Auftragsvolumen steigt – globale Lieferketten haben Schwierigkeiten mitzuhalten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Auftragsvolumen steigt – globale Lieferketten haben Schwierigkeiten mitzuhalten

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Der B2B-Handel wuchs im ersten Quartal 2021 um 10 Prozent, aber der jüngste Anstieg des Auftragsvolumen stellt die Lieferanten nach einem Jahr intensiver Störungen vor neue Herausforderungen. Das zeigen die neue Transaktionsdaten von Tradeshift.
Auftragsvolumen steigt

Quelle: Travel mania/shutterstock

Laut dem aktuellen Index of Global Trade Health von Tradeshift ist das Auftragsvolumen im ersten Quartal um 16,9 Prozent gestiegen und jeder fünfte Lieferant macht sich Sorgen, ob er mit der Nachfrage Schritt halten kann. Die Belastung der Lieferketten ist bei den Herstellern besonders akut. Das Auftragsvolumen in diesem Sektor stieg im März um 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, aber die Rechnungsvolumina wuchsen im gleichen Zeitraum nur um 20 Prozent. 

Bei einem Drittel der Zulieferer verschlechtert sich Cashflow-Position

Das sich abzeichnende Delta zwischen Aufträgen und Rechnungen deutet darauf hin, dass das Betriebskapital nicht an die Lieferanten fließt, um den plötzlichen Anstieg der Kundennachfrage zu unterstützen. In einer Umfrage unter Lieferanten fand Tradeshift heraus, dass fast ein Drittel der Befragten in den letzten sechs Monaten eine Verschlechterung ihrer Cashflow-Position festgestellt hat. Fast die Hälfte gab an, dass die Zahl der verspäteten Kundenzahlungen seit Anfang des Jahres zugenommen habe. 

Auftragsvolumen
Einschätzungen der Lieferanten zu Zahlungen und Cashflow. (Grafik: Tradeshift)

„Das Muster, das wir in unseren Daten sehen, deutet darauf hin, dass die Lieferkettenaktivität beginnt, ein Niveau zu finden, das derzeit auf hundert Meilen pro Stunde eingestellt ist“, so Christian Lanng, CEO von Tradeshift. „Viele Zulieferer sind von den Ereignissen des vergangenen Jahres angeschlagen zurückgeblieben. Jetzt werden sie gebeten, einen Marathon zu laufen, ohne Treibstoff im Tank zu haben. Es ist kein Wunder, dass sich Risse zeigen, besonders im verarbeitenden Gewerbe.“

Jüngste Daten von IHS Market deuten darauf hin, dass die Fabriken in den Kernländern der Eurozone im Jahr 2021 mit einem Rekordtempo gelaufen sind. Die eigene Analyse von Tradeshift zeigt, dass das gesamte Transaktionsvolumen in den Lieferketten in der EU-Region im ersten Quartal um 14,5 Prozent anstieg. Die Transaktionsvolumina in den USA, die im vierten Quartal um 29 Prozent gestiegen waren, fielen im ersten Quartal mit einem Anstieg von 10,2 Prozent wieder auf den globalen Durchschnitt zurück.

Globale Lieferketten
Wie der Tradeshift Index of Global Trade Health zeigt, ist das Volumen von Bestellungen stärker gestiegen als das von Rechnungen. (Grafik: Tradeshift)

Steigendes Auftragsvolumen: Pandemie setzte globale Lieferketten in Aufruhr

In Großbritannien sind die Transaktionsvolumina seit der Pandemie deutlich zurückgegangen. Aber es gibt Anzeichen dafür, dass die Handelsaktivität eine Wende nehmen könnte. Ein Anstieg des Transaktionsvolumens um 6 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 brachte die Lieferkettenaktivität auf das Niveau vor der Pandemie in Q1-2020.

Auftragsvolumen
Transaktionsvolumina in den Branchen Logistik, Fertigung, Handel und Technologie. (Grafik: Tradeshift)

„Vor einem Jahr hat COVID die globalen Lieferketten in Aufruhr versetzt. Heute sorgt der Erholungsansturm für weitere Unterbrechungen,“ so Lanng weiter. „Die fehlende Transparenz in den Lieferketten macht sie extrem anfällig für Volatilität. Die Digitalisierung ermöglicht Unternehmen widerstandsfähigere, kollaborative Lieferketten aufzubauen. Aber wir müssen viel weiter denken: Es gilt nicht nur die Transparenz entlang der Lieferkette für den Einkäufer zu verbessern, sondern vor allem Systeme einzusetzen, die auch Lieferanten unterstützen und Wert für Einkäufer und Lieferant schaffen.“

Lesen Sie auch: Fulfillment – Loxxess baut Kapazitäten am Standort Aurach aus.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Den Deutschen wird ihre eigene Internetnutzung bisweilen unheimlich, und der Wunsch nach Selbstbeschränkung wächst. 14 Prozent der Bundesbürger möchten in den nächsten zwölf Monaten weniger Freizeit online verbringen. Und 75 Prozent wollen ihre private Internetnutzung zumindest nicht ausweiten. Besonders beliebt ist Digital Detox bei den unter 40-Jährigen.

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktionsbrief ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: merry christmas

Jahresendgeschäft – jetzt vorbereiten

Mehr erfahren