Bargeld in Deutschland: So viel hat der Deutsche im Durchschnitt bei sich

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Durch die Corona-Krise hat das bargeldlose Bezahlen bei deutschen Konsumenten einen enormen Auftrieb erhalten. Alle wichtigen Fakten und neue Trends zur Verwendung von Bargeld in Deutschland.
Bargeld in Deutschland

Quelle: pixino/shutterstock

Welche Rolle spielt Bargeld in Deutschland? Dieser Frage ist Klarna, ein weltweit tätiger Zahlungs- und Shopping-Anbieter, im Rahmen einer deutschlandweiten und repräsentativen Online-Umfrage nachgegangen. Die Ergebnisse zeigen nicht nur deutliche regionale Unterschiede, sondern auch einen Alterseffekt.

Fakten zum Bezahlen mit Bargeld in Deutschland

  • 89,22 Euro trägt jeder Deutsche im Durchschnitt bei sich.
  • Bargeld ist eine Frage des Alters: Je jünger die Befragten sind, desto weniger Bargeld befindet sich in den Portemonnaies.
  • Schleswig-Holstein ist beinahe bargeldlos und führt das Ranking der Bundesländer mit dem wenigsten Bargeld im Durchschnitt an (53 Euro).
  • Das meiste Bargeld tragen Niedersachsen (124 Euro), Baden-Württemberger (105 Euro) und Bayern (101 Euro) bei sich.
  • 15 Prozent der Befragten geben an, auf Bargeld im Einzelhandel zu verzichten.
Bargeld in Deutschland
Im Durchschnitt tragen Männer 104 Euro Bargeld bei sich, Frauen 75 Euro. (Grafik: Klarna)

89,22 Euro Bargeld trägt jeder Deutsche bei sich

In der Studie wurden die Teilnehmer danach gefragt, wie viel Bargeld sie im Moment der Befragung bei sich trugen. Auch wenn bargeldlose Bezahlmethoden auf dem Vormarsch sind, tragen sie eine gewisse Menge an Bargeld immer noch mit sich – und zwar im Schnitt genau 89,22 Euro. Das Interessante: Während Männer angaben, 104 Euro bei sich zu tragen, gaben Frauen durchschnittlich an, 75 Euro im Portemonnaie zu haben.

Betrachtet man dabei jedoch lediglich die Befragten unter 35 Jahre, so sind kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern erkennbar. Männer unter 35 Jahre haben  rund 64 Euro in der Tasche, Frauen unter 35 sogar 71 Euro. Generell spielt das Alter beim Verhältnis der Deutschen zum Bargeld eine entscheidende Rolle: Je älter die Befragten sind, desto mehr Bargeld haben sie im Geldbeutel. Die Gruppe der über 55-Jährigen trägt mit rund 98 Euro durchschnittlich das meiste Bargeld bei sich. 

Der Cashless-Trend kommt aus dem Norden

Die Studie zeigt, dass große Unterschiede darin herrschen, wie viel Bargeld die Bewohner der verschiedenen deutschen Bundesländer im Portemonnaie haben. So haben die Niedersachsen mit 124 Euro und die Saarländer mit 121 Euro mit Abstand das meiste Bargeld bei sich, gefolgt von Baden-Württemberg, mit 105 Euro und Bayern mit 101 Euro. Am wenigsten Bargeld bei sich tragen die Bewohner von Berlin, mit 57 Euro, Thüringen, mit 56 Euro, und Schleswig-Holstein mit 53 Euro. Hier werden erste Anzeichen sichtbar, woher der Trend zur bargeldlosen Gesellschaft kommt: Als Grenzland zu Dänemark und der Nähe zu Schweden ist Schleswig-Holstein unmittelbar mit den Ländern in Europa vernetzt, die bereits weitestgehend bargeldlos sind. 

Bargeld in Deutschland
Im Durchschnitt haben 29 Prozent der Deutschen ein bis zwei Einkäufe mit Bargeld bezahlt. (Grafik: Klarna)

Bargeld in Deutschland: 15 Prozent bezahlen bargeldlos im Einzelhandel

Bereits seit 2018 ist Bargeld nicht mehr beliebteste Bezahlmethoden der Deutschen – erstmals haben in jenem Jahr Kartenzahlungen die Bargeldzahlungen überholt – und der Trend hält weiter an. 57 Prozent der Befragten gibt an, weniger als die Hälfte der Einkäufe noch mit Bargeld zu begleichen. 15 Prozent geben sogar an, gänzlich auf Bargeld im Einzelhandel zu verzichten. Auch hier ist auffällig: Je älter die Menschen, desto mehr wird auch in bar gezahlt. Die Gruppe der 45-54-Jährigen sowie die Gruppe der plus 55-Jährigen gibt mehrheitlich an, noch rund neun ihrer letzten zehn Einkäufe mit Bargeld beglichen zu haben. 

Lockdown-Effekt oder bleibender Trend? Der Geldautomat wird nur noch selten genutzt

Deutschlandweit gibt es noch etwa 60.000 Geldautomaten. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie häufig werden sie tatsächlich genutzt? Die Studie hat danach gefragt, wie häufig die Befragten Geld am Automaten abheben. Die Ergebnisse zeigen, wie gering der Bedarf an Bargeld ist und wie selten die Deutschen tatsächlich noch den Weg zum Geldautomaten antreten. Nicht einmal fünf Prozent aller Befragten geben an, täglich (0,97 Prozent) oder mehrmals pro Woche (3,5 Prozent) Bargeld abzuheben. Über die Hälfte der Befragten hebt nur einmal pro Monat (31 Prozent) oder sogar weniger häufig als einmal pro Monat (20 Prozent) Bargeld am Automaten ab. 

Alternativen zum Bargeld in Deutschland setzen sich in jüngeren Generationen durch

Mit der Studie wurde darüber hinaus abgefragt, ab welchem Betrag die Deutschen präferiert mit bargeldlosen Methoden, wie Karte oder Smartphone, bezahlen. Dabei zeigt sich, dass die Mehrheit der Deutschen bereits bei Beträgen ab 11 Euro zu bargeldlosen Bezahlmethoden greifen. Die Schwelle für alternative Bezahlmethoden steigt mit dem Alter: In der Altersgruppe der plus 55-Jährigen zahlen die meisten Befragten (14%) erst ab Beträgen von über 100 Euro am liebsten mit Karte oder Smartphone. 

Robert Buenick KlarnaQuelle: Klarna

“In Deutschland spielt Bargeld, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, nach wie vor eine große Rolle und Bargeld war lange das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen. Das scheint sich nun zu wandeln. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Bedeutung von Bargeld tatsächlich eine Generationenfrage ist und stetig abnimmt. Mit dem Klarna Cash Index gewinnen wir einen Einblick, wie weit Deutschland auf dem Weg in eine bargeldlose Gesellschaft bereits vorangeschritten ist.”

Robert Bueninck ist Geschäftsführer DACH bei Klarna.

Deutschland war bisher im Ländervergleich eines des der wenigen Länder, in dem Bargeld nach wie vor stark genutzt und nicht durch digitale Bezahlmethoden abgelöst wurde. Durch die aktuelle Coronakrise hat das bargeldlose Bezahlen in Deutschland einen enormen Auftrieb erhalten. Eine aktuelle Studie von Oliver Wyman prognostiziert, dass der Anteil von Barzahlungen nach Umsatz bis 2025 auf 32 Prozent sinken wird. Im Jahr 2019 lag der Bargeld-Anteil noch bei 47 Prozent.

Nach Angaben des Bankenverbands Deutsche Kreditwirtschaft laufen etwa die Hälfte aller Kartenzahlungen momentan kontaktlos ab, während im Dezember 2019 dieser Wert noch bei 36 Prozent lag. Das zeigt sich auch bei der Nutzung der Klarna Card: Diese verzeichnete von Mitte April bis Ende Mai einen Anstieg des Handelsvolumens von 72 Prozent in Deutschland. (sg)

Lesen Sie auch: Kartenzahlung: Bereits jede dritte Transaktion ist kontaktlos

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