Air up: Wie durch Networking und das richtige ERP-System der Erfolg kam

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Air up: Wie durch Networking und das richtige ERP-System der Erfolg kam

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Wie begeistert man Frank Thelen für sein Produkt, ohne es ihm in „Die Höhle der Löwen“ vorzustellen? Den Gründern von air up gelang dies durch Networking. Nur mit einem Prototyp ihrer neuartigen „Duft-Trinkflasche“ in der Tasche überzeugten sie Thelen, in sie zu investieren.
Air up

Knapp sechs Wochen nach dem Verkaufsstart der „Duft-Trinkflasche“ erreichte das Start-up schon knapp eine Million Umsatz. Auf den Markteintritt bereiteten sich die Gründer drei Jahre lang vor und nutzten insbesondere das Networking für sich. Denn sie lernten: Der Austausch mit anderen Unternehmen ist für Startups das A-und-O, um das Business erfolgreich aufzubauen und sich für den Online-Vertrieb richtig aufzustellen.

air up bietet eine Trinkflasche der besonderen Art: Die Gründer Fabian Schlang, Tim Jäger, Lena Jüngst, Simon Nüesch und Jannis Koppitz suchten nach einer Möglichkeit, Wasser schmackhaft zu machen. Denn wie sie aus Interviews mit Ärzten und Diabetikern erfuhren, ist pures Wasser für viele Menschen zu langweilig, weshalb sie zuckerhaltige Getränke bevorzugen. Ihr Ziel war es daher, Menschen dazu zu animieren, mehr zu trinken, aber auf zuckerhaltige Getränke zu verzichten.

air up trickst Geschmackssinn aus

Das Ergebnis ist die Trinkflasche von air up mit einem austauschbaren Aromapod. Durch den Pod strömen Düfte über den Rachenraum zum Riechzentrum und vermitteln dem Trinkenden den Eindruck, dass das Wasser aus der Trinkflasche beispielsweise nach Apfel schmeckt. Die Idee war geboren und mit dem Gründerstipendium „Exist“ eine gute Basis für den Startschuss geschaffen.

Mit dem Fördergeld sollten Fragen beantwortet werden wie: Kann aus dieser Idee für eine Bachelor-Arbeit wirklich ein Unternehmen werden? Ein Jahr nahmen sich die Gründer für diese Fragestellung Zeit und kamen zu dem Schluss: ja, es kann. „Das Interesse an unserer Idee war definitiv vorhanden und wir sahen, dass wir daraus auch ein Produkt schaffen können“, erklärt Tim Jäger. Damit begann die Suche nach Investoren.

Air UpQuelle: Air Up
Über den Aromapod strömen Düfte zum Riechzentrum des Trinkenden.

Mit dem Prototyp auf Start-up-Veranstaltungen

Nach rund einem Jahr war der erste Prototyp entstanden. Mit dem Produkt in der Tasche präsentierten sich die Gründer auf Messen und Start-up-Veranstaltungen. „Wir hatten das große Glück, einen funktionierenden Prototypen zu haben. So konnten die Leute unsere Idee live erleben“, berichtet Jäger. „Diese Idee überzeugte: Auf einer Start-up-Veranstaltung stießen die fünf kreativen Köpfe auf Mitarbeiter von Freigeist Capital, der Investmentgesellschaft um Frank Thelen. Sie konnten Thelens Kollegen und danach ihn selbst für ihr Produkt begeistern. Um eine größere Produktion zu ermöglichen, holte Thelen seinen Jurorenkollegen Ralf Dümmel aus „Die Höhle der Löwen“ ins Boot. 

Nicht nur deshalb war für die Gründer der Besuch von Messen und anderen Veranstaltungen essenziell. Auch der Austausch mit anderen Start-ups war Gold wert. So erhielt air up wichtige Tipps in Bezug auf die Geschäftsführung und die richtigen Tools und Systeme. Vor dem Markteintritt wollte sich air up möglichst professionell aufstellen. Als es dabei um die Frage nach einem geeigneten ERP-System ging, empfahlen mehrere Start-ups und das Freigeist-Netzwerk die ERP-Lösung „Xentral“. Xentral ist ein Augsburger Start-up, das mit einem leicht bedienbaren ERP-System Frank Thelen ebenso überzeugte wie air up. Die beiden Gründer Bene und Claudia sind ebenfalls Teil des Freigeist-Netzwerks.

Air UpQuelle: Air Up
Die Gründer von air up nutzten von Beginn an das Networking für sich.

air up setzt auf Xentral ERP als Multichannel-Talent

Drei Jahre Vorbereitung verstrichen, ehe die Duft-Trinkflasche offiziell auf den Markt kam. Vorher war sie bereits exklusiv auf Amazon erhältlich. Der Ansturm war gigantisch: Sowohl bei Amazon als auch bei einigen Einzelhändlern war die Flasche innerhalb von wenigen Tagen ausverkauft. Nach sechs Wochen waren umgerechnet eine Million Liter verkauft.

Mittlerweile ist die Verfügbarkeit wieder vollständig gewährleistet und die Vertriebskanäle wurden deutlich erweitert: Über Supermärkte und Sportgeschäfte, einen eigenen Online-Shop und weitere Anbieter ist air up erhältlich – sogar ins europäische Ausland. Egal über welchen Vertriebskanal und Inland oder Ausland – alles kann über das ERP-System abgewickelt werden, weshalb die Gründer die Entscheidung für Xentral nicht bereuen.

Mit der ERP-Software kann das Start-up Aufträge, Rechnungen, CRM und die Bestellungen abwickeln. Zudem bildet sie die Schnittstelle zwischen Online-Shop und weiteren Vertriebskanälen sowie zur Logistik. „Dieser holistische Ansatz ist das, was uns an Xentral besonders begeistert. Alles ist abgedeckt und man kann das große Ganze angehen, ohne zig unterschiedliche Tools zu benötigen“, berichtet Jannis Koppitz. Zukünftig soll die Nutzung auch noch auf den Einkauf ausgeweitet werden.

Die Erfolgswelle der Duft-Flasche geht weiter

Kurz nach dem offiziellen Verkaufsstart durften sich die Gründer außerdem über eine weitere Finanzspritze freuen: In einer Extended-Seed-Runde stiegen Denk Pharma, FRe UG und der Privatinvestor Carl-Claudius Rosengarten mit einem insgesamt siebenstelligen Betrag in das junge Unternehmen ein. Spätestens mit dieser für ein Food-Start-up ungewöhnlich hohen Finanzierungssumme machte sich air up auch im europäischen Ausland und den USA einen Namen. Das Netzwerk aus Investoren und anderen Start-ups wächst also über die Grenzen hinaus.

Derzeit besteht air up aus 30 Mitarbeitern und plant, noch größer zu werden und vor allem den Getränkemarkt nachhaltig zu revolutionieren. Auf ihr Start-up-Netzwerk möchten die Gründer nach wie vor zurückgreifen, um weiterhin von den wertvollen Tipps zu profitieren. Aber auch, um jetzt selbst jungen Start-ups unter die Arme zu greifen.

Lesen Sie auch: Fünf wichtige E-Commerce-Trends im Jahr 2020

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