Abstürzende Applikationen: In Nürnberg werden Apps einem Härtetest unterzogen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Abstürzende Applikationen: In Nürnberg werden Apps einem Härtetest unterzogen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
apps_handy

Wenn Apps auf dem Smartphone oder Tablet abschmieren, ist das ärgerlich und nervig. Bei einem Rennspiel regt man sich vielleicht auf, nicht schnell genug den Profistatus als Fahrer zu erreichen, weil in entscheidenden Situationen kurz vor der Ziellinie die Software den Geist aufgibt und ein Neustart erforderlich ist.


Was passiert aber, wenn Apps von Vertriebsmitarbeitern genutzt oder für die medizinische Fernüberwachung eines Patienten eingesetzt werden. Das kann richtig Ärger geben oder sich sogar lebensbedrohlich auswirken (wenn bei einem Herzkranken Vitalfunktionen überwacht werden sollen). Chip Online hat jetzt eine höchst sinnvolle Aktion gestartet. Sie will Apps im Nürnberger Testlabor von Nash Technologies einem Härtetest unterziehen. Chip-Leser können Vorschläge machen, welche Applikationen ins Labor gehen sollen.


Die Probleme hat Chip skizziert: Funktionen verschwinden beim Übergang von Mobile zu WLAN und vice versa, selbst wenn man das Handy zwischendurch ausgemacht hat. Man wartet minutenlang und nichts passiert; Handover auf der Autobahn: Apps bleiben einfach hängen oder stürzen ohne erkennbaren Grund ab; App-Nutzung in Gebieten mit wenig Bandbreite oder dem Übergang von hoher nach niedriger Bandbreite: Apps frieren ein oder stürzen ab; Man fährt mit seinem Smartphone in ein anderes europäisches Land und erlebt sowohl bei der Leistung der App als auch später beim Empfang der Rechnung sein blaues Wunder.


All das seien Alltagserfahrungen, selbst mit einem iPhone, wo man sich doch eine ganz andere Stabilität erhofft hatte: „Diese Effekte treten auf bei Netzübergängen, hohem Datenverkehr, niedriger oder schwankender Bandbreite, unzuverlässigen Datenverbindungen, und ähnlichem auf”, so Dirk Zetzsche, Director bei Nash Technologies, gegenüber Chip Online. Die Crux liegt für ihn darin, dass diese Alltagserfahrungen eben nicht in einem klinisch reinen Standard-Testlabor mit WLAN oder USB-Kabel verlässlich reproduzierbar gemacht werden können:


„Bei kostenlosen oder sehr günstigen Apps drücken die Anwender vielleicht noch ein Auge zu, wenn die App versagt, aber bei höherwertigen Diensten und Apps bezahlen die Firmenkunden gutes Geld und wollen dafür auch Leistung sehen, zu recht. In Anbetracht der immer noch steigenden Verbreitung von Smartphones und der Abkehr von RIM hin zum iPhone im Geschäftskundenumfeld, ist das aber ein aktuelles Thema”, so Zetzsche.


Eines der Hauptprobleme: Apps werden in der Regel innerhalb weniger Monate entwickelt und landen dann als zertifizierte Software in den Shops. Danach alle paar Monate ein Update. Prinzip „Eternal Beta“. Der Kostendruck sei nach Erfahrungen enorm und die Innovationsrate hoch. Die App Stores scheinen in den Himmel zu wachsen:


„Und jetzt steckt man schon mitten im Dilemma, denn nützliche Software hat eine notwendige Mindestkomplexität. Hier ist es mit vertretbarem Aufwand gar nicht möglich, alle Fehlerfälle abzudecken. Dies gilt umso mehr, als Apps nicht im luftleeren Raum existieren, sondern komplexe Wechselwirkungen mit anderen Softwarekomponenten haben, mit Betriebssystemfunktionen, Kommunikations-Systemen und anderem. Hier treten viele Fehlerszenarien auf, die man als App-Entwickler gar nicht auf dem Radar haben kann, weil man nur das API benutzt, aber nicht die Interna hinter der Programmierschnittstelle API kennt”, weiß Zetzsche. Das ist wohl generell ein unterschätzter Faktor der Vernetzung. Mobile Services müssten genau so robust sein wie wir es von der Festnetz-Telefonie gewöhnt sind. Dort bricht die Leitung auch nicht einfach zusammen, wie wir es beim mobilen Surfen im Internet immer noch erleben. So müssen medizinische Anwendungen so robust und smart konzipiert sein, dass sie auf schwankende Verbindungsqualität reagieren können. Nur ein Beispiel von vielen.


Bei der neuen Testreihe können sich CHIP Online-Leser beteiligen. Erste Tests könnten folgende Themen beleuchten: „Vergleich der Apps-Gruppe QuickOffice, ZoHo Mobile, GoogleDocs und Apple iWork. Verhalten von Business-Apps beim Upgrade. Multitasking – welche App versagt, wenn der Kunde anruft. Geschäftstaugliche Cloud-Apps im Up- und Download. Logistik – welche Profi-Navi-Apps halten auf dem Land und auf Langstrecken durch. Raus damit, welche App macht Ihnen beruflich die meisten Sorgen? Welche ist nach einem Update abgestürzt und welche spielt auch bei perfekter Netzabdeckung verrückt? Schreiben Sie uns unter b2b(at)chip.de Wir starten sofort”, so Chip Online.


Autor: NeueNachricht, Gunnar Sohn


 

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wird 2020 im globalen Handel ein Umsatzrückgang von 5,7 Prozent erwartet. Anders bei Amazon, wo die weltweiten Umsätze im zweiten Quartal um 40 Prozent gestiegen sind. Wie Unternehmen mit einer E-Commerce-Strategie die Herausforderungen bewältigen können, erklärt Gastautor Michiel Schipperus von Sana Commerce.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Fashion commerce

Wann jetzt handeln gefragt ist

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

    * Jederzeit kündbar

    Entdecken Sie weitere Magazine

    Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

    Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.