Änderung des Urheberrechts möglich

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Das Bundesministerium für Justiz (BMJ) untersucht derzeit die Notwendigkeit einer möglichen Änderung des Urheberrechts.

Mit dem Seestern IT Forum und BITKOM haben sich verschiedene Interessenverbände an der ausgerufenen Diskussion beteiligt; jedoch kann man nur hoffen, dass noch andere Hersteller- und Anwenderverbände beteiligt sind. Ein Ziel der Teilnehmer des Seestern IT Forums ist es, Interessen der Anwender zu verwirklichen.

Das BMJ hat im Auftrag des Bundestages zu einer Diskussion über das Urheberrecht aufgerufen: Im Rahmen eines Dritten Korbes sollen unter anderem mögliche Änderungen der Regelung des Handels mit gebrauchter Software und eine Veröffentlichungspflicht im elektronischen Bundesanzeiger untersucht werden. Unter anderem kamen das Seestern IT Forum und der BITKOM der Bitte des BMJ nach, sich an der Diskussion zu beteiligen.

“Die Interessen von gewerblichen Anwendern decken sich nur selten mit denen von Herstellern – besonders dann, wenn es sich dabei um Monopolisten handelt”, weiß; Axel Susen, Initiator des Seestern IT Forums. “Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die Vorschläge an das BMJ aus. Wir sind beispielsweise für eine liberalere Regelung des Handels mit gebrauchter Software, BITKOM dagegen.” Die gesamte Stellungnahme des Seestern IT Forums entnehmen Sie bitte der beigefügten Datei “Antworten Ministerium”.

“Ich halte es für überaus wichtig, dass nicht nur Hersteller, sondern auch Anwender gezielt in Gruppen zusammenarbeiten”, so Susen weiter. “Gerade weil wir nicht mit den gleichen finanziellen Mitteln wie der BITKOM ausgestattet sind, ist gutes Teamwork unersetzlich.” Der BITKOM vertritt die Interessen von über 1000 Unternehmen mit über 700.000 Beschäftigten, das Seestern IT Forum die Interessen von fast 100 gewerblichen Anwendern mit über 2 Millionen Mitarbeitern.

“Wenn Hersteller aktiv Lobbyarbeit leisten, müssen gewerbliche Anwender dasselbe tun!”, betont Susen. “Wir haben in der Vergangenheit schon Etwas erreichen können: So haben wir Widerspruch gegen die Wartungserhöhung geäuß;ert und einen Beitrag zur Abschaffung der Auslandszuschläge geleistet. Trotzdem gibt es noch Regeln, durch die Anwender benachteiligt werden.” So seien die Wartungsgebühren für nicht genutzte Lizenzen kartellrechtlich zu bemängeln, denn SAP zum Beispiel fordert eine nachträgliche Vergütung für nicht erbrachte Leistungen, sobald die Lizenzen wieder in Wartung genommen werden.

Mitglieder des Seestern IT Forums sowie Verantwortliche aus der IT-Branche werden ausdrücklich eingeladen, bei der nächsten Kick-Off Veranstaltung am 03.09.2009 teilzunehmen. “Um Interessen gewerblicher Anwender durchzusetzen, sollten wir noch mehr unternehmen”, sagt Susen.

Info: www.seestern-forum.de

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