Bad Bots: Angriffe auf E-Commerce-Websites nehmen zu

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
E-Commerce-Unternehmen sehen sich einer steigenden Anzahl von Cyberangriffen in Form von Bad Bots gegenüber, die von Kriminellen, aber auch Konkurrenten und Wiederverkäufern eingesetzt werden. Damit steigt das Risiko von Webseiten-Ausfällen an besonders umsatzstarken Tagen wie Black Friday oder Cyber Monday.
Bad BotsQuelle: Wright Studio - Shutterstock

Imperva hat erstmals eine Studie über die Auswirkungen von Bad Bots auf die E-Commerce-Branche veröffentlicht. Der Bericht mit dem Titel „How Bots Affect E-Commerce“ wurde vom Imperva Bot Management Threat Research Team entwickelt. Das Unternehmen übernahm im Juli 2019 Distil Networks, einem Anbieter für Bot-Mitigation, mit der Websites, mobile Anwendungen und APIs vor automatisierten Bedrohungen geschützt werden.

Das Team analysierte im Juli 2019 16,4 Milliarden Anfragen aus 231 Domänen im Bereich E-Commerce. Das Ergebnis: Bots-Angriffe auf E-Commerce-Websites nehmen zu. Dabei sind fast vier Fünftel (79 Prozent) als moderat oder anspruchsvoll einzustufen. Im vorigen Jahr belief sich diese Zahl noch auf knapp drei Viertel (76 Prozent).

Bad Bots verschlechtern Website-Performance

E-Commerce-Unternehmen leiden unter einer ständigen Flut von Bad Bots, die Kriminelle, Konkurrenten, Wiederverkäufer oder auch Investmentgesellschaften einsetzen, um unter anderem unbefugte Preisabweichungen, Bestandskontrolle und -verweigerung, Scalping durch Reseller, Kundenkontoübernahme, Geschenkkartenmissbrauch oder Transaktionsbetrug durchzuführen. Diese Aktivitäten schaden nicht nur dem Kundenerlebnis und der Marke, sie führen auch zu einer schlechten Website-Performance und -Ausfallzeiten, was letztendlich zu Umsatzeinbußen in Spitzenverkehrszeiten wie Black Friday und Cyber Monday führt.

Schutz durch gute Web-Sicherheitshygiene

„Unsere Studie zeigt, dass Bad Bots rund um die Uhr Schäden auf E-Commerce-Websites, APIs und mobilen Apps verursachen“, erklärt Tiffany Olson Kleemann, VP of Bot Management bei Imperva und ehemaliger CEO von Distil. „Wir stimmen dem Ansatz des Legislativvorschlags zu, die Verwendung von Grinch-Bots und Sneaker-Bots zu verbieten, mit denen limitierte Auflagen und Bestände mit hoher Nachfrage blockiert werden.

Doch wir wissen aus eigener Erfahrung, dass rechtliche Schritte allein nicht ausreichen. Online-Händler müssen auch eine gute Web-Sicherheitshygiene praktizieren und die ihnen zur Verfügung stehenden Technologielösungen zum Schutz ihrer Websites und Kundendaten nutzen. Ein detailliertes Verständnis über Bot-Bedrohungen zu erlangen, ist ein entscheidender erster Schritt in die richtige Richtung.“

Wichtige Ergebnisse der Bad Bots Studie im Überblick

  • Bad Bots, Good Bots und Menschen: Der E-Commerce-Verkehr besteht aus 18 Prozent Bad Bots, 13 Prozent Good Bots und 69 Prozent menschlichem Traffic.
  • Ausgereiftes Niveau: Bad Bots auf E-Commerce-Seiten werden immer fortschrittlicher und schwieriger zu erkennen. Fast vier Fünftel (79 Prozent) werden als moderat oder anspruchsvoll eingestuft, gegenüber 76 Prozent im Jahr 2018. Infolgedessen ging die Zahl der als einfach eingestuften von 24 auf 21 Prozent zurück. Der Anstieg der Komplexität ist auf ein Wettrüsten zwischen Bot-Betreibern und Bot-Minderungstechnologien zurückzuführen.
  • Angriffsvielfalt: Die Fülle der Bot-Angriffe ist im E-Commerce vielfältiger als in den meisten anderen Branchen. Diese Angriffe umfassen unbefugtes Price- und Content Scraping, Bestandsverweigerung, Scalping durch Reseller, Übernahme von Kundenkonten, Kreditkartenbetrug und Geschenkgutscheinbetrug.
  • Herkunftsland: Die fünf Länder, aus denen die Bad Bots des E-Commerce stammen, sind die USA (64 Prozent), Deutschland (10 Prozent), Frankreich (6 Prozent) sowie Kanada und China mit jeweils fünf Prozent. Jedes Land trägt im Vergleich zu anderen Branchen einen höheren Anteil am Bad Bot Traffic auf E-Commerce-Seiten bei.
  • Browser-Imitation: Die fünf Browser, mit denen Bad Bots im E-Commerce ihre Identität am besten maskieren, sind Chrome mit 66 Prozent, Firefox mit 14 Prozent, Safari mit sieben Prozent), SEMRush mit fünf Prozent und Android Webkit mit zwei Prozent. Das zeigt, dass die Mehrheit der E-Commerce-Bots versucht, sich durch die Darstellung der beliebtesten Browser deutlich zu verstecken.

Lesen Sie auch: Sprachassistenten: Verbraucher ziehen Maschinen echten Menschen vor

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.