10.10.2011 – Kategorie: IT

Bayern testet den E-Postbrief

Als erstes deutsches Bundesland setzt Bayern den E-Postbrief der Deutschen Post in der staatlichen Verwaltung ein. Die bayerische Vermessungsverwaltung macht den Anfang und lotet in einem Testbetrieb Einsatzmöglichkeiten für das bequeme und sichere Kommunikationsmedium aus. Weitere Testbehörden sollen folgen. „Wir wollen in Bayern eine schnelle und sichere elektronische Kommunikation zwischen Bürgern, Wirtschaft und Verwaltungsbehörden etablieren“, sagt Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer, IT-Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung am Donnerstag in München. „Der E-Postbrief kann dabei eine wertvolle Unterstützung sein.“


„Wir freuen uns, dass sich der Freistaat Bayern als das flächengrößte deutsche Bundesland entschieden hat, unseren E-Postbrief pilotweise einzusetzen“, sagt Ralph Wiegand, Mitglied des Bereichsvorstands Brief Deutsche Post. „Wir sind uns sicher, dass unser Produkt Verwaltung, Bürger und Unternehmen im Freistaat überzeugen wird – und schon bald auch in weiteren Staatsbehörden zum Einsatz kommt.“


Mit dem E-Postbrief können Privatpersonen, Unternehmen und Behörden auch in der elektronischen Welt sicher, vertraulich und verlässlich miteinander kommunizieren. Alle Nutzer müssen sich eindeutig identifizieren. Absender und Empfänger wissen daher zweifelsfrei, mit wem sie kommunizieren. E-Postbriefe sind verschlüsselt und bieten daher deutlich mehr Sicherheit als herkömmliche E-Mails. Und nicht zuletzt kann der E-Postbrief auch dazu beitragen, den Aufwand für die Postbearbeitung in der Verwaltung spürbar zu senken.


Der Testbetrieb in der Bayerischen Vermessungsverwaltung startet noch in diesem Jahr im Vermessungsamt Straubing und am Landesamt für Vermessung und Geoinformation. Bürger und Unternehmen erhalten während der Pilotphase die Möglichkeit, per E-Postbrief elektronisch mit der Behörde zu kommunizieren. Sie können beispielsweise Bild- oder Kartenmaterial bestellen. Die Vermessungsbehörde wird Bürger, die dies wünschen, ihrerseits per E-Postbrief anschreiben – etwa für Ladungen zu Vermessungsterminen. Bürger, die noch keine E-Postbrief Adresse besitzen, erhalten ihre Behördenpost natürlich weiterhin – ausgedruckt, kuvertiert und in den Briefkasten zugestellt.


 


 


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