Betrugsprävention: Diskrepanz in der Wahrnehmung von Händlern und Käufern

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Betrugsprävention: Diskrepanz in der Wahrnehmung von Händlern und Käufern

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Riskified hat jetzt eine neue Studie zum Thema Betrug beim Onlineshopping veröffentlicht. Die Daten zeigen eine deutliche Diskrepanz in der Wahrnehmung von Händlern und Käufern, was Betrugsprävention und Vertrauen in den Onlinehandel betreffen.
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Quelle: NicoElNino/shutterstock

  • Eine neue Studie von Riskified hat das Vertrauen von Händlern und Verbrauchern in den E-Commerce untersucht.
  • 39 Prozent der deutschen Händler sind überzeugt, alles zu tun, um Betrug im E-Commerce zu verhindern. Nicht einmal jeder fünfte Verbraucher glaubt, dass Händler dies tatsächlich in vollem Umfang tun.
  • 64 Prozent der Verbraucher in Deutschland würden nicht erneut bei einem Onlinehändler einkaufen, bei dem ihr Konto kompromittiert wurde.

In der neuen Studie von Riskified, einem Anbieter von Lösungen zur Betrugsprävention, geben 69 Prozent der deutschen Händler, dass sie seit Beginn der Pandemie einen Anstieg an Betrugsversuchen verzeichnen konnten. Auf Platz eins der häufigsten Betrugsmethoden wurden von den Befragten in Deutschland illegale Kontoübernahmen (48 Prozent) genannt, gefolgt von Scheinkäufern (45 Prozent).

Die Auswirkungen auf den Umsatz der Händler sind gravierend: Global erklären 26 Prozent der Händler, dass Betrug ihre Wirtschaftlichkeit erheblich beeinträchtigt. Nach Aussage von 34 Prozent der Händler gingen weltweit im Jahr 2020 zwischen fünf und zehn Prozent ihres E-Commerce-Umsatzes durch Betrug verloren. In der Studie von Riskified wurde untersucht, wie weit verbreitet Betrug im Onlinehandel ist, wie dieser von Käufern und Händlern wahrgenommen wird und wie groß die finanziellen Auswirkungen sind.

Betrugsprävention: Vertrauenslücke zwischen Händlern und Verbrauchern

Die Studie hat auch eine Vertrauenslücke aufgedeckt, die zwischen Händlern und Verbrauchern besteht: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Händler erklären, dass sie auf ihre Fähigkeit vertrauen, Betrug im Zusammenhang mit E-Commerce zu verhindern. Aber nur 34 Prozent der Verbraucher vertrauen auf die Fähigkeit der Händler, durch Betrugsprävention das verhindern zu können. 31 Prozent der befragten Konsumenten in Deutschland äußerten ihre zunehmenden Bedenken beim Online-Shopping. 51 Prozent wiederum gehen davon aus, dass Händler im nächsten Jahr noch mehr Schwierigkeiten haben werden, Betrug zu verhindern.

Auch die langfristige Auswirkung auf die Marke ist ein wichtiger Faktor für das Vertrauen der Verbraucher in das Online-Shopping. So würden nicht nur 37 Prozent der deutschen Verbraucher dem Händler die Schuld geben, wenn ihr Konto kompromittiert würde. 64 Prozent würden sogar nicht noch einmal bei einem solchen Shop online einkaufen.

Betrugsprävention Riskified
Die Vertrauenslücke zwischen Händlern und Verbrauchern in den USA, UK, Deutschland und Frankreich. (Grafik: Riskified)

Zwei-Faktor-Authentifizierung – effektive Methode der Betrugsprävention

Wenn es darum geht, Betrug zu verhindern, galt die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei den Befragten allgemein als sehr effektive Methode. Allerdings stuften Händler aus Großbritannien und Frankreich sie als die umsatzschädlichste Maßnahme ein. Bei US-amerikanischen und deutschen Händlern landet diese Methode auf Platz zwei. Dies lässt sich auf die Störung zurückführen, die durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung für das Kundenerlebnis entsteht. Immer häufiger werden daher neue technologische Lösungen eingesetzt, um den Zahlungsprozess zu vereinfachen und Betrug zu reduzieren.

Starker Anstieg der Betrugsfälle im E-Commerce

„Es ist keine Überraschung, dass das schnelle Wachstum des E-Commerce auch zu einem Anstieg der Betrugsfälle geführt hat – und wie unsere Untersuchung zeigt, sind die Auswirkungen sowohl für Einzelhändler als auch für Verbraucher erheblich. Betrug stellt Einzelhändler, die ihr Geschäft schützen und gleichzeitig den Kunden ein nahtloses und sicheres Einkaufserlebnis bieten wollen, vor besondere Herausforderungen“, erklärt Peter Elmgren, Chief Revenue Officer bei Riskified.

„Laut Juniper Research haben Händler im Jahr 2020 aufgrund von Online-Betrug 17 Milliarden US-Dollar verloren. Die Analysten erwarten, dass diese Zahl innerhalb von nur drei Jahren 25 Milliarden übersteigen wird. Wir lernen kontinuierlich von unserem Händlernetzwerk und speisen Echtzeitdaten in unsere hochentwickelte Plattform für maschinelles Lernen ein. Dadurch können wir unseren Handelspartnern helfen, Vertrauen in das Online-Einkaufserlebnis aufzubauen.“

Zur Methodik der Studie: Die Umfrage zum eConfidence-Benchmark wurde im März 2021 durchgeführt. Insgesamt wurden 400 Händler und 4.000 Verbraucher in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den USA zu folgenden Themen befragt: Wie weit verbreitet ist Betrug im Onlinehandel, wie wird dieser wahrgenommen und wie groß sind die finanziellen Auswirkungen. Riskified unterstützt Unternehmen dabei, das Potenzial des E-Commerce auszuschöpfen, indem es Abläufe sicher, einfach zugänglich und reibungslos gestaltet. Die Plattform von Riskified ermöglicht es Onlinehändlern mithilfe von Betrugsprävention, vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Kunden aufzubauen. (sg)

Lesen Sie auch: PSD2-Richtlinie: So gehen Onlinehändler jetzt am besten gegen Milliardenbetrüger vor

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