Amazon nimmt Einzelhandelsgiganten ins Visier

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Der US-dominierte Einzelhandel legt leicht zu, während sich die deutschen Unternehmen Schwarz (Kaufland, Lidl) und Aldi in den Top Ten der umsatzstärksten Handelsunternehmen weltweit behaupten. Der eigentliche Gewinner heißt Amazon; der Online-Gigant konnte sich in den vorderen Reihen festsetzen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse aus dem „Global Powers of Retailing“-Report von Deloitte.

Grafik Handel

Der US-dominierte Einzelhandel legt leicht zu, während sich die deutschen Unternehmen Schwarz (Kaufland, Lidl; die Unternehmensgruppe ist der größte Handelskonzern Europas) und Aldi in den Top Ten der umsatzstärksten Handelsunternehmen weltweit behaupten. Der eigentliche Gewinner heißt Amazon; der Online-Gigant konnte sich in den vorderen Reihen festsetzen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse aus dem „Global Powers of Retailing“-Report von Deloitte.

And the winner is … Amazon! Der Online-Händler setzt im Retail-Segment neue Maßstäbe und kann sich erstmals auf Platz sechs der weltweit größten Handelsunternehmen platzieren – nach einem regelrechten Durchmarsch, denn zur Jahrtausendwende belegte der Anbieter noch Rang 186 des „Global Powers of Retailing“-Reports von Deloitte.

Große Veränderungen in der Branche

Die Platzierung spiegelt nicht nur die steigende Bedeutung des digitalen Handels, sondern auch die großen Veränderungen in der Branche insgesamt wider: So waren 2001 gerade einmal vier der aktuellen Top-Ten-Unternehmen unter den ersten zehn, entsprechend mussten sechs ihren Platz in der Zwischenzeit räumen.

Wal-Mart bleibt unangefochtener Spitzenreiter, als deutsche Vertreter sind die Schwarz-Gruppe und Aldi ganz vorn mit dabei. Insgesamt brachte das Geschäftsjahr 2016* dem Handel zwar gute Gewinne – die aggregierten Erlöse lagen bei 4,4 Billionen US-Dollar, die Margen bei durchschnittlich 3,2 Prozent und das Umsatzwachstum seit 2011 bei 4,8 Prozent. Im Zehnjahresvergleich fiel das Wachstum jedoch deutlich geringer aus, sogar bei den besonders schnell wachsenden Vertretern des „Fastest 50“-Rankings.

Erstklassige digitale Einkaufsmöglichkeiten: ein Muss

„Erstklassige digitale Einkaufsmöglichkeiten sind heute ein Muss. Der Kunde will aber vor allem ein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg. Die richtige Kombination von ,Bricks‘ und ,Klicks‘ ist entscheidend, wozu auch der intelligente Einsatz neuer Technologien in den physischen Geschäften gehört. Aber auch chinesische Unternehmen nehmen heute schon in bestimmten Teilen Vorreiterrollen ein und zeigen auf, welche Trends künftig besonders wichtig sind“, erklärt Karsten Hollasch, Partner und Leiter Consumer Business bei Deloitte.

Wal-Mart bleibt Nummer eins

Wer zu den Top 250 des Deloitte-Rankings zählt, verfügt im Durchschnitt über einen Jahresumsatz von mindestens 3,6 Milliarden US-Dollar. Mit fast 486 Milliarden zeigt Spitzenreiter Wal-Mart einen erheblichen Abstand zur zweitplatzierten Costco (119 Mrd.) und macht deutlich, dass er in einer eigenen Liga spielt. In den Top Ten finden sich neben US-Unternehmen wie Kroger und Home Depot mit Schwarz (4) und Aldi (8) zwei deutsche sowie mit Carrefour (9) ein französischer Vertreter.

Amazon setzt auf Innovation

Vor allem Amazon hat in den vergangenen Jahren ein außergewöhnliches Umsatzwachstum gezeigt. So hat das Unternehmen neue Märkte erschlossen, neue Produktkategorien eingeführt und dabei immer wieder aktuellste Technologien getestet und genutzt. Ein entscheidender Schritt war unter anderem die Akquise von Wholesale Foods Market im Jahr 2016. In Gestalt von Amazon-Go-Märkten wird das Unternehmen für weitere Disruptionen im Markt sorgen.

Gutes Geschäftsjahr für deutsche Anbieter

Neben Amazon, das seit Jahrzehnten zweistellig zulegt und im Vergleich zum Vorjahr gleich vier Plätze nach vorne rückt, konnten auch die deutschen Vertreter Schwarz und Aldi auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken, vor allem wegen ihrer Expansion in wichtige Märkte. In den Top 250 finden sich insgesamt 17 deutsche Unternehmen, was einem Anteil von 6,8 Prozent entspricht. Neben den Einzelhandelsriesen Metro (16), Edeka (19) und Rewe (22) sind unter anderem noch Otto (89), dm (103), Rossmann (106) sowie Zalando (227) und Intersport (250) vertreten. Zalando konnte sich überdies Platz vier bei den am schnellsten wachsenden Unternehmen sichern. Insgesamt lag das Wachstum der deutschen Anbieter bei guten 3,5 Prozent.

Wachstum im Bekleidungssegment lässt nach

In Summe ist das durchschnittliche Wachstum der Top-250-Händler von 4,8 Prozent per annum in der Periode 2011 bis 2016 auf 4,1 Prozent 2016 gesunken. Nach Produkt- und Sortimentskategorien betrachtet. zeigen die Nonfood-Großflächenhändler (CE, DIY, Möbel) das höchste Wachstum (7,8 Prozent), gefolgt vom Bekleidungssegment, das auf 4,4 Prozent zurückgeht. Auch im Lebensmittelbereich hat das Wachstum nachgelassen – von 5 (2015) auf nunmehr 3,8 Prozent. Die sogenannten „Generalisten“ neigen ebenfalls zur Stagnation.

„Europa ist wirtschaftlich im Aufwind, dennoch drohen die europäischen Handelsunternehmen, gegenüber ihren US-amerikanischen und asiatischen Wettbewerbern an Boden zu verlieren. Nach wie vor sind europäische Anbieter international am aktivsten, ihr Anteil am weltweiten Umsatz ist jedoch von 39,4 Prozent vor zehn Jahren auf jetzt 33,8 Prozent gesunken“, fügt Hollasch hinzu.

Die komplette Studie erhalten Sie auf Anfrage. Weitere Informationen gibt es hier.

Über die Studie: Die Studie basiert auf Finanzkennzahlen der Geschäftsjahre bis Ende Juni 2017. Grundlage sind Jahresberichte, die Planet-Retail-Datenbank und weitere öffentliche Quellen.

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