Automatisierte Retourenabwicklung: So gelingt Händlern der effiziente Umgang

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Automatisierte Retourenabwicklung: So gelingt Händlern der effiziente Umgang

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1,8 Milliarden – so viele Pakete hat die Deutsche Post DHL 2020 zugestellt. Ein Plus von fast 20 Prozent zum Vorjahr. Gleichzeitig steigen die Rücksendungen. Wie kann dem Onlinehandel ein effizienter und nachhaltiger Umgang mit den Retouren gelingen?
Automatisierte Retourenabwicklung: So gelingt Händlern der effiziente Umgang mit Rücksendungen

Quelle: vectorfusionart/shutterstock

Viele Unternehmen bieten ihren Kunden heute den Service, Ware, die nicht passt oder nicht gefällt, kostenlos zurückzuschicken. Dies hat zu einem sehr sorgenlosen Bestellverhalten geführt. Viele Verbraucher kalkulieren ihr Rücksenderecht bereits beim Kauf mit ein und bestellen ein Kleidungsstück direkt in zwei Farben. Inzwischen gibt es sogar schon sogenannte Spaßkäufer, die Produkte gleich völlig ohne Kaufabsicht bestellen. Dadurch geht in Deutschland mittlerweile jede sechste Bestellung wieder zurück.                 

Die hohen Retourenquoten setzen viele Händler wirtschaftlich unter Druck. Viele der Prozesse sind noch immer manuell und daher zeitaufwendig und personalintensiv – sehr zu Lasten der Marge. Neben Portokosten kommen der personelle und logistische Aufwand für die Sichtung, Aufbereitung und Wiedereinlagerung der Rücksendungen hinzu. Um das teure Handling zu umgehen, vernichten manche Unternehmen einwandfreie Retouren sogar. Auch entstehen durch Verpackungsmüll und transportbedingte CO2-Emissionen erhebliche Belastungen für die Umwelt.

Warum Retourenabwicklung automatisieren?

Die Lösung des Problems kann für Onlinehändler nur ein effektives Retourenmanagement sein. Dadurch sparen sie nicht nur Geld, sondern sind gleichzeitig auch nachhaltiger unterwegs. Ein vielversprechender Erfolgsfaktor ist die automatisierte Retourenabwicklung. Selbstarbeitende Sys­teme minimieren zum einen die Bearbeitungszyklen vom Wareneingang bis zum wiederverkaufsfertigen Produkt. Zum anderen stellen sie die retournierte Ware schnell und automatisch für den nächsten Auftrag bereit. Die Fehlerquote sinkt dadurch gegen null – ganz im Gegensatz zur manuellen Kommissionierung, wo selbst optische Signale wie Put-to-light mögliche Unvollständigkeiten nicht völlig ausschließen. Im Ergebnis reduzieren die Unternehmen falsche Lieferungen und können so wirksam ihre Retouren senken.

Zeitgleich sorgen Automatisierungssysteme in der Retourenabwicklung dafür, dass das Vertrauen der Käufer wächst, indem sie zum Beispiel eine Gutschrift oder Rückerstattung direkt nach dem Eintreffen der Ware automatisch auslösen. Statistiken zeigen, dass bis zu 80 Prozent der retournierten Waren mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb von 72 Stunden erneut bestellt werden. Wer bei der Rücklagerung und Bereitstellung für den erneuten Versand mithilfe automatischer Systeme sortiert und puffert, dessen Ware ist schneller wieder verkaufsfertig. Das reduziert maßgeblich die Prozesskosten und vermeidet Mehrfachbestellungen.

Zukunft des Onlinehandels ist die Automatisierung

Auch in Bereichen, die sich wie die Fashion-Branche in naher Zukunft nicht gänzlich ohne menschliche Arbeitskräfte regeln lassen, können (Teil-) Automatisierungen zumindest entlasten. Denn der manuelle Aufwand ist dort besonders hoch. Mitarbeiter müssen die Retouren händisch öffnen, den Zustand der Produkte beurteilen, ihre Wiederverkäuflichkeit einstufen und alle Textilien wieder fehlerfrei im Warenwirtschaftssystem registrieren.

Zudem ist es notwendig, die Ware ordentlich zu falten oder auf Bügel zu hängen, bevor sie an einen anderen Kunden rausgeht. Automatisierte Lö­sungen können all diese Verarbeitungsschritte beschleunigen und teilweise übernehmen, wie zum Beispiel die erneute Folierung oder Ein- beziehungsweise Zwischenlagerung der Ware. Dafür kann das System aus mehreren Arbeitsstationen bestehen, die über Fördertechnik miteinander verbunden sind. Mithilfe von IT-Anwendungen lässt sich der Materialfluss zuverlässig verwalten und überarbeiten. So können Händler gleichzeitig täglichen als auch saisonalen Schwankungen effektiv entgegenwirken.

Taschensortiersystem: Eine Lösung für die effektive Retourenabwicklung

Der Intralogistikspezialist Dematic bietet mit dem Taschensortiersystem eine wirkungsvolle Lösung für die Retourenabwicklung. Diese Fördermöglichkeit ist sowohl für Liege- als auch Hängeware geeignet, vorausgesetzt die Ware passt in die eingehängte Tasche oder kann mithilfe eines Kleiderbügels außerhalb der Tasche eingehängt werden. Der Dematic-Taschensorter nimmt pro Tasche einen Artikel bis zu einer Größe von 500x400x160 Millimetern und einem Gewicht von drei Kilogramm auf.

Retourenabwicklung
Pro Tasche nimmt der Taschensorter einen Artikel bis zu einer Größe von 500 x 400 x 160 Millimetern und einem Gewicht von drei Kilo auf. (Bild: Dematic)

Das System lässt sich aber auch ohne Taschen verwenden. So ist es etwa möglich, Kleiderbügel direkt einzuhängen – ein Vorteil vor allem für empfindliche und schnell knitternde Hängeware. Schmierstoffe im Transportsystem sind in der Nähe von Textilien grundsätzlich problematisch. Dematic verzichtet daher auf deren Einsatz. Hierbei werden die Waren über ein Kettensystem auf Kunststoffbasis transportiert, das weder geölt noch gespannt werden muss.

Retourenabwicklung
Mit dem Taschensortiersystem bietet Dematic eine automatische Lösung für das Retourenmanagement an. (Bild: Dematic)

Die Systemsicherheit gewährleistet ein wartungsarmer Reibrollenantrieb. Auch das Einbringen der Ware in die Taschen lässt sich bei Bedarf automatisieren. Nach der Retourenbegutachtung werden die Waren je nach Bedarf in Kartons verpackt oder automatisch foliert, etikettiert und in die Taschen eingelegt. Wird ein Artikel erneut bestellt, so wird er zur Kommissionierung transportiert, wo er über die patentierte Taschenöffnung in den Versandkarton gleitet. Durch den modularen Aufbau lässt sich der Durchsatz variieren.

Lesen Sie auch: Retourenmanagement – In 3 Schritten strategische Vorteile nutzen.

Retourenabwicklung, Winnie Ahrens

„Mit Blick auf die wachsenden Anforderungen des Omni-Channel-Versands sind Automatisierungssysteme heute unerlässlich.”

Winnie Ahrens, Senior Sales Managerin und E-Commerce-Expertin bei Dematic. (Bild: Dematic)
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