Betrug im E-Commerce: Jeder fünfte Nutzer wurde bereits Opfer von Datenklau

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Betrug im E-Commerce: Jeder fünfte Nutzer wurde bereits Opfer von Datenklau

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Eine neue Studie von Schufa Holding und IFH Köln zeigt: Der Betrug im E-Commerce nimmt zu. Online-Händler setzen beim Kampf gegen Betrugsversuch auf Kooperation und moderne Technologien. Damit soll den Konsumenten ein komfortables und gleichzeitig sicheres Einkauferlebnis geboten werden.
Betrug im E-Commerce Betrugsprävention Bezahlmethoden

Quelle: NicoElNino - shutterstock

Der Trend zum Kauf im Internet hat sich in den vergangenen Monaten noch einmal verstärkt. Die E-Commerce-Branche hat von den Einschränkungen während der Corona-Pandemie eindeutig profitiert und auch Weihnachten trägt zum boomenden Onlinehandel bei. Doch die Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: Laut der Studie „Betrugsprävention im E-Commerce“, die das IFH Köln im Auftrag der Schufa Holding AG durchgeführt hat, wird Betrug im E-Commerce als zunehmendes Problem für Händler und Kunden betrachtet. Durchschnittlich drei Prozent der Bestellungen werden derzeit von Händlern als Betrug klassifiziert, der Umsatzverlust durch Betrug beträgt Expertenschätzungen zufolge durchschnittlich zwei Prozent, was einem Gesamtvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro entspricht.

Betrug im E-Commerce: Jeder Fünfte ist bereits Opfer geworden

Fast die Hälfte der Verbraucher ist laut Studie beim Online-Shopping schon einmal mit Betrug konfrontiert worden: 22 Prozent wurden selbst Opfer, weitere 23 Prozent kennen Personen, die Opfer von Datenklau und Identitätsmissbrauch wurden. Aus Sicht der Top E-Commerce-Händler konzentrieren sich die Zielsetzung von Betrug im E-Commerce mehrheitlich auf den Bereich der Identitätsnutzung und auf den Versand. 90 Prozent der Händler bewerten Betrugsprävention als relevante Herausforderung, insbesondere deswegen, weil Betrüger ihre Methoden fortlaufend weiterentwickeln.

Der Anspruch der Online-Händler ist es, Betrugsversuche frühestmöglich aufzudecken und neue Betrugsmuster zu entlarven. Um sowohl Unternehmen als auch Konsumenten bei sich stetig ändernden Betrugsmustern in Zukunft zu schützen, ist eine enge Kooperation aller Beteiligten nötig. Zudem setzt der Onlinehandel zunehmend auf moderne Technologien wie Machine Learning und künstliche Intelligenz (KI), um betrügerische Ansätze frühzeitig zu erkennen. Es geht darum, Betrugsmuster auf möglichst großer Datenbasis aufzudecken, große Datenmengen sinnvoll zu nutzen und KI-basierte Analysen zu implementieren.

Betrug im E-Commerce
Kontaktpunkte für Betrug im Online-Handel. (Grafik: IFH Köln)

Kunden wünschen sich ein bequemes Onlineshopping-Erlebnis

Auch der Wunsch der Konsumenten nach Convenience beim Onlineshopping bei gleichzeitig höchstmöglicher Sicherheit – sowohl für den Händler als auch für die Kunden selbst – stellt Unternehmen häufig vor eine Herausforderung. Insbesondere bei den Zahlungsverfahren gilt es zu erkennen, inwieweit eine Einschränkung des Angebots zugunsten der Betrugsprävention einen Einfluss auf die Kaufabschlüsse hat. Immerhin nutzen 48 Prozent der Befragten regelmäßig den Kauf auf Rechnung bei Onlinebestellungen, der aus Händlersicht teilweise risikobehaftet ist und deshalb nur nach entsprechender Identitäts- und Bonitätsprüfung angeboten wird.

Betrug im E-Commerce
Präferenzen bei der Zahlung im Onlineshopping. (Grafik: IFH Köln)

Der wirtschaftliche Schaden durch Betrug im E-Commerce ist also immens. Und jeder Euro, der durch betrügerische Aktionen verloren geht, ist einer zu viel. Neben der finanziellen gibt es aber auch noch eine gesellschaftliche Komponente. Denn jeder Betrugsfall schwächt das zukünftige Vertrauen in die Rechtschaffenheit der Geschäftspartner. Doch wie können Händler Betrug effektiv bekämpfen? Welche Schwierigkeiten gibt es in der digitalen Welt und welche innovativen Lösungen?

Innovative Lösungen gegen Betrug im E-Commerce

Jochen Senger, Vertriebsleiter Versandhandel/eCommerce bei der Schufa Holding AG, erklärt, wie er mit seinem Team und den innovativen Fraud-Lösungen der Schufa E-Commerce-Unternehmen dabei hilf, sich effektiv gegen Betrug zu schützen.

Warum ist Betrugsprävention eine so große Herausforderung im E-Commerce?

Jochen Senger: Weil ich als Unternehmen meine Kunden nicht pauschal wie potenzielle Betrüger behandeln möchte. Zum einen fühlt sich das für meine Kunden nicht gut an, Stichwort: Vertrauen. Und zum anderen störe ich mit ständigen Abfragen und Identifizierungsprozessen die Customer Journey. Als E-Commerce-Unternehmen muss ich den Spagat zwischen meinem Risikomanagement und dem reibungslosen Einkaufserlebnis meiner Kunden schaffen.

Wie sieht eine wirkungsvolle und zeitgemäße Prävention aus, um Betrug im Commerce zu verhindern?

Schufa Senger
Jochen Senger ist Vertriebsleiter Versandhandel/eCommerce bei der Schufa Holding AG.

Jochen Senger: Für das Geschäft mit Privatkunden bietet die Schufa Lösungen zur Prüfung der Bonität und Identität. Auskünfte und Scores der Schufa informieren über das Ausfallrisiko eines Kunden, sodass der Händler seine Zahlungsoptionen und Konditionen entsprechend anpassen kann. Darüber hinaus prüfen der Schufa-IdentitätsCheck und der Schufa-KontonummerCheck Identität und Kontonummer eines Kunden, indem die Angaben des Kunden mit unserem Datenbestand abgeglichen und so verifiziert werden.

Für den gesetzlich vorgeschriebenen Jugendschutz beim Online-Absatz von entsprechenden Produkten haben wir mit dem Schufa-IdentitätsCheck Jugendschutz eine schnelle, kostengünstige und komfortable Alternative zum PostIdent-Verfahren entwickelt. Darüber hinaus hat die Schufa gemeinsam mit führenden E-Commerce-Unternehmen in Deutschland eine innovative Lösung zur Betrugsmustererkennung in Echtzeit entwickelt: den Schufa-FraudPreCheck (FPC). Der FPC ist eine Lösung zur Betrugsprävention, die den Anforderungen an einen digitalen Bestellprozess gerecht wird

Wie funktioniert der Schufa-FraudPreCheck im Einzelnen?

Jochen Senger: Der FPC prüft jede Bestellanfrage auf betrugsauffällige Muster und liefert in Echtzeit einen Wert zurück, der das Maß der Auffälligkeit der Anfragen aufzeigt. Das Kernstück des FPC-Berechnungsverfahrens ist ein hochmoderner Algorithmus, basierend auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem Bereich der Echtzeit-Datenanalyse. In diesen Algorithmus fließen die Daten des auftraggebenden Unternehmens, die der anderen FPC-Teilnehmer und Anfragen aus dem einzigartigen Schufa-Bonitätsdatenbestand ein. Für die Teilnehmer des FPCs wird ein kundenindividuelles Modell erstellt, das mit vom Unternehmen eingelieferten Daten trainiert wird. Der Algorithmus wird jährlich neu trainiert.

Welche Ergebnisse kann der FPC liefern?

Jochen Senger: Der FPC liefert für jede Bestellanfrage einen „Auffälligkeits-Wert“. In Echtzeit! Auf dieser Basis können zum Beispiel mögliche Zahlungswege ausgesteuert, auffällige Anfragen einer manuellen Prüfung unterzogen oder die Lieferbedingungen angepasst werden. Der FPC kann über den gesamten Bestellprozess hinweg eingesetzt werden – von der Übermittlung der Bestellanfrage durch den Kunden bis zur Leistungserbringung.

Was unterscheidet die Schufa bei der Betrugsprävention von anderen Wettbewerbern?

Jochen Senger: Wir kombinieren unsere jahrelange Erfahrung im datenschutzkonformen Handling personenbezogener Daten mit aktuellstem Expertenwissen zu innovativen Technologien und den Kenntnissen aus jahrelangen Kundenbeziehungen mit eCommerce-Unternehmen und deren Herausforderungen.

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