Weitere 46 Prozent würden dies von der Servicequalität der Bank nach dem Betrugsfall abhängig machen. Diese Werte decken sich annähernd mit den Ergebnissen auf internationaler Ebene. Die gute Nachricht für die Banken ist, dass 83 Prozent der Deutschen, die tatsächlich schon einmal Opfer eines Betrugs wurden, mit der Reaktion ihrer Bank zufrieden sind. Hier sind klare Unterschiede im Ländervergleich erkennbar: Während Großbritannien (86 Prozent) und die USA (88 Prozent) sogar leicht bessere Werte aufweisen, liegt die Zahl der Zufriedenen in Indien mit 58 Prozent, in Dubai mit 61 Prozent und in Singapur mit 68 Prozent deutlich niedriger.

Im Betrugsfall erwarten die deutschen Kunden von ihrer Bank vor allem eine zügige Rückerstattung des Geldes (44 Prozent) sowie eine möglichst schnelle Entdeckung des Betrugs (29 Prozent). Auf internationaler Ebene ist den meisten Kunden ebenfalls die Rückerstattung des Geldes am wichtigsten (34 Prozent); den zweiten Platz belegt jedoch die Erwartung, dass die Bank den Betrug schneller erkennt als die Kunden selbst (27 Prozent). US-amerikanische (40 Prozent) und kanadische (39 Prozent) Kunden halten dies sogar für das wichtigste Kriterium.

80 Prozent der deutschen Befragten gehen davon aus, dass ihre Bank im Rahmen ihrer Möglichkeiten für weitgehenden Schutz vor Kartenbetrug sorgt. Knapp ein Fünftel (19 Prozent) glaubt, dass die Sicherheitsvorkehrungen ihrer Bank nicht ausreichend sind. Dieses Bild entspricht annähernd dem internationalen Ergebnis, wobei die Befragten in China, Brasilien und Dubai deutlich kritischer urteilen, während sich die Kunden in Kanada am positivsten äußerten.

Die überwiegende Mehrheit der deutschen Befragten (83 Prozent) wie auch der Umfrageteilnehmer weltweit möchte von ihrer Bank über verdächtige Vorfälle im Zusammenhang mit ihrer Kredit- oder Bankkarte informiert werden, bevor die Karte gesperrt wird. Dabei ist das Mobiltelefon Kommunikationsmittel der Wahl: Einen Anruf oder eine SMS auf dem Handy wünschen sich 36 Prozent der Befragten in Deutschland. International bevorzugen noch deutlich mehr Befragte das Mobiltelefon (54 Prozent); in Dubai sind es gar 85 Prozent. Dagegen erwarten in Deutschland 31 Prozent der Befragten einen Anruf auf dem Festnetztelefon – weitaus mehr als im internationalen Vergleich: Weltweit setzen nur 20 Prozent auf dieses Kommunikationsmittel.

Info: www.aciworldwide.com/proactiveriskmanager

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