Berufsschulde bildet Inkasso-Kaufleute aus – erfolgreicher Abschluss in Hamburg

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In Norddeutschland gibt es 23 neue Kaufleute mit der Zusatzqualifikation Inkasso. Die jungen Leute erhielten vergangene Woche ihre Zeugnisse bei einer Abschlussfeier an der Staatlichen Handelsschule Harburg H10 überreicht.
uniabschluss

In Norddeutschland gibt es 23 neue Kaufleute mit der Zusatzqualifikation Inkasso. Die jungen Leute erhielten vergangene Woche ihre Zeugnisse bei einer Abschlussfeier an der Staatlichen Handelsschule Harburg H10 überreicht.

 

(Bildquelle: PNO Inkasso 2013)

 

Der Abschluss markiert das Ende einer dreijährigen Berufsausbildung, die die Kaufleute für Tätigkeiten im Forderungsmanagement qualifiziert. Neben kaufmännischem Grundlagenwissen haben sie dabei fundierte Basiskenntnisse in den Rechtsfragen erhalten, mit denen Mitarbeiter im Inkasso typischerweise konfrontiert sind – von der Gestaltung der ersten Rechnung bis hin zum vor- und nachgerichtlichen Mahnwesen. Die Auszubildenden haben gelernt, angemessene Lösungen zur Klärung von Zahlungsverpflichtungen zu erarbeiten, bei denen sie jeweils die individuelle wirtschaftliche Situation der betroffenen Verbraucher sowie der Gläubigerunternehmen berücksichtigen können.

Basiskenntnisse in den Rechtsfragen

Die Ausbildung richtet sich an Kaufleute sowohl in Inkassounternehmen als auch aus anderen Firmen, bei denen das Forderungsmanagement zu einem Hauptaufgabenbereich zählt. Tanja Bylda, Geschäftsführerin des Hamburger Inkassounternehmens Real Solution, sagt: „Die Berufsschule vermittelt juristisches Fachwissen und praktische Grundlagen für eine erfolgreiche Karriere im Inkassounternehmen. In der betrieblichen Ausbildung werden gelernte Inhalte gezielt umgesetzt, vertieft und überprüft.“ Ihr Unternehmen hat insgesamt schon rund 60 Auszubildende an der Hamburger Berufsschule qualifiziert. „Wir werden unser Engagement fortsetzen und freuen uns sehr, dass wir dabei auch den Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen hinter uns wissen.“

Ab dem kommenden Jahr wird die Ausbildung umbenannt in „Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement mit Zusatzqualifikation Forderungsmanagement“. Aus Sicht von Kirsten Pedd, Präsidentin des BDIU, ist das eine klare Aufwertung dieses Berufsstands: „Inkassounternehmen bearbeiten die Forderungen von über einer halben Million Auftraggebern aus allen Wirtschaftsbereichen. Pro Jahr ziehen sie mehr als fünf Milliarden Euro aus unbezahlten Rechnungen ein und sichern durch ihre Tätigkeit mehr als sechs Millionen Arbeitsplätze. Eine gute und fundierte Berufsausbildung ist dafür unerlässlich.“

(jm)

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