Araber und Chinesen stabilisieren Tax Free Einkaufstourismus in Deutschland

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Trotz Wirtschaftskrise kommen deutlich mehr Araber und Chinesen nach Deutschland, Russen und Ukrainer gelten allerdings als am ausgabefreudigsten.

Mit einem deutlichen Plus stiegen die Tax Free Umsätze mit Besuchern aus China (+22 Prozent) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (+27 Prozent) in der ersten Jahreshälfte 2009 gegenüber dem 1. Halbjahr 2008 spürbar an. Auch kamen insgesamt mehr Iraner und Japaner als im Vorjahr nach Deutschland und sorgten so für höhere Tax Free Umsätze (+19 Prozent bzw. +18 Prozent).

Damit glichen die Gäste aus diesen Ländern die Rückgänge anderer Nationen, z.B. von Russen, Ukrainern und US-Amerikanern weitgehend aus und leisteten einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Tax Free Umsätze in Deutschland trotz Wirtschaftskrise insgesamt nur um etwas über vier Prozent sanken. Einmal mehr erwies sich das Tax Free Geschäft als wichtige Stütze des Einzelhandels, der trotz vorgeblicher Konsumfreude der Verbraucher seit Jahresbeginn eine deutliches Minus verzeichnet.

Dennoch mussten die meisten Top-Destinationen Einbuß;en hinnehmen – in München sanken die Tax Free Verkäufe um gute drei Prozent. In den andren Einkaufsmetropolen sind die entsprechenden Zahlen ebenfalls rückläufig. Besonders gefragt bei ausländischen Gästen waren Fashion-Artikel sowie Schmuck und Uhren. Das ist das Ergebnis der Halbjahresbilanz von Global Refund Deutschland, Finanzdienstleister für den Einzelhandel im Geschäft mit international Reisenden und Anbieter in der Mehrwertsteuer-Rückerstattung.

Unverändert ist München die beliebteste Einkaufsstadt für ausländische Gäste. Die bayerische Landeshauptstadt führt mit einem Tax Free Umsatz von rund 54 Millionen Euro und einem Anteil von 20 Prozent vor Frankfurt/Main (50 Mio./19 Prozent) und Berlin (40 Mio./ 15 Prozent). Sowohl München als auch Berlin verzeichneten Umsatzrückgänge im Tax Free Geschäft in Höhe von drei Prozent. Am härtesten trifft es aber das viertplatzierte Düsseldorf: Um ganze 18 Prozent gingen die Umsätze mit ausländischen Kunden hier zurück. Als eine wichtige Ursache hierfür sieht Global Refund die verminderten Anzahl internationalen Messen in 2009, die aufgrund ihres mehrjährigen Turnus in diesem Jahr nicht stattfanden.

Auch Köln und das Outlet-Paradies Metzingen (je minus 12 Prozent) mussten starke Verluste hinnehmen. Einziger wirklicher Gewinner ist Konstanz mit einem knapp zehnprozentigen Plus: Die Nähe zur Schweiz hat sich hier als klarer Vorteil erwiesen.

Die vermehrten Einkäufe der Touristen aus arabischen Ländern haben den allgemeinen Umsatzrückgang jedoch nicht vollständig verhindern können – weder deutschlandweit noch in München, der am stärksten von arabischen Gästen frequentierten Einkaufsstadt. Dabei gaben die Araber and der Isar in diesem Halbjahr sogar 15 Prozent mehr Geld aus.

Chinesen hingegen favorisierten mehrheitlich Frankfurt/Main – und sorgten mit 30 Prozent höheren Umsätzen dafür, dass Frankfurt immerhin ein Tax Free Umsatzplus von über vier Prozent erreichen konnte. Ein wichtiger Grund für Frankfurts Stärke als Shopping Metropole für ausländische Gäste ist natürlich sein bekannter Flughafen, der als eines der weltweit bedeutendsten Luftfahrtdrehkreuze viele Reisende in die Stadt bringt.

Dem starken Umsatzanstieg arabischer und chinesischer Reisenden steht ein deutliches Minus bei der insgesamt größ;ten Gruppe von Nicht-EU-Touristen gegenüber: Um rund 12 Prozent brachen die Umsätze von Bürgern der russischen Föderation ein. Deutlich bemerkbar macht sich die schwierige wirtschaftliche Lage auch bei den ukrainischen Gästen – hier gab es Einbrüche um 24 Prozent. Reisende aus den USA gaben etwa zehn Prozent weniger Geld bei Tax Free Einkäufen in Deutschland aus.

Mit durchschnittlich 430 respektive 358 Euro pro Kopf lassen Ukrainer und Russen trotz insgesamt fallender Tendenz immer noch am meisten Geld in deutschen Geschäften. Jedoch sind Araber und Chinesen mit 344 beziehungsweise 323 Euro pro Kopf ebenfalls bedeutende Umsatztreiber: Hamburg zum Beispiel verzeichnet ein Umsatzplus von glatten 50 Prozent mit arabischen Gästen, mit Chinesen sogar ein Plus von fast 60 Prozent.

Für 2009 rechnet Global Refund damit, dass sich die Wirtschaftskrise auch spürbar auf das Shoppingverhalten der international Reisenden auswirken wird.

Info: www.globalrefund.com

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