Befragung zeigt: Internetnutzer wollen Datenhoheit zurück

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Die Menschen trauen dem Schutz ihrer Daten im Internet nicht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung zur digitalen Selbstbestimmung, die das Cologne Center for ethics, rights, economics, and social sciences of health (ceres) unter Leitung von Prof. Christiane Woopen und Prof. Christian Rietz im Auftrag der Deutschen Telekom durchgeführt hat.
Studienergebnis

Die Menschen trauen dem Schutz ihrer Daten im Internet nicht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung zur digitalen Selbstbestimmung, die das Cologne Center for ethics, rights, economics, and social sciences of health (ceres) unter Leitung von Prof. Christiane Woopen und Prof. Christian Rietz im Auftrag der Deutschen Telekom durchgeführt hat.

Danach glauben 91 Prozent der Nutzer, dass im Internet unbemerkt auf persönliche Daten zugegriffen wird. 82 Prozent gehen davon aus, dass die meisten Unternehmen die Daten ihrer Kunden an andere Unternehmen weitergeben. “Wir sehen ein großes Misstrauen der Internetnutzer, was den Schutz ihrer Daten betrifft”, sagt Prof. Dr. Christiane Woopen, Direktorin von ceres und bis April Vorsitzende des Deutschen Ethikrates.

Mehr Selbstbestimmung gefordert

Zugleich wünschen sich die Nutzer mehr Selbstbestimmung: 91 Prozent wollen wissen, welche persönlichen Daten über sie im Internet verfügbar sind und 88 Prozent wünschen sich eine persönliche Einflussnahme auf die Weiterverwendung ihrer Daten im Netz. “Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen nicht genug tun, um das Vertrauen der Menschen zu gewinnen. Ohne ausreichende Vertrauensgrundlage kann die Digitalisierung aber nicht gelingen”, betont Dr. Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance bei der Telekom. Prof. Woopen ergänzt: “Die Menschen wünschen sich mehr Aufklärung. Zudem müssen die Unternehmen für mehr Transparenz darüber sorgen, was mit den Daten der Nutzer passiert. Und das kann nicht in Form von schwer verständlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen erfolgen, die ohnehin kaum jemand liest.”

 

Telekom: Mehr Transparenz für die Kunden

Die Telekom nimmt die Ergebnisse der Befragung zum Anlass, die Transparenz für ihre Kunden zu erhöhen: “Mit sicherdigital.de bieten wir einen Ratgeber, der die Kunden über Risiken im Netz und Schutzmaßnahmen informiert. Zudem haben wir unsere Datenschutzhinweise bereits überarbeitet und vereinfacht. Wir wollen aber weit darüber hinausgehen”, kündigt Kremer an. So will die Telekom die wesentlichen Informationen der Datenschutzhinweise in Zukunft auf nur einer Seite zusammenfassen. Zudem arbeitet das Unternehmen an einer Lösung, mit der Kunden auf einen Blick sehen können, welche Daten die Telekom über sie speichert und wie sie verwendet werden. Außerdem unterstützt die Telekom die EU-Kommission bei der Entwicklung von einheitlichen Symbolen, mit der sich Nutzer leichter orientieren können. “Es genügt nicht, rechtliche Anforderungen zu erfüllen, wenn wir die Menschen für die Digitalisierung gewinnen wollen, Unternehmen müssen mehr tun”, so Thomas Kremer.

Effektive Methoden der Anonymisierung und Pseudonymisierung gefragt

Mit der Datenschutzgrundverordnung hat der europäische Gesetzgeber einheitliche Regeln geschaffen, die gleichzeitig ein hohes Datenschutzniveau garantieren und dennoch neue digitale Geschäftsmodelle ermöglichen. Darüber hinaus müssen Unternehmen dafür sorgen, dass die Kunden einfach verstehen, wofür ihre Daten genutzt werden sollen, und dann bewusst darüber entscheiden können. Neben mehr Transparenz setzt die Telekom auch auf konkrete datenschutzfreundliche Lösungen. Entscheidend ist dabei, dass Datenschutzexperten von Anfang an in die Entwicklung neuer Produkte und Dienste einbezogen werden. Für digitale Geschäftsmodelle braucht es zudem effektive Methoden der Anonymisierung und Pseudonymisierung, die sicherstellen, dass einzelne Personen ohne ihre Zustimmung nicht identifizierbar sind. Um vor allem bei neuen Geschäftsfeldern der Digitalisierung ein hohes Datenschutzniveau zu gewährleisten, hat die Telekom speziell für die Auswertung großer Datenmengen sowie das Internet der Dinge Leitlinien entwickelt, die öffentlich verfügbar sind.

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