Aktuelle Video-Trends für Vermarkter und Werbetreibende

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Kürzlich bestätigte die neue Studie “Global entertainment and media outlook” der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PWC) die steigende Bedeutung von Online-Videos in der Werbung. So macht dieses Werbe-Segment den größten Wachstumssprung und soll bis 2019 um 19,5 Prozent im Umsatz weltweit wachsen. 2014 lag der Marktanteil von Online-Video-Werbung noch bei 4,7 Prozent.

Holger Schöpper, Regional Director CEU bei Ooyala, erläutert fünf Trends, die die Videobranche berücksichtigen muss, um vom Wachstum im deutschen Markt profitieren zu können.

„In den kommenden Monaten wird sich der Wettbewerb um Video-Content weiter verschärfen, da Bannerwerbung immer stärker unter Druck steht. Dies ist insbesondere der veränderten Mediennutzung geschuldet. So sind immer mehr mobile Endgeräte im Einsatz, die naturgemäß kleinere Displays und damit weniger Werbefläche bieten. Daher sind bei der Bewegtbildproduktion in Zukunft Geschäftsmodelle speziell für das Internet nötig.

  1. Der erste Trend, den wir beobachten: Das klassische lineare Fernsehen erreicht immer weniger Zuschauer. Besonders junge Menschen wollen ihr Programm selbst bestimmen und steigen dazu auch vermehrt auf kostenpflichtige Streamingdienste um. Der Druck auf Sender, nicht den Anschluss zu verlieren, zwingt sie dazu, ebenfalls mit neuen Modellen zu reagieren. Ihre Vorteile dabei: Sie können auf ihre langjährige Erfahrung mit Bewegtbildinhalten, die jeweilige lokale Kompetenz, eine bessere Nutzerkenntnis und neue, eigene Angebote zurückgreifen.
  2. Damit der Video-Content gewinnbringend vermarktet werden kann, sind die immer stärker verbreiteten Redistributionsplattformen sowie New-TV-Angebote oder Kooperationen der Sender mit Anbietern im Bereich Video-On-Demand (VOD) mit Offline-Funktionen wichtige Monetarisierungslösungen. Dies ist der zweite Trend, den wir aktuell wahrnehmen.
  3. Der dritte Trend ist der verstärkte Einsatz von AdBlocking – nicht nur auf den PCs, sondern auch auf mobilen Abspielgeräten. Die dadurch sinkende Sichtbarkeit der Videos bedroht zunehmend existierende Geschäftsmodelle. Nur wer transparent die tatsächlichen Nutzungsparameter darlegen kann, wird auch in Zukunft das Vertrauen – und damit das Budget – der Mediaagenturen erhalten.
  4. Trend Nummer 4: Anbieter von Bewegtbildinhalten begegnen der Herausforderung der fehlenden Reichweite mit neuen Geschäftsmodellen in der Produktion. Eine bedenkliche Nebenwirkung dieser Entwicklung sind allerdings unlautere Praktiken wie Bot Traffic, also von Computern erzeugte Reichweite, die das Gesamtbild verfälschen. Durch den Einsatz von Plattformen für Premium-Videos können Videoanbieter sicherstellen, dass sie sowohl qualitativ als auch quantitativ die Reichweite erhalten, für die sie auch bezahlen.
  5. Auch in der Videobranche wird der Einsatz von Datenanalysen immer wichtiger – der fünfte Trend, den wir im Markt sehen. Wurde früher Content einfach produziert, um mehr oder weniger im Trial-and-Error-Verfahren auszuprobieren, ob er beim Zielpublikum auf Zustimmung stößt, kann heute eine umfassende Analyse des Konsumenten unmittelbar in den gesamten Produktionsprozess einfließen. So wird eine tiefgehende Kenntnis des Nutzers und seines Verhaltens eine Kernkomponente für künftigen Erfolg.

Nur wenn Vermarkter und Werbetreibende diese fünf Trends beachten, werden sie auch in Zukunft von immer steigenden Umsätzen im Bereich Online-Videos profitieren können und Videos anbieten, die den Nutzer tatsächlich erreichen können.

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