Besser als sein Ruf: Worin der stationäre Handel Zalando & Co. noch überlegen ist

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
Anfassen, anprobieren, also „live erleben“ – nicht nur damit punkten stationäre Händler gegenüber Online-Händlern. Auch in bisher dem Online-Handel zugeschriebenen Kernkompetenzen hat der stationäre Handel aufgeholt, das Ende seiner Entwicklung aber noch lange nicht erreicht.
ifh_fashion_future_studie_titel5742e746aca36_600x600

Anfassen, anprobieren, also „live erleben“ – nicht nur damit punkten stationäre Händler gegenüber Online-Händlern. Auch in bisher dem Online-Handel zugeschriebenen Kernkompetenzen hat der stationäre Handel aufgeholt, das Ende seiner Entwicklung aber noch lange nicht erreicht.

Auch wenn der traditionelle Handel noch viel Nachholbedarf hat, ist es ihm an verschiedenen Stellen bereits gelungen, sich nicht nur an die hohen Standards im Online-Handel anzupassen, sondern ihn teilweise sogar zu überflügeln. Das sind die Ergebnisse der Studie „Fashion Future“ von elaboratum, BBE Handelsberatung und IFH Köln, für die über 2.000 Fashion-Shopper  nach ihren Erfahrungen mit traditionellen Händlern, Online-Händlern, Herstellern und sogenannten Vertikalisten, die sowohl Produktion als auch Warenvertrieb selbst verantworten, befragt wurden.

 

 

Die höchste Relevanz beim Mode-Shopping besitzen aus Konsumentensicht zwei Kriterien: kulante Retourenabwicklung und schnelle Lieferzeiten bei der Online-Bestellung. Bei beiden Kriterien erzielen traditionelle Händler ebenso wie Online-Händler hohe Zufriedenheitswerte. In puncto Lieferzeiten ist Galeria Kaufhof gegenüber vielen anderen traditionellen Händlern schon weiter und erzielt sogar höhere Zufriedenheitswerte als der Versender OTTO. Dies zeigt, dass aus dem stationären Geschäft stammende Händler sehr wohl auch bei Online-Services führend sein können.

Kaufhof liefert schneller als Otto

Auch beim Thema Cross-Channel haben die traditionellen Händler die Nase vorn: Bei der Möglichkeit, den stationären Einkauf im Online-Shop vorzubereiten, teilen sie sich den ersten Platz mit den Vertikalisten. Beim umgekehrten Fall – die Online-Bestellung in der Filiale vorzubereiten – liegen sie in der Gunst der Kunden vorn. Hier ist jedoch mit Konkurrenz seitens der Online-Händler zu rechnen. Viele ehemalige Pure Player eröffnen inzwischen Ladengeschäfte in Innenstädten, um ihren Kunden ebenfalls die Vorteile von Cross-Channel-Services bieten zu können.

Zeit, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen, haben traditionelle Händler dadurch aber nicht. Um langfristig im Fashion-Markt erfolgreich zu sein, ist es notwendig, Kunden eng an sich zu binden und für sie zur ersten Adresse beim Modekauf zu werden. Dafür muss ein starkes Händlerimage aufgebaut und den Kunden in jedem Kanal ein begeisterndes Kauferlebnis geboten werden. Hier ist noch viel „Luft nach oben“.

Zusammengefasst ist es für traditionelle Händler unabdingbar, bestehende Stärken herauszustellen und auszubauen: Sichtbarkeit des eigenen Online-Vertriebs erhöhen – online und in den Filialen – und die Cross-Channel-Positionierung schärfen, indem die Händler ihre Filialen modernisieren und digitalisieren. Außerdem sollten die eigenen Prozesse, Strukturen und das Geschäftsmodell in Hinblick auf die Themen Eigenmarken und Vertikalisierung überprüft werden, um auch in Zukunft im umkämpften Modemarkt wettbewerbsfähig zu sein.

Über die Studie

Für die vorliegende Studie wurde im November 2015 eine internetrepräsentative Online-Umfrage unter 2.125 deutschen Fashion-Shoppern durchgeführt, die 20 in Deutschland aktive Anbieter unterschiedlichen Ursprungs bewertet haben: Stationärer Handel („Händler“), Versandhandel und Online-Pure-Player („Online-Händler“) sowie Hersteller und Vertikalisten mit Online-Vertrieb hinzugezogen. Die Kernfragestellungen sind:

1. Wo liegen die spezifischen Stärken von Vertikalisten, Online-Händlern, traditionellen Händlern und Herstellern?

2. Was können Anbieter vom Wettbewerb lernen, um ihre Geschäftsmodelle und Marketing-Strategien optimal auszurichten und gezielt weiterzuentwickeln?

3. Welche Themen müssen Anbieter auf der Agenda haben, um für die Zukunft gerüstet zu sein?

(jm)

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.