Auftragsverwaltung im Handel: Vorteile eines Order-Management-Systems gegenüber ERP und POS

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Auftragsverwaltung im Handel: Vorteile eines Order-Management-Systems gegenüber ERP und POS

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Einkaufserlebnisse sind nicht mehr auf einen bestimmten Kanal beschränkt. Kunden kaufen heute über ganz unterschiedliche Kanäle – ob im Ladengeschäft, über eine E-Commerce-Website, bei einem Händler oder über das Smartphone. All diesen Anforderungen müssen Einzelhändler heute gerecht werden.
Auftragsverwaltung im Einzelhandel

Quelle: Wright Studio - Shutterstock

Um die Vielfalt an den erforderlichen Frontend-Oberflächen im Omnichannel zu orchestrieren, bedarf es einer zentralen Steuerung der Auftragsverwaltung, zum Beispiel mithilfe eines Order Management Systems. Durch immer neue und stetig weiterentwickelte Einkaufskanäle wird es zunehmend komplex, ein durchgängiges Einkaufserlebnis zu gestalten. Basis ist die Orientierung an den Erwartungen und Vorlieben des jeweiligen Kunden. Und aus diesem kundenorientierten Ansatz ergeben sich neue Herausforderungen für Händler, die ihre Verkaufsplattformen über ein einziges Tool steuern möchten.

Auftragsverwaltung: Einkaufs- und Verkaufsprozesse mit OMS abbilden

Mit Hilfe eines Order-Management-Systems (OMS) wird zunächst das gesamte Repository eines Unternehmens zusammengeführt und sämtliche Einkaufs- und Verkaufsprozesse werden zentral für den Händler abgebildet. Ein modernes OMS verfügt über die Möglichkeit, das Verzeichnis nach eigenen Kategorien zu strukturieren und Varianten zu verwalten, zum Beispiel Attribute in der Mode, wie Größe oder Farbe, Verpackung, Sets und ergänzende/ähnliche Produkte, um das Cross- oder Up-Selling zu verbessern. Sowohl für Kunden als auch für Händler bietet dieses Angebot ähnlicher Artikel erheblichen Mehrwert. Das Repository lässt sich dann durch kundenspezifische Attribute und Multimedia-Objekte ergänzen. Unter Einsatz der Lösung können außerdem untypische Waren wie Geschenkkarten und -packungen verwaltet werden.

Auftragsverwaltung: Konsistenter Verkauf über alle Kanäle

Des Weiteren können Händler eine OMS-Lösung nutzen, um ihre Preispolitik zu gestalten. Sie legen die Verkaufspreise direkt auf Basis ihres Einkaufspreises fest, um ihre Margen zu kontrollieren. Sie können jederzeit Aktionspreise (oder Aktionsguthaben), die in ihrem Vertriebsnetz vorgegeben oder vorgeschlagen werden, für bestimmte Zeiträume festlegen und ihre Verkaufspolitik individuell durch Angebote zu Produktpaketen gestalten. Diese Angebote können für bestimmte Einkaufsbeträge oder -mengen und spezifische Kunden gelten.

Letztlich können Einzelhändler mit einer OMS-Lösung alle kanalübergreifenden Prozesse wie Store-to-Web, Web-to-Store, Click&Collect und E-Booking konsistent durchführen, eine Marketingstrategie zur Umsatzsteigerung umsetzen und die Kundenerfahrung optimieren, während sie zugleich die Kundenbindung stärken. Mit einem Payment Hub können zudem neue mobile Zahlungsmethoden eingesetzt werden, um so einzigartige und essentielle Kundenerlebnisse zu bieten.

Einsatz von Order-Management-Systemen in der Praxis

Ein marktführendes Handelsunternehmen für Kleidung und Schuhwaren hat sich im Rahmen seiner neuen Omnichannel-Strategie entschlossen, 5.000 Geräte in 900 Geschäften mit Comarch-Lösungen für den Einzelhandel auszustatten. In dem Order-Management-System von Comarch werden die Firmendaten kohärent gebündelt und alle Cross-Channel-Verkaufsprozesse (store-to-web, click-and-collect, e-reservation und ship-from-store) gesteuert – mit besonderem Augenmerk auf Optimierung von Einkaufserfahrungen der Kunden und Steigerung der Markenbindung durch neue Programme.

Die POS-Lösung Comarch POS ermöglicht dem Händler eine komplexe Verkaufsverwaltung: Damit liegen kundendefinierte Angebote und detaillierte Informationen zu Kundenpräferenzen und -bedürfnissen sowie zur Verfügbarkeit der Produkte jederzeit vor. Die mobile Version Comarch mPOS steht den Verkäufern in sämtlichen Ladenräumen zur Verfügung. Unabhängig von der stationären Kasse können sie bei Beratungsgesprächen mit Smartphone oder Tablet ihre Kunden rundum informiert beraten und sie auf Wunsch beim gesamten Omnichannel-Einkaufsprozess durchs Geschäft und die Online-Angebote begleiten.

Die Verwaltung von Lagerbeständen erfolgt in Comarch Store Back Office, welches sowohl in der stationären als auch mobilen Version Informationen über die Echtzeit-Verfügbarkeit der Produkte liefert. Gerade diese kanalübergreifende Information ist für die Einführung von Omnichannel essentiell.

Auftragsverwaltung: ERP-System versus Order-Management-System

ERP-Systeme sind bewährte und in vielen Branchen einsetzbare IT-Lösungen, welche die Prozesse von Händlern ganzheitlich steuern. Ein Order-Management-System bietet sich dagegen speziell für die Branche Einzelhandel an, wenn der Schwerpunkt auf die Steuerung verschiedener Einkaufskanäle und auf Maßnahmen zur Kundenbindung gelegt wird. Dann kann auch in eine bestehende ERP-Landschaft ein neues OMS integriert werden, welches sich ganz auf Customer Experience und Loyalty fokussiert. Voraussetzung ist nur, dass es sich um ein offenes, anbindungsfähiges und ganzheitlich einsetzbares Order-Management-System handelt. (sg)

Lesen Sie auch: Lagerfinanzierung: Ware eingekauft – Kapital im Lager gebunden?

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Wenn alle Produkttexte einzeln erstellt werden müssen, dauert es oft lange, eine neue Produktkategorie im Onlineshop zu betexten. Wenn ein Shop wie der Schäfer Shop für Büroausstattung in mehreren Sprachen verfügbar ist, müssen diese dann auch noch übersetzt werden. Eine schnelle Reaktion auf Marktanforderungen ist so kaum möglich, dazu kommen die Kosten der Textproduktion.
Werbung

Top Jobs

Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage
Werbung

Aktuelle Ausgabe

Topthema: „Die Maschine ist in keinster Form intelligent“

Interview mit Prof. Dr. Katharina Zweig

Mehr erfahren

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.