B2B-Marktplätze: Die Lösung für die Digitalisierung im Beschaffungswesen?

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B2B-Marktplätze: Die Lösung für die Digitalisierung im Beschaffungswesen?

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Handelsfinanzierung und Liquidität in der Lieferkette haben sich als kritische Herausforderungen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung herausgestellt, die für die unmittelbare Erholung der Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sind und gleichzeitig die Volkswirtschaften vor größeren Störereignissen in der Zukunft schützen.
B2B-Marktplätze

Quelle: Natee Photo/shutterstock

Warum? Führende Ökonomen schätzen, dass mehr als neun Billionen US-Dollar an Liquidität und Betriebskapital in den globalen Lieferketten gefangen sind, was zu Massenkonkursen ansonsten gesunder Unternehmen geführt und Millionen von Arbeitsplätzen gefährdet hat. Während Regierungen Sofortmaßnahmen ergreifen, um Lieferketten zu schützen und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, nimmt sich der private Sektor ein Beispiel an den E-Commerce-Giganten für Verbraucher, um digitale Business-to-Business (B2B)-Marktplätze aufzubauen, die Lieferketten stärken, optimieren rationalisieren und unterstützen. 

Lieferketten digitalisieren und wichtige Handelsfinanzierungen bereitstellen

Diese neuen B2B-Marktplätze können direkt Tausende von Käufern und Lieferanten auf der ganzen Welt auf einer einzigen digitalen Plattform verbinden und gleichzeitig den Handel finanzieren. Sie bieten eine einfache und effektive Lösung für die vollständige Digitalisierung des Einkaufs, der Rechnungsstellung und der Zahlungssysteme in der Lieferkette.  Mit durchgängig digitalen Transaktionsprozessen lassen sich B2B-Marktplätze einfach und vollständig mit ERP-Buchhaltungssystemen integrieren und über Web- und mobile Schnittstellen verwalten. Sie steigern die Effizienz, ermöglichen einen digitalisierten globalen Handel und können Handelsfinanzierungen integrieren, um sicherzustellen, dass Lieferanten bezahlt werden und der Geldfluss durch lokale, regionale und globale Lieferketten aufrechterhalten wird. 

Obwohl diese B2B-Marktplätze den beliebten E-Commerce-Plattformen für Verbraucher nachempfunden sind, haben sie wie viele Geschäftsmodelle der nächsten Generation das Potenzial, weitaus lukrativer und wirkungsvoller zu sein. Im Jahr 2018 erzielten B2B-Marktplätze weltweit jährliche Transaktionen in Höhe von rund 680 Milliarden US-Dollar, was etwa 60 Prozent des Umsatzes entspricht, der über beliebte Verbrauchermarktplätze erzielt wird. Es wird erwartet, dass sie bis 2024 mit rund 3,5 Billionen US-Dollar an globalem Transaktionswert fast Kopf an Kopf liegen werden.

Der Business-Marktplatz von Amazon verzeichnete 2015, im ersten Jahr seines Bestehens, einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar. Diese Umsatzzahl wuchs 2018 auf zehn Milliarden US-Dollar und soll bis 2023 auf 31 Milliarden US-Dollar anwachsen. Und der B2B-Marktplatz von Alibaba befindet sich auf einem ähnlichen Wachstumspfad.

B2B-Marktplätze: Das Vorbild für Consumer-E-Commerce-Giganten

Während Unternehmen wie Amazon eine Bedrohung für die traditionellen Beschaffungstechnologien darstellen, wird die Nachfrage nach kundenindividuellen B2B-Marktplätzen weiter steigen. Offene Massenmarktplätze machen Unternehmen nervös, weil Produkte kopiert und Preisstrategien unterboten werden. Kundenindividuelle Marktplätze eliminieren dieses Risiko und bieten gleichzeitig das grundlegende Wertversprechen, mehr zu verkaufen, schneller bezahlt zu werden und die Effizienz erheblich zu steigern.

Eine wichtige Erkenntnis aus dieser globalen Pandemie ist, dass es jetzt an der Zeit ist, fortschrittliche Technologien zu nutzen, die bereits verfügbar sind, um eine wirklich vernetzte globale Lieferkette zu schaffen. Es wird erwartet, dass fast die Hälfte aller Unternehmen weltweit innerhalb der nächsten drei Jahre verstärkt auf B2B-Marktplätzen einkaufen werden. B2B-Marktplätze sind die Lösung für die dringend benötigte schnelle Digitalisierung des Beschaffungswesens. Sie können größere Unterbrechungen und Staus in der globalen Lieferkette verhindern, die die Wirtschaft erneut bedrohen könnten.  

Lesen Sie auch: Online-Marktplätze – So lassen sich Dropshipping und Marktplätze zentral steuern.

B2B-Marktplätze, Mikkel Hippe Brun
Bild: Tradeshift

Über den Autor: Mikkel Hippe Brun ist Co-Founder und Senior Vice President, Greater China bei Tradeshift, einer globalen Handelsplattform, die Käufer und Verkäufer miteinander verbindet. Er ist außerdem CEO und General Manager von Tradeshift China, das sowohl inländischen als auch ausländischen Unternehmen, die in China tätig sind, Zugang zur Tradeshift-Plattform bietet.

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