Auffallen durch Marketing: Warum der Onlinemarkt immer noch nicht erschlossen ist

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Auffallen durch Marketing: Warum der Onlinemarkt immer noch nicht erschlossen ist

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Täglich prasseln Unmengen an Werbebotschaften über unterschiedlichste Kanäle auf uns herein. Mit mehr oder minder kreativen Phrasen versuchen Werbetreibende, uns zu erklären, weshalb wir etwas verpassen, wenn wir ein bestimmtes Produkt oder Dienstleistung nicht kaufen oder nutzen. Der Einfallsreichtum der Marketingabteilungen hält sich aber häufig in Grenzen.
Onlinemarkt

Quelle: unsplash.com ©Brooke Cagle | CC0 1.0 Universal

Langweilige und unkreative Werbung nehmen wir bestenfalls gar nicht erst wahr, typischerweise aber empfinden wir sie sogar als nervig und lästig. Insbesondere im Onlinemarkt ist in diesem Sektor oftmals noch jede Menge Luft nach oben. Aber warum ist das eigentlich so? Weshalb schaffen es so viele Werbebotschaften nicht, unsere Aufmerksamkeit zu erhaschen?

Reizüberflutung – viel hilft nicht immer viel

Einer der Gründe, warum die Erschließung des Onlinemarktes nach wie vor hinter den sich bietenden Möglichkeiten zurückbleibt, ist die schiere Masse an Werbebotschaften, denen wir jeden Tag ausgesetzt sind. Werbefenster klicken wir häufig schon reflexartig weg, ohne uns auch nur eine Millisekunde mit dem Inhalt zu beschäftigen. Werbung wird in den allermeisten Fällen als störend empfunden, Werbebotschaften dadurch gar nicht erst wahrgenommen.

Wer hier keine Möglichkeit findet, schon vom ersten Moment an herauszustechen, hat bereits verloren und wird sein möglicherweise sogar gutes Produkt nicht an den Mann oder die Frau bringen können. Daher wird es immer wichtiger, mit besonders einfallsreicher Werbung diesen kurzen Moment der Aufmerksamkeit von uns zu erhaschen, der uns dazu animiert, diese Werbung eben nicht, wie die 100 anderen zuvor am gleichen Tag, einfach wegzuklicken.

Unprofessionelle Werbung im Onlinemarkt

Und damit kommen wir bereits zum zweiten Punkt, der für die noch immer mangelhafte Erschließung des Onlinemarktes verantwortlich ist: die fehlende Professionalität. Nicht jeder hat schließlich die Möglichkeiten, Hilfe von professionellen und erfahrenen Dienstleistern in Anspruch zu nehmen. Dieser Tage fällt es ambitionierten Autodidakten so leicht wie nie zuvor, selbst Werbeanzeigen zu erstellen. Stockfoto-Portale, Websites zur Bannergestaltung, entsprechende Bearbeitungssoftware und Facebook- sowie Google-Ads als ausführende Organe machen es heute jedermann möglich, Werbeanzeigen zu schalten.

Die Nutzung der oben genannten Seiten und Software ist jedoch Fluch und Segen zugleich. Einerseits erlauben sie Jedem, sich mit seinem Produkt oder seinen Dienstleistungen im Web zu präsentieren. Andererseits liegt genau hier auch das Problem, welches in Verbindung mit der eingangs erwähnten Reizüberflutung zu genau der Werbeverdrossenheit führt, die uns immer und immer wieder dazu veranlasst, „lästige“ Werbung einfach wegzuklicken, ohne uns damit auch nur im Geringsten zu beschäftigen. Hier hat sich schon ein regelrechter Automatismus entwickelt, der uns zielsicher schon beim Erscheinen eines Werbefensters nach dem berühmten Kreuz suchen lässt, mit welchem wir uns diesem Fenster oder diesem Banner so schnell wie möglich entledigen können.

Viel zu oft überschwemmen unprofessionell und lieblos kreierte Banner mit langweiligen Slogans, deren Rechtschreibung nicht selten an die Grundschule erinnert, unsere Monitore und Displays. Auch diese mangelnde Professionalität ist es, die einem adäquaten Erschließen des Onlinemarktes noch immer im Wege steht. Qualität steht hier ganz deutlich vor Quantität.

Die Zeichen der Zeit erkennen

Ein weiteres Problem in diesem Kontext ist die fehlende Bereitschaft, neue Wege zu beschreiten. Stattdessen wird nur allzu häufig an vollkommen obsoleten Werbestrategien festgehalten. Allerdings ist der Mark heute ein völlig anderer als vor 20 Jahren, sodass Werbemaßnahmen, welche zu jener Zeit noch durchaus erfolgversprechend waren, heute oftmals ihre Wirkung verfehlen.  Zudem erliegen nicht Wenige dem Trugschluss, dass sich Offline-Strategien 1:1 auch auf den Onlinemarkt übertragen lassen.

Viele Werbetreibende haben zudem noch immer nicht erkannt, welche Möglichkeiten Snapchat, Instagram und Co. bieten. Social Media Marketing erfreut sich nicht ohne Grund großer Beliebtheit. Doch mit der bloßen Möglichkeit der Werbung ist es auch hier nicht getan. Kreativität hat auch auf diesen Kanälen oberste Priorität.

Guerilla-Marketing-Ansatz die Lösung?

Um sich die besonders kurze Aufmerksamkeitsspanne potentieller Kunden im Zusammenhang mit Werbung zu Nutze zu machen, greifen Werbetreibende immer wieder gerne zum sogenannten Guerilla-Marketing. Hierbei werden überaus ungewöhnliche Elemente miteinander verbunden und an Plätzen positioniert, an denen man damit nicht rechnen würde. Diese Marketing-Methode zielt auf eine Art „Wow-Effekt“ ab, auf eine Überraschung der Zielgruppe, die sich dann idealerweise gerade wegen dieser unkonventionellen Werbung ein wenig eingehender mit den Hintergründen beschäftigt. Diese Werbestrategie bringt immer wieder eine Menge aufmerksamkeitsträchtiger Aktionen mit sich, von denen die Menschen oft noch Jahre später sprechen.

Allerdings ist das „Jagdrevier“ der Guerilla Marketer in erster Linie offline zu finden. Fußgängerzonen und andere sehr belebte Plätze sind für derartige Methoden geradezu prädestiniert. Dennoch können daraus auch wertvolle Schlüsse für den Onlinemarkt gezogen werden. Der Kernpunkt besteht darin, sich von der breiten Masse abzuheben und mit besonders kreativen und gerne auch lustigen Aktionen aufzufallen. Eine allgemeingültige Regel für Online- und Offlinemarketing. Leider verlieren sich noch immer viele Werbetreibende in langweiligen, unkreativen und schlimmstenfalls auch noch unprofessionellen Werbekampagnen und wundern sich anschließend über die unbefriedigenden Resultate.

OnlinemarktQuelle: unsplash.com ©Mark König | CC0 1.0 Universal

Die Eingangsfrage, weshalb der Onlinemarkt noch immer nicht adäquat erschlossen ist, lässt sich zusammenfassend auf einige wenige, aber wesentliche Punkte herunterbrechen:

  • Fehlende Professionalität
  • Unkreative Werbekampagnen
  • Veraltete Strategien

Diese drei Faktoren sind es im Wesentlichen, die dazu führen, dass es viele Werbetreibende einfach nicht in das Bewusstsein der Zielgruppe schaffen. Dabei sind die Möglichkeiten dazu heute so vielfältig und einfach wie nie zuvor. Auffallen um jeden Preis sollte dabei zwar nicht als allgemeingültiges Credo herangezogen werden; allerdings darf es durchaus zum Nachdenken anregen und der Ideenfindung dienen.  

Onlinemarkt: Aufmerksamkeit des Kunden auf sich ziehen

Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Werbekampagne zu starten, sollte sich stets die überaus geringe Aufmerksamkeitsspanne der Zielgruppe ins Bewusstsein rufen und sich die entscheidende Frage stellen, wie die Aufmerksamkeit schon in den ersten Zehntelsekunden auf das Produkt oder die Dienstleistung gelenkt werden kann. Nur dann nämlich wird der potentielle Kunde die Werbung auch eines zweiten Blickes würdigen und sich im Idealfall eingehender damit auseinandersetzen. Das beste Produkt und die nützlichste Dienstleistung werden schließlich nie zur Geltung kommen, wenn sie nicht auch ansprechend, professionell und kreativ präsentiert werden. Und zwar schon von der ersten Sekunde an. Altbackene Werbung lockt niemanden mehr hinterm Ofen vor und wird in der Wüste der unzähligen Werbebotschaften schnell versickern.

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